🎧 25 Jahre im Bezirksmuseum

Silbernes JubilĂ€um fĂŒr Museumsleiterin Brigitte Neichl

Episode #022

In der 22. Folge von „FĂŒnfzehn Minuten ĂŒber den FĂŒnfzehnten“ ist alles ein bisschen anders 
 Maurizio Giorgi fĂŒhrt diesmal durch die Folge und interviewt Brigitte Neichl, die heuer ihr 25-Jahr-JubliĂ€um im Bezirksmuseum feiert. Es war Juni 1995, als sie das erste Mal einen Fuß ins Museum setzte. Der Zufall fĂŒhrte dabei Regie. Erfahren Sie mehr ĂŒber Brigitte Neichls ganz persönliche Museums-Geschichte.

Mit dabei ist wieder GrĂ€tzelkorrespondentin Karin Elise Sturm, die ĂŒber Aktuelles aus Rudolfsheim-FĂŒnfhaus berichtet.

Weitere Inhalte:

  • Was tut sich im Bezirksmuseum?
  • ONLINE-Veranstaltungstipps
  • Ausblick auf die nĂ€chste Folge

Mehr Infos auf www.museum15.at/podcast


Die Podcast-Episode zum Artikel

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#022 25 Jahre im Bezirksmuseum

Transkript der Podcast-Episode:

Intro

Maurizio
Hallo und herzlich willkommen zur 22 Folge von FĂŒnfzehn Minuten ĂŒber den FĂŒnfzehnten.
Mein Name ist Maurizio Giorgi. Schön dass sie wieder eingeschaltet haben und bei dieser Episode dabei sind.

Ich melde mich erst mal seit langem wieder aus dem Bezirksmuseum. Sie wundern sich sicher, warum sie nicht – wie ĂŒblich – von Brigitte Neichl begrĂŒĂŸt wurden. Nun, das hat seinen Grund.

Keine Sorge, Brigitte geht es gut. Der Grund ist ein erfreulicher. Dazu gleich mehr. UnterstĂŒtzt werde ich heute von unserer GrĂ€tzelkorrespondentin Karin Elise Sturm.

Hallo Karin!

Karin
Hallo Maurizio! Du hast recht: Das Intro ist heute recht ungewöhnlich. Ich bin schon neugierig, was es damit auf sich hat.

Maurizio
Also gut, ich werde das Geheimnis lĂŒften. Wir hatten ja bei der letzten Folge ein Interview mit den Betreibern des Podcasts „Zeitsprung“ angekĂŒndigt. Das konnte aus TermingrĂŒnden leider nicht stattfinden – also noch nicht stattfinden – wir holen das aber sicher nach.

Brigitte hat in weiser Voraussicht fĂŒr den Fall, dass sich das Interview nicht ausgeht, eine Überraschungsfolge angekĂŒndigt, und deshalb haben wir ein Thema vorgezogen, dass aber nicht minder spannend und sehr bedeutsam fĂŒr das Bezirksmuseum Rudolfsheim-FĂŒnfhaus, diesen Podcast und ĂŒberhaupt fĂŒr all die spannenden AktivitĂ€ten des Museums ist.

Karin
Du bist ja genauso schrecklich wie Brigitte! Jetzt mach es doch nicht so spannend!

Maurizio
Gemach, gemach, wĂŒrde Brigitte wie immer sagen. Also: Es war im Juni 1995, als Brigitte das erste Mal einen Fuß ins Bezirksmuseum setzte, Das sind also …

Karin
… genau 25 Jahre! Brigitte feiert heuer ihr silbernes Museums-JubilĂ€um!

Maurizio
Ganz genau. Und aus diesem höchst erfreulichen Grund haben wir einmal die Rollen vertauscht und ich werde Brigitte interviewen und sie zu ihrer ganz persönlichen Museumsgeschichte befragen.

Karin
Oh, eine charmante Idee. Ich bin gespannt.

Maurizio
Legen wir los?

Karin
Ja sehr gerne!

Interview

Maurizio
Brigitte Neichl wohnt seit 1981 in 15.Bezirk und ist seit 1995 im Bezirksmuseum tĂ€tig. 25 Jahre im Dienste der Wiener- und speziell der Rudolfsheim-FĂŒnfhauser Bevölkerung. Und das ehrenamtlich, das heißt ohne Bezahlung, neben Beruf, Familie und ein wenig Freizeit.

Hauptberuflich arbeitet Brigitte Neichl seit dem Jahr 2000 in der Erwachsenenbildung. Auch hier feierte sie heuer ein JubilĂ€um – nĂ€mlich 20 Jahre.

Ihr Engagement wurde schon mehrfach gewĂŒrdigt: 2010 bekam sie als „Frau des Jahres“ vom 15 Bezirk die „Veronika“ verliehen. 2012 erhielt sie das Bundes-Ehrenzeichen und 2018 wurde ihr der Berufstitel Professor verliehen.

Am 3. Juli 2018 wurden die Urkunde ĂŒber die Verleihung des Berufstitels Professorin an Brigitte Neichl ĂŒberreicht. Im Bild mit Reinhold Hohengartner.

Ja und letztes Jahr ernannte sie die Gebietsbetreuung Stadterneuerung zur GrĂ€tzelheldin von Rudolfsheim-FĂŒnfhaus.

GrÀtzelheldin Brigitte Neichl mit GrÀtzelheld Stefan Rom von LANDKIND
Fotocredit: PID/Martin Votava

Brigitte, meine erste Frage an Dich: Wie hat es Dich damals 1995 ins Bezirksmuseum verschlagen?

Brigitte
Ja, das war eine ganz abenteuerliche Geschichte. Ich hatte gar nicht vor, ins Bezirksmuseum zu kommen. Ehrlich gesagt, hab ich nicht einmal gewusst, dass es sich hier befindet.

Was ich wollte war – ich habe damals studiert, drei kleine Kinder gehabt – ich wollte einen bezahlten Nebenjob. Und darum habe ich dem Bezirksvorsteher, dem Friedrich Krammer geschrieben. Er hat mir auch geantwortet – sehr nett – und hat mich eingeladen.

Dann war ich oben in der Bezirksvorstehung. Und irgendwie hat sichs dann ergeben, dass jemand vom Bezirksmuseum oben war und der Bezirksvorsteher hat mich dem einfach mitgegeben. Und ich bin heruntergekommen, hierher ins Museum.

Dann war ich einmal da und hab mir das angeschaut und – ja, bin pickn geblieben. Das hat mich dann nicht mehr losgelassen. Und das war auch der Start in die Museumsarbeit.

Und es war damals so, dass es gerade eine interimistische Leitung gab. Und ich hab gemeinsam mit einer Kollegin angefangen, mit der Monika Griebl (dzt. wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Österreichischen Akademie der Wissenschaften). Und irgendwie waren wir dann alleine da, letztendlich. Also es war dann noch am Montag eine Frau, die Frau Edith Schiech, die hat den Anwesenheitsdienst gemacht, aber ansonsten waren nur wir beide.

Und dann hat’s geheißen, eine von euch muss die Leitung ĂŒbernehmen, sonst sperren wir zu. Damals hĂ€tte ich mir das nie zugetraut. Also hat die Monika Griebl die Leitung ĂŒbernommen und ich war die Stellvertreterin.

Ja und das war einfach auch eine sehr schöne Situation, weil man was aufbauen konnte. Es gab damals auch noch keine Dauerausstellung. Es waren die RĂ€ume leer, weil kurz vorher renoviert worden ist. Das heißt, es war sehr spannend, da was aufzubauen, was neu zu machen. Und es gab kein schon bestehendes Team, mit einer Leitung vielleicht, die einen vielleicht gebremst hĂ€tte oder gehindert hĂ€tte an manchem, sondern man konnte einfach kreativ sein –  was mir halt liegt – und konnte was aufbauen.

Und das hat mir Spaß gemacht und darum bin ich da geblieben. Hab keine Sekunde gedacht, da wieder weg zu gehen. [00:06:05]

Maurizio
Also der Zufall hat Regie gefĂŒhrt sozusagen. Das hat er gut gemacht, der Zufall!

Kommen wir zur zweiten Frage: Was wĂŒrdest Du als Deine wichtigsten Meilensteine in den 25 Jahren bezeichnen?

Brigitte
Ui, schwierige Frage. Weil da ist so viel passiert in diesen 25 Jahren.

Gut, der erste Meilenstein war die Dauerausstellung. Dass wir mal eine eine Ausstellung eingerichtet haben, damit man was zur Bezirksgeschichte sieht.

Da muss ich gleich dazu erwĂ€hnen:  Allein habe ich nie irgendwas gemacht. Also auch am Anfang war ich gemeinsam mit meiner Kollegin, mit der Monika Griebl. Aber auch wir haben da ein Team um uns versammelt, das uns unterstĂŒtzt hat.

Das ist ĂŒberhaupt so – ist halt meine Ansicht – dass man alleine ĂŒberhaupt nichts weiterbringt. Denn man braucht EindrĂŒcke von außen, man braucht auch manchmal eine Korrektur, man braucht Ideen. Und die Arbeit macht sich ja auch nicht von alleine, die muss man ja auch aufteilen. Also wenn ich jetzt Meilensteine nenne, sind das jetzt nicht meine ganz alleinigen Verdienste, sondern das ist immer im Team geschehen.

Wie gesagt, das erste war die Dauerausstellung, das war ein wichtiger Schritt, dass einmal mal was da ist, damit die Leute was sehen, wenn sie kommen. Dann war sicher auch ein Meilenstein der KinderKulturTreffpunkt 15, das Kinderprojekt. Das hat begonnen mit einer Kinderbibliothek, fĂŒr die ich gesammelt habe.

Oder ich muss vorher eigentlich noch erwĂ€hnen unser EU-Projekt. Das war auch ein großer Meilenstein. Wir haben es nĂ€mlich geschafft, ein EU-Projekt zu bekommen. Und das ist nicht so einfach. Weil da muss man ja zuerst die Finanzierung im eigenen Land aufstellen und dann gibt es erst die EU-Förderung. Und das haben wir fĂŒr ein Jahr bekommen und in der Zeit habe ich die die Kinderbibliothek aufgebaut, uns wir haben auch Öffentlichkeitsarbeit gemacht, wir haben Dinge angeschafft, die man fĂŒr die Arbeit braucht, Computer, Schneidemasche usw.

Ich hab wirklich sehr viel gelernt in diesem Jahr. Schon alleine mal den Antrag schreiben, dann das Geld aufstellen, dann die Projekte formulieren, die Projekte durchfĂŒhren, und – auch nicht zu verachten – die Abrechnung und der Bericht, der dann nachher zu schreiben war.

Also das war wirklich ein Crashkurs in Projektmanagement, in Ausstellungsgestaltung, in Öffentlichkeitsarbeit. Da war soviel dabei. Ich hab selber eben sehr viel profitiert davon. Das war sicher ein ganz wichtiger Meilenstein.

Also das war wirklich ein Crashkurs in Projektmanagement, in Ausstellungsgestaltung, in Öffentlichkeitsarbeit.

Und dann war eben die Kinderbibliothek eingerichtet und wir haben auch viele Veranstaltungen fĂŒr Kinder angeboten. Ja, und dann hab ich mir gedacht, es wĂ€r ja schade, wenn das nach einem Jahr vorbei ist, und daraus hat sich dann der KinderkulturTreffpunkt 15 (seit 2018 MuseumsKinder) entwickelt, also ein regelmĂ€ĂŸiges Programm fĂŒr Kinder, abseits noch von den FĂŒhrungen fĂŒr die Volksschulklassen, die  ja sowieso stattfinden, haben wir dann eben auch ein reichhaltiges Angebot fĂŒr Kinder von 6 bis 10 Jahren angeboten. Das ist ja unsere Hauptzielgruppe.

Ja, Stichwort Projekte: das Projekt Kultur & CafĂ©, das ist auch so ein Meilenstein. Also, das bedeutet, dass wir VortrĂ€ge, Lesungen, BuchprĂ€sentationen anbieten, die immer am an einem Freitag von 17:30 Uhr bis 19 Uhr stattfinden, also nach der regulĂ€ren Öffnungszeit.

Dann die Kultur-SpaziergĂ€nge, die die Waltraud Zuleger und der Thomas Reithmayer durchfĂŒhren.

open mic night könnt ich auch noch nennen, Das ist auch sowas. Das gibt’s seit 2016, wo Talente aus dem Bezirk, 15 Minuten Zeit haben, um sich zu prĂ€sentieren auf der BĂŒhne. Ja, da gibt’s noch Etliches anderes.

Ich probier einfach, meine Ideen umzusetzen. Manches gelingt, wie man sieht und kommt auch sehr gut an, manches wieder nicht, manches muss ich auch noch hinten anstellen, das wird dann vielleicht noch was werden.

Tja, und so bleibt das alles spannend. [00:10:13]

Maurizio
Ja, ich bin sicher, dass Du da jetzt nur einen Bruchteil Deiner vielen Projekte aufgezĂ€hlt hast. Ich kenn Dich ja inzwischen ein wenig und weiß, dass Du vor Ideen nur so sprĂŒhst und auch möglichst viele diese Ideen vor allem in die Tat umsetzen willst.

Kommen wir zur dritten Frage. Die hat bei unseren InterviewgĂ€sten immer ganz speziell mit dem 15. Bezirk zu tun. Das entfĂ€llt ja bei Dir, da Rudolfsheim-FĂŒnfhaus ja der Mittelpunkt Deines Lebens und Wirkens ist. Magst Du uns noch ein paar deiner Ideen und Vorhaben fĂŒr die nĂ€chsten 25 Jahre erzĂ€hlen, Brigitte?

Brigitte
Ja, da gibt’s einiges, was ich im Kopf hab. Das eine hat mit dem Stichwort „erweitertes Museum“ zu tun, was bedeutet, dass wir quasi aus dem Rahmen des Museums hinaustreten, in die virtuelle Welt. Das ist ja jetzt eingetreten, ohne dass wir das wirklich wollten, durch die Coronakrise. Die hat in dem Sinne, hat die ein bisschen was Positives bewirkt, weil wir halt versucht haben, unsere Angebote auch online zu prĂ€sentieren.

Wir haben einige Online-VortrÀge angeboten. Die sind noch sehr gut angekommen. Und dass ist einfach eine Möglichkeit, dass Leute, die vielleicht keine Zeit habe herzukommen kommen oder vielleicht gar nicht in der Gegend sind, die können trotzdem an unserer Veranstaltungen teilnehmen. Und das ist einfach eine schöne Sache.

Wir nehmen diese VortrĂ€ge auf, und das steht dann auch zur VerfĂŒgung. Das ist das NĂ€chste, dass das nicht einmal stattgefunden hat, sondern weiter verfĂŒgbar bleibt.

Zum erweiterten Museum da gibt’s noch etliche Ideen. Dass wir z.b. unsere Ausstellungsobjekte oder die Plakate mit QR-Codes versehen und dazu ein kurzes Video aufnehmen oder ein Audio. Und wenn man dann mit dem Handy draufklickt, auf diesen QR-Code, kann man das abrufen. Das heißt, das wĂ€r dann so eine virtuelle FĂŒhrung im Museum.

Ja den Podcast FĂŒnfzehn Minuten ĂŒber den FĂŒnfzehnten möchte ich auf jeden Fall gerne weitermachen. Da ist ja noch viel Potenzial, was man interessanten Menschen und Themen im Bezirk erforschen kann und Leute interviewen kann.

Den Blog WIENfĂŒnfzehn , den möchte ich auch gern weiterfĂŒhren.

Ich möchte die Bezirksgeschichte lebendig machen. Das macht einfach sehr viel Spaß und das Recherchieren macht Spaß und das dann auch veröffentlichen.

Und bei diesen Blogartikeln, da stehen die Infos auch zu VerfĂŒgung. Das finde ich eben auch gut. Dass das nicht irgendwo verborgen in einem Archiv in einer Sammlung ist, sondern dass das zugĂ€nglich ist, und dass die Menschen daran teilhaben können.

Und diese Blogartikel sind so kleine HĂ€ppchen, so Blitzlichter auf die Bezirksgeschichte. Und miteinander ergeben die dann aber irgendwann ein Gesamtbild.

Na ja, das macht mir Spaß und das macht das Ganze einfach so aufregend, und dass man einfach selber was gestalten kann.

Und das Schöne, das hab ich eh schon mehrfach jetzt erwÀhnt, dass ich nicht alleine bin. Dass ich da. Mitstreiterinnen und Mitstreiter hab, die das auch mittragen, die das ist auch so toll finden und etwas einfach den Menschen etwas geben möchten. [00:13:41]

Maurizio
Ja, noch eine kleine Zusatzfrage: Hast du vielleicht ein kurzes, knackiges Motto fĂŒr Deine Arbeit im Museum?

Brigitte
Ja tatsĂ€chlich! Ich habe ja erzĂ€hlt von der Recherche fĂŒr die Blogartikel und da ist mir der Franz Echsel  untergekommen, der ist ĂŒbrigens sehr spannend zu lesen. Der hat 1888 ein Buch geschrieben, das war anlĂ€sslich von 25 Jahre Rudolfsheim. Also, dass die drei Vororte Reindorf, Rustendorf und Braunhirschen sich zu Rudolfsheim zusammengeschlossen haben. Da hat er einfach ĂŒber dieses Werden dieser drei Orte geschrieben auf dem Weg zur Vereinigung zur Großgemeinde Rudolfsheim – das war noch nicht der spĂ€tere Bezirk Rudolfsheim. Auf jeden Fall ist mir da ein Satz untergekommen, den dieser Franz Echsel gesagt hat und das kann ich eigentlich vollinhaltlich unterschreiben und das ist auch eigentlich mein Motto schon ein bisschen vorher gewesen.

„Wer seinen Wohnort nicht mehr als dem Namen nach kennt, von dem kann auch nicht erwartet werden, dass er fĂŒr seinen Heimatsort begeistert ist.“

Franz Echsel (1888)

Das gefÀllt mir sehr gut und diese Begeisterung, das ist eigentlich mein Motor auch. Und das ist das, was ich möchte: Diese Begeisterung, die ich habe, möchte ich gern an andere weitergeben.

Maurizio
Das ist ein sehr schönes Motto und auch ein sehr schönes Schlusswort. Liebe Brigitte, danke fĂŒr das GesprĂ€ch!

Brigitte
Ja, ich danke auch. Es war sehr interessant, einmal die andere Seite zu sehen und Interviewgast zu sein. Danke! [00:15:03]

Interview Ende

Karin
Das war wirklich spannend, Maurizio! Ich habe einiges ĂŒber Brigitte erfahren, was ich noch nicht wusste. Die Frau steckt voller Geheimnisse.

Maurizio
So soll es doch sein, so wird uns nicht fad und unseren Hörerinnen und Hörern sicher auch nicht.

Karin
Wie geht es denn im Museum weiter, Maurizio?

Maurizio
Nun, wie bereits in der vorigen Folge erwÀhnt, bleibt das Museum ja bis Ende August noch geschlossen, und wir sind zuversichtlich, dass wir ab September unsere Pforten wieder öffnen können.

Karin
Gibt’s im Juni noch was?

Maurizio
Wir bieten noch drei Online-Veranstaltungen an.

Karin
Zuerst einmal heute am 15.06. die Podcast-Party, stimmts?

Maurizio
Genau! Um 19 Uhr ist wieder Podcast-Party-Time.

Karin
Und was gibt’s noch?

Maurizio
Am Freitag, dem 19. Juni 2020 spricht Anton Tantner von 17.30 bis 19.00 zum Thema „250 Jahre Hausnummern in Wien. Auf den Spuren einer unscheinbaren Kulturtechnik“ und am Freitag, dem 26. Juni 2020 berichtet unser Kollege Thomas Reithmayer unter dem Titel „Schnaps hilft gegen Cholera“ ĂŒber die Cholera-Epidemie der Jahre 1831/1832 im 15. Bezirk.

FĂŒr alle Veranstaltungen gilt, dass Sie nach der Anmeldung ein E-Mail mit dem Anmeldelink fĂŒr die Teilnahme am Zoom-Meeting erhalten.

Anmelden können Sie sich auf unserer Webseite unter www.museum15.at/veranstaltungen [00:16:43]

Jetzt bin ich aber schon gespannt, was sich derzeit im 15. Bezirk tut. Hast Du auch da wieder Infos mitgebracht, liebe Karin?

GrÀtzelkorrespondentin Karin Elise Sturm berichtet

Karin
Ja habe ich, Maurizio.

Im Reindorf-GrĂ€tzel rund um den Schwendermarkt tut sich einiges Neues. Erste Lockerungen von den Corona- EinschrĂ€nkungen fĂŒr den Kultursektor gibt es seit 29. Mai. Veranstaltungen sind unter strengen Auflagen wieder erlaubt. Viele der Veranstaltungslocations scheinen aber noch unsicher zu sein. Und es gibt auf diesem Gebiet noch nicht viel zu berichten. Im Schutzhaus zur Zukunft wurden die Veranstaltungstermine z.b. auf September verschoben. Das Brick 5 und die Stadthalle scheinen noch geschlossen zu sein. In der Wiener Stadthalle finden zum Beispiel laut Website bis auf weiteres keine Veranstaltungen statt.

DafĂŒr kann ich ĂŒber zwei neue GeschĂ€fte berichten, die es in der Sechshauser Straße Ecke AnschĂŒtzgasse und auf der Ă€ußeren Mariahilferstraße gibt.

In der Sechshauserstraße 108, in einem Ecklokal, befinden sich seit rund zwei Monaten – angefangen haben sie ziemlich genau zum Beginn des Corona Shutdown Anfang Mitte MĂ€rz – die „GrĂŒnen Helden“, ein SpezialgeschĂ€ft fĂŒr Microgreens, das ist ein moderner Ausdruck fĂŒr Keimlinge.

Auf Erde, Hanfmatten oder Substrat werden Samen von verschiedenen GemĂŒsesorten wie Radieschen, Rucola Sonnenblumen und vielen anderen zum Keimen gebracht und die kleinen grĂŒnen PflĂ€nzchen isst man dann. Sie schmecken sehr köstlich sind am Salat z.b. schön anzusehen und vor allem sind sie sehr gesund. Das bekannteste Microgreen ist die Kresse, die wir alle kennen. Man kann aber aus den verschiedensten GemĂŒsesorten kleine Keimlinge ziehen, und die in Cocktails verwenden, ĂŒber das Essen oder den Salat streuen oder einfach auf einem Butterbrot z.b. genießen.

Die beiden GrĂŒnder des GeschĂ€fts, Paul und Thomas, bauen die Microgreens direkt hier im 15. Bezirk an und liefern ihre Produkte per Fahrrad aus. Man kann die Keimlinge via die Webseite www.gruenehelden.at bestellen und seit kurzem gibt es eine Kooperation mit dem Landkind, dem Bio-Restaurant und LebensmittelgeschĂ€ft am Schwendermarkt, wo man Lebendpackerl der GrĂŒnen Helden – das ist der Arbeitstitel fĂŒr die kleinen BehĂ€lter, in denen die Keimlinge wachsen – kaufen kann.

In Zukunft hoffen die beiden Betreiber der GrĂŒnen Helden auf Kooperationen mit der Gastronomie und vielen weiteren privaten Interessent*innen nicht nur aus dem GrĂ€tzel. Alle Infos dafĂŒr finden Interessent*innen unter www.gruenehelden.at Die E-Mail-Adresse fĂŒr etwaige Kooperationsanfragen lautet: willkommen@gruenehelden.at

Das zweite interessante neue GeschĂ€ft bei uns im GrĂ€tzel ist Miraflores. Ein BlumengeschĂ€ft, dass das Team des Gota-CafĂ©s neben dem CafĂ© auf der Mariahilfer Straße 192 – das ist auf Höhe des Schwendermarkts – eröffnet hat.

Einstweilen gibt es die Blumen und Topfpflanzen und Blumengebinde nur im Onlineshop. Die Produkte werden innerhalb von 2 bis 5 Tagen in ganz Wien geliefert. Aber in absehbarer Zeit wird es dann ein richtiges BlumengeschĂ€ft auf der Mariahilferstraße geben und darauf freuen wir uns natĂŒrlich. Unter www.miraflores.at findet man alle Informationen.

Rund um das Gota CafĂ© wird es die nĂ€chsten Monate ĂŒberhaupt noch einiges Neues zu berichten geben. Das mach ich aber dann, wenn es wirklich soweit ist.

So viel kann ich sagen, es bleibt wirklich spannend am Schwendermarkt.

Zum Schluss noch etwas ganz anderes. [00:20:34]

Am Vorplatz der Schule in der Gasgasse 6 haben die GrĂ€tzelheldinnen Stefanie Lichtwitz und Sylvia Kostenzer es jetzt vollbracht: In Kooperation mit der Gebietsbetreuung Stadterneuerung und der Bezirksvorstehung konnten sie den Platz autofrei und lebendig gestalten. Holz-Sitzgelegenheiten, ein Brunnen und BĂ€ume sorgen nun fĂŒr ein angenehmes Klima und Platz fĂŒr die Kinder zum Spielen und die Menschen zum Verweilen. In Zukunft soll es eine mobile GemeinschaftskĂŒche geben, um gemeinsam zu kochen und Projekte zu organisieren. Wie das möglich sein wird, mit den Corona-EinschrĂ€nkungen, zeigt sich aber erst die nĂ€chsten Wochen und Monate.

Also am Schulvorplatz in der Gasgasse bleibt es auch spannend.

Wie geht es weiter?

Maurizio
Vielen Dank, Karin!

Karin
Maurizio, weißt Du, was fĂŒr die nĂ€chste Episode geplant ist?

Maurizio
Ja, die Juli-Folge wird wieder eine Audiocollage. Es geht um das Projekt, das Brigitte gemeinsam mit einer Schulklasse der Volksschule Friedrichsplatz in diesem Semester durchgefĂŒhrt hat. Das Thema „FĂŒnf Dörfer werden ein Bezirk“.

Karin
Ah, darauf freu ich mich schon!

Maurizio
Ja, liebe Karin, vielen Dank, dass Du mich heute so toll unterstĂŒtzt hast. NĂ€chstes Mal wird wieder Brigitte den Hauptteil der Moderation bestreiten. Ich fand es aber auch so wie heute sehr spannend.

Karin
Ja, hat Spaß gemacht, tschĂŒss und bis bald!

Maurizio
Bis bald, Karin!

Ja, liebe Hörerinnen und Hörer, Rudolfsheim-FĂŒnfhaus hat viel zu bieten, machen wir was draus – gemeinsam!

Ich freue mich auf die nĂ€chsten spannenden 15 Minuten bei FĂŒnfzehn Minuten ĂŒber den FĂŒnfzehnten und verabschiede mich mit der anregende Musik von Nigora und der berauschenden Stimme von Michael Stark.

Auf Wiederhören!

Ich wĂŒnsche Ihnen einen wunderschönen Tag!

Ihr Maurizio Giorgi.

Outro



Schau mal! Ich was Interessantes auf WIENfĂŒnfzehn entdeckt!

Hier unsere neuesten BlogbeitrĂ€ge zum Reinschmökern 😉

Jeden Montag finden Sie bei uns abwechselnd folgende Rubriken:

„Bild des Monats“
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„Bezirks(Museums)News & Oldies“
Neuigkeiten aus Gegenwart & Vergangenheit aus dem 15. Bezirk & dem Bezirksmuseum

„History & Crime“
Historische KriminalfÀlle auf dem Gebiet des heutigen 15. Bezirks um 1900.

„Zitat des Monats“
Aussagen berĂŒhmter Persönlichkeiten (aus dem 15. Bezirk) u.a. zu den Themen „Zeit“, „Geschichte“, „Vergangenheit“, etc.

Jeden Donnerstag erwarten Sie abwechselnd folgende BeitrÀge:

„FAQ15“ 
„Renovierte“ (refurbde) BeitrĂ€ge aus der Rubrik „Rubrik â€žFAQ15“

„Es war einmal“
Spannende Rudolfsheim-FĂŒnfhauser Vorort-Geschichte(n)

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#040 imgraetzl.at – UnterstĂŒtzung und Vernetzung FĂŒnfzehn Minuten ĂŒber den FĂŒnfzehnten

  1. #040 imgraetzl.at – UnterstĂŒtzung und Vernetzung
  2. #039 Vergangenheit und Zukunft in Rudolfsheim-FĂŒnfhaus
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Das Team des Bezirksmuseums Rudolfsheim-FĂŒnfhaus unterstĂŒtzt Menschen dabei, ihr Wissen ĂŒber die Geschichte des 15. Bezirks zu erweitern und sich ĂŒber kulturelle und gesellschaftspolitische Themen zu informieren.

Das Museum nimmt auch seine Aufgabe als Kultur-Drehscheibe des Bezirks wahr und fördert die Begegnung und Vernetzung der BewohnerInnen durch Veranstaltungen und auch durch den Kultur-Podcast „FĂŒnfzehn Minuten ĂŒber den FĂŒnfzehnten“ .

Der Eintritt ist frei. Alle MitarbeiterInnen sind ehrenamtlich tĂ€tig.

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Hier finden Sie unsere aktuellen Veranstaltungen.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Bezirksmuseum Rudolfsheim-FĂŒnfhaus
Rosinagasse 4
1150 Wien
Mail: office@bm15.at
Web: www.museum15.at

Öffnungszeiten
Mo: 17.00-19.00
Fr: 15.30-17.30
(an Feiertagen, schulfreien Tagen und im Juli & August geschlossen)

#viellosimmuseum
#WIENfĂŒnfzehn
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