🎧 GrĂ€tzelheld*innen braucht der Bezirk! Teil 1

Interview mit Claudia Schell, Margit Lausecker, Sylvia Kostenzer & Stefanie Lichtwitz

Episode #019

In der 19. Folge von „FĂŒnfzehn Minuten ĂŒber den FĂŒnfzehnten“ – im Zeichen der Corona-Krise – erfahren Sie mehr ĂŒber das Projekt „GrĂ€tzelheld*innen“ der Gebietsbetreuung Stadterneuerung. Drei dieser Heldinnen aus Rudolfsheim-FĂŒnfhaus sind zu Gast. Brigitte Neichl – Host dieses Podcasts -wurde fĂŒr ihre ehrenamtliche TĂ€tigkeit im Bezirksmuseum ebenfalls zur GrĂ€tzelheldin gekĂŒrt.

Co-Moderator dieser Podcast-Folge ist Maurizio Giorgi.

Ebenfalls mit dabei ist – erstmals – GrĂ€tzelkorrespondentin Karin Elise Sturm.

Weitere Inhalte:

  • Was tut sich im Bezirksmuseum – in Zeiten von Corona?
  • 1 ONLINE-Veranstaltungstipp
  • Ausblick auf die nĂ€chste Folge

Teil 2 können Sie in Folge #020 mitverfolgen – erschien am 24.4.2020.

Mehr Infos auf www.museum15.at/podcast


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#019 GrÀtzelheld*innen braucht der Bezirk! Teil 1

Transkript der Podcast-Episode:

Intro

Brigitte
Irgendwie ist heute alles anders …

Maurizio
Ja, da hast Du recht, Brigitte. Die Corona-Krise hat auch vor unserer Podcast-Aufzeichnung nicht Halt gemacht. Wir sitzen nicht – wie sonst – im selben Raum, sondern sprechen ĂŒbers Internet miteinander.

Brigitte
Ich glaube, die ganze Welt freut sich schon darauf, wenn diese Zeit Geschichte ist.

Maurizio
Ja, da bin ich sicher! Es wird Zeit, dass wir wieder aus unseren Wohnungen dĂŒrfen, keinen 1 m Mindestabstand einhalten mĂŒssen und Veranstaltung besuchen dĂŒrfen und andere Dinge mehr.

Brigitte
Wie recht Du doch hast … aber wir wollen jetzt doch mit unserem Podcast-Episode weitermachen!

Hallo und herzlich willkommen zur 19. Folge von „FĂŒnfzehn Minuten ĂŒber den FĂŒnfzehnten“. Mein Name ist Brigitte Neichl. Schön, dass Sie wieder eingeschaltet haben und bei dieser Episode dabei sind! Mein Co-Moderator ist wie immer Maurizio Giorgi.

Maurizio
Brigitte, Du hast mir erzĂ€hlt, dass auch das heutige Interview nicht wie ursprĂŒnglich vorgesehen abgelaufen ist.

Brigitte
Ja, das stimmt! Eigentlich wollten wir uns zum Thema GrĂ€tzelheldinnen und -helden gemĂŒtlich im Bezirksmuseum treffen und dort die Aufnahme abwickeln. Aber, da das im Moment nicht geht, haben wir uns – so wie auch wir beide – online getroffen. Das GesprĂ€ch war sehr interessant und hat dabei die 15 Minuten Grenze betrĂ€chtlich ĂŒberschritten. Wir haben daher beschlossen, zwei Teile daraus zu machen. Teil 1 hören Sie heute, Teil 2 nĂ€chsten Freitag – dem 5. Tag der Woche, am 24. April.

Maurizio
Na, da bin ich aber schon sehr gespannt, liebe Brigitte! Starten wir?

Brigitte
Ja gern, lieber Maurizio! Los geht’s!

Interview

Brigitte Neichl
Das Hauptthema in allen Zeitungen, Fernseh- und Radiosendungen, auf allen Social Media Plattformen ist derzeit Corona oder Covid 19 – Ein Virus hat uns fest im Griff. Der soziale Leben hat sich drastisch verĂ€ndert. Wir sollen zu Hause bleiben und nur absolut notwendige Wege erledigen. Wir sollen nur Umgang mit Menschen pflegen, mit denen wir zusammenleben.

Diese Podcast-Folge wird daher erstmals per Online-Meeting aufgenommen. Wir hören und sehen uns zwar, aber nicht in „echt“, sondern nur ĂŒber das Internet.

Das kulturelle Leben ist nahezu zum Erliegen gekommen. Die Museen – auch die Bezirksmuseen – haben geschlossen, Veranstaltungen sind bis vorerst Mitte April abgesagt. Es wird heuer keinen City Marathon und auch keinen Song Contest geben.

Die Menschen veranstalten HamsterkÀufe und sind verunsichert.

Aber es gibt auch eine breite Welle der SolidaritĂ€t unter Hilfsbereitschaft. Und das ist auch die Überleitung zu unserem heutigen Thema. [00:03:35]

Es geht um Helden und Heldinnen, aber nicht um Catwoman, Superman oder Green Lantern.

Wir sprechen heute von Alltagsheldinnen und -helden, und weil sich das Ganze in einem Bezirk abspielt, in einem Bezirksteil, heißen diese GrĂ€tzelheldinnen und -helden.

Ins Leben gerufen hat diese Aktion die Gebietsbetreuung Stadterneuerung – kurz gb*.

Ich habe die Projektverantwortliche Claudia Schell zu Gast bei mir. Und meine erste Frage – also es sind eigentlich mehrere, aber sie gehören alle inhaltlich zusammen – geht an sie.

Liebe Claudia: Kannst Du die Gebietsbetreuung ein bisschen vorstellen? Was sind eure Aufgabengebiete. Welche Projekte betreut ihr? Wie seid ihr auf die Idee mit den GrĂ€tzelheldinnen und -helden gekommen und worum geht’s da genau? Und als Zusatzfrage: Wie hat sich eure TĂ€tigkeit seit der Corona-Krise verĂ€ndert?

Claudia Schell
Ja, zuerst danke Brigitte, fĂŒr die Möglichkeit und die Einladung hier und das wir jetzt in dieser Form, auch den Podcast aufnehmen können.

Also die Gebietsbetreuung Stadterneuerung ist eine Serviceeinrichtung der Stadt Wien. Das heißt, wir bieten Information und Beratung zu Fragen des Wohnens, des Wohnumfelds, der Infrastruktur, der Stadterneuerung, aber ganz wichtig auch, des Gemeinwesens und des Zusammenlebens in der Stadt.

Das heißt, unser Team ist seit 2012 im 15. Bezirk tĂ€tig. Wir haben Block-Sanierungsgebiete initiiert. Impulse bezĂŒglich Schwendermarkt, der Reindorfgasse und Sparkassaplatz.

2018 haben wir versucht, verstÀrkt auf das Zusammenleben im GrÀtzel zu schauen und haben ein Stadtteil-PortrÀt angefertigt. (Claudia Schell, gb*)

Und 2018 haben wir versucht, verstĂ€rkt auf das Zusammenleben im GrĂ€tzel zu schauen und haben ein Stadtteil-PortrĂ€t angefertigt. Das heißt, wir haben eine Untersuchung gestartet, wo wir quasi die wahren Expert*innen vor Ort, also jene Menschen, die in dem Bezirk wohnen, arbeiten, leben und ganz viel den Stadtteil prĂ€gen. Mit ihnen zu sprechen und uns dann Stimmungsbilder abzuholen, die WĂŒnsche und BedĂŒrfnisse der Menschen, was lĂ€uft gut und was lĂ€uft nicht so gut. Dabei war es einfach ganz wichtig, auch die Vielfalt der Menschen aufzuzeigen, die ein Teil davon sind, dass dieser Stadtteil eben so gut funktioniert. Das war die Grundlage fĂŒr unsere Untersuchung.

Aufgrund dessen haben wir dann eben das Projekt der GrĂ€tzelheld*innen gestartet, weil wir gesehen haben, das ganz ganz viele tolle Menschen, egal ob ehrenamtlich oder nicht ehrenamtlich tĂ€tig sind und dazu beitragen, dass der Bezirk so gut funktioniert und das Miteinander. Das heißt, wir haben letztes Jahr dann einen Aufruf gestartet und haben nach GrĂ€tzelheld*innen gesucht, um das Engagement der Menschen und die Menschen aufzuzeigen, vorzustellen und die SolidaritĂ€t, die Gemeinschaft, die es vor Ort gibt, auch so zu unterstĂŒtzen. Das heißt: 20 Personen wurden nominiert. [00:06:40]

Genaueres zu den einzelnen Personen findet sich auch auf unserer Webseite unter GrÀtzelheld*innen bzw. www.gbstern.at Ah und genau, und vier dieser Heldinnen sind ja auch heute da.


Brigitte Neichl
Wir sind ja heute in unserem virtuellen Besprechungsraum nicht alleine. Es sind – wie Du ja schon angedeutet hast – auch drei weitere GrĂ€tzelheldinnen hier.

Frage 2 richtet sich jetzt an euch. Das ist einmal Margit Lausecker vom Fairplay Team 15 sowie Sylvia Kostenzer und Stefanie Lichtwitz von der AG Westbahnviertel. Und – eigentlich auch an mich selber geht die Frage, weil auch ich 2019 zur GrĂ€tzelheldin gekĂŒrt wurde, worĂŒber ich mich sehr gefreut habe.

Also jetzt an uns alle die Frage. Wer sind wir? Was treiben wir so hauptberuflich und ehrenamtlich im Dienste der Mitmenschen? Wie lange machen wir das schon? Und wie sieht unsere TÀtigkeit im Zeichen von Corona aus? Was geht da noch? Was musste verÀndert werden? Und was geht derzeit gar nicht?

Margit Lausecker
Ja hallo, liebe Brigitte und hallo liebe Alle! Danke fĂŒr die Einladung! Ich bin Margit und ich arbeite seit 2011 beim Verein Juvivo im 15. Bezirk bei Projekt Fairplayteam. [00:08:04]

Es geht um die Förderung des Miteinanders, um die Verbesserung des Zusammenlebens und vor allem im öffentlichen Raum. (Margit Lausecker, Fair Play Team 15)

Das Projekt ist ein Projekt der Stadt Wien und ist auch im Gemeinwesen orientierte Projekt. Es geht um die Förderung des Miteinanders, um die Verbesserung des Zusammenlebens und vor allem im öffentlichen Raum.

Im Rahmen von dieser Arbeit bin ich mit meinen Kolleginnen und Kollegen im 15. Bezirk unterwegs und wir sprechen mit den Menschen, die sich im öffentlichen Raum aufhalten, interessieren uns fĂŒr Ihre Anliegen und auch natĂŒrlich Probleme. Wir unterstĂŒtzen besonders jene, die besonders auf den öffentlichen Raum angewiesen sind und vermitteln auch bei unterschiedlichen Interessen und Konflikten, da wir auf die Leute zugehen, können wir direkt im öffentlichen Raum Infos zu allen persönlichen Problemlagen geben und ĂŒber unterschiedliche UnterstĂŒtzungsangebote aufklĂ€ren. Bei Bedarf bieten wir auch Beratung, aber auch Begleitung zu unterschiedlichen Einrichtungen an.

In Zeiten von Corona sind wir natĂŒrlich auch nach wie vor fĂŒr alle unsere Nutzer*innen, aber auch Vernetzungs- Partner*innen da, und zwar am Telefon, E-Mail und ĂŒber Social Media. Und darĂŒber hinaus, sind wir – wenn auch in sehr, sehr geringerem Ausmaß als ĂŒblich – noch immer im 15. Bezirk unterwegs.

Wir beschildern die Parks mit Informationen der Stadt Wien bezĂŒglich der Sicherheitsvorschriften und wir weisen hauptsĂ€chlich natĂŒrlich auf das Social Distancing hin und natĂŒrlich haben wir auch ein Ohr fĂŒr die Sorgen der Menschen. Ganz wichtig: Dabei achten natĂŒrlich auch wir auf das ganz, ganz lebenswichtige Social Distancing. 

Und was geht gerade gar nicht? Ja, Fair Play Teams gibt’s seit zehn Jahren in der Stadt Wien. Wir hĂ€tten heuer ein JubilĂ€umsjahr und wir waren am Planen von ganz ganz vielen Veranstaltungen und Aktionen im öffentlichen Raum fĂŒr die Menschen. Ob und wann wir die  durchfĂŒhren können, ist natĂŒrlich jetzt noch nicht absehbar.

Ja vielleicht kommen wir zu den beiden nÀchsten, Sylvia Kostenzer und Stefanie Lichtwitz von der AG Westbahnviertel. Wer möchte uns was erzÀhlen? Oder ihr beide, wer mag beginnen?

(Wir wollen) die Nachbarschaft einzuladen, aktiv einzuladen, den öffentlichen Raum auch als  ihren anzusehen und zu nutzen. Unser Projekt heißt „Nimm Platz!“. (Stefanie Lichtwitz & Sylvia Kostenzer, AG Westbahnviertel)

Stefanie Lichtwitz
Ja, ich beginne. Hallo Brigitte, hallo, liebe Alle! Danke fĂŒr die Einladung zum Podcast. Sehr spannendes Experiment. Auch meine erste ZOOM-Sitzung in der Form.

Ja, die Frage war, wer wir sind. Wir arbeiten beide als selbstĂ€ndige Kommunikationsdesignerinnen an, wir sind im GrĂ€tzel ansĂ€ssig. Wohnen hier schon seit ungefĂ€hr 20 Jahren TĂŒr an TĂŒr. Wir sind lustiger Weise gleichzeitig eingezogen.

Mich hat am Anfang sehr fasziniert die UrbanitĂ€t dieses Bahnhofsviertels. Das hat sich dann schlagartig geĂ€ndert, als ich Kinder bekommen habe. Da habe ich eigentlich gemerkt, wie eng und dicht bebaut das hier ist, was fĂŒr einen großen Bedarf an Freiraum es hier gibt.

Die Silvia und ich haben uns zusammen getan und haben eigentlich schon lĂ€nger nach Möglichkeiten gesucht, wie man hier irgendwie Freiraum schaffen könnte und haben eigentlich mit der Öffnung der Volksschule, die in das ehemalige BĂŒrogebĂ€ude der Post eingezogen ist – in der Gasgasse 6 –  hat sich plötzlich eine Möglichkeit aufgetan.

Volksschule Lerngemeinschaft 15 in der Gasgasse 6, Foto: B. Neichl (2020)

Da konnten wir mit UnterstĂŒtzung der Gebietsbetreuung eben, und vor allem dem Bezirksvorsteher Gerhard Zatlokal, war es möglich, in einem TeilstĂŒck – nĂ€mlich genau vor der Schule – einer Straße, zu einem Platz umzugestalten. Das war 2017. 

Ja, dieser Platz wird von der Schule ganz intensiv genutzt. Wir haben das GefĂŒhl, es ist sozusagen von den Anrainer*innen noch nicht wirklich angenommen. Es ist noch nicht so lebendig, es fehlt noch irgendetwas. Und da haben wir PlĂ€ne weiter zu tun. Das wird die Sylvia euch erzĂ€hlen.

Sylvia Kostenzer
Ja, ich sag jetzt auch mal „Hallo“ in die Runde, an alle und natĂŒrlich auch Brigitte. Danke fĂŒr die Einladung. Ja der Platz soll ja auch belebt werden. Es ist schön, ihn zu haben, aber noch schöner ist, wenn er auch aktiv genutzt wird, von vielen Bevölkerungsschichten. [00:12:00]

Und deswegen haben wir uns vorgenommen, mit einem neuen Projekt die Nachbarschaft eben einzuladen, aktiv einzuladen, den öffentlichen Raum auch als  ihren anzusehen und zu nutzen. Und unser Projekt soll heißen „Nimm Platz!“. Eine wirklich offene Einladung an alle und wir wollen das gerne mit kleineren Events begleiten und schauen, dass die Nachbarschaft sozusagen einen Ort hat, wo sie regelmĂ€ĂŸig auch im öffentlichen Raum zusammenkommen zusammen kommen kann. Z.B. so kleinere Konzerte, Kleidertauschparties, ein bisschen kochen gemeinsam. Ja, das schwebt uns vor.

NatĂŒrlich ist das jetzt in Zeiten von Corona, das ganze ein bisschen schwierig durchzufĂŒhren, weil gerade die Gemeinschaft sollen wir ja nicht leben. Deswegen werden wir es in erster Linie Mal versuchen, vorzubereiten und auf den sozialen Netzwerken einmal versuchen, die Nachbarschaft auch zu aktivieren bzw. zu erreichen und zu schauen, wo sind denn da unsere Menschen, wie können wir uns da vernetzen. Und wir haben uns vorgenommen, die Vorfreude vielleicht schon mal auf diese ZusammenkĂŒnfte dann zu schĂŒren. Weil ich denk, nach dieser Zeit, werden uns alle sehr freuen, Gemeinschaft wieder aktiv zu leben.

Interview Teil 1 Ende

Was tut sich im Bezirk / im Museum?

Maurizio
Da hast Du nicht zuviel versprochen, liebe Brigitte! Das ist wirklich toll zu hören, dass es im 15. Bezirk so viele kreative und engagierte Menschen gibt.

Brigitte
Und in dieser Krisenzeit hat sich auch gezeigt, dass es noch viel mehr GrĂ€tzelheldinnen und -helden gibt, die uneigennĂŒtzig und solidarisch anderen zur Seite stehen.

Dazu nur ein kleines Beispiel: In dem Haus, in dem ich wohne, haben zwei junge MĂ€nner – Raphael und Elias – einen Zettel im Aufzug angebracht. Sie bieten darin an, dass sie EinkĂ€ufe fĂŒr andere erledigen. Vielen Dank an dieser Stelle an Raphael und Elias und an die vielen anderen, die sich in dieser schwierigen Zeit um andere kĂŒmmern.

Maurizio
Dem schließe ich mich auch gerne an und danke auch an alle Ärztinnen und Ärzte, an die VerkĂ€uferinnen und VerkĂ€ufer in den LebensmittelgeschĂ€ften und an alle, die unser System derzeit am Laufen halten. [00:14:04]

Aber wieder zurĂŒck zu unserer Podcast-Folge. Veranstaltungen gibt’s ja bis auf weiteres keine im Museum, oder?

Veranstaltungstipp

Brigitte
Stimmt Maurizio! Die Bezirksmuseen sind bis auf Weiteres geschlossen, aber, wir haben trotzdem einen Veranstaltungstipp.

Maurizio
Wie das, liebe Brigitte?

Brigitte
Nun, Du weißt ja, dass wir uns als „erweitertes Museum“ verstehen und auch schon bisher sehr aktiv im virtuellen Raum – sprich in den sozialen Netzwerken und in unserem Blog – unterwegs waren.

Maurizio
Ja das stimmt, das kommt uns in dieser Zeit natĂŒrlich sicher zugute. [00:14:41]

Brigitte
Du sagst es, lieber Maurizio. Wir bieten die geplanten VortrÀge jetzt online an. Der erste fand bereits am 8.4. statt. Der zweite ist am 24. April.

Maurizio
Und wie können unsere Hörerinnen und Hörer da teilnehmen?

Brigitte
Die Veranstaltung findet ĂŒber ZOOM statt. Das ist ein virtueller Raum, in dem man die AusfĂŒhrungen der Vortragenden mitverfolgen und sich auch in einem Chat mit Fragen beteiligen kann.

Das Thema am 24.4. ist ĂŒbrigens „Wien zur Zeit Maria Theresias“ Und der Vortragende ist Anton Tantner.

Die Details zur Teilnahme finden Sie in unserem Blogartikel zu dieser Podcast-Folge. Und den Link dazu finden Sie in den Shownotes.

Maurizio
Die Podcast-Party findet ja auch online statt, stimmt’s Brigitte?

Brigitte Neichl
Ja genau! Die Infos dazu finden Sie ebenfalls im Blogartikel.

Maurizio
Was ist eigentlich mit unserer GrÀtzelkorrespondentin, liebe Brigitte? Sollte Karin nicht in dieser Episode ihren ersten Auftritt haben? [00:15:42]

GrÀtzelkorrespondentin Karin Elise Sturm berichtet

Karin
Ja, hier bin ich, lieber Maurizio! Ich freue mich trotz der widrigen UmstÀnde in eurem Bunde die Dritte zu sein.

Brigitte
Herzlich willkommen zu Deiner Podcast-Mitarbeits-Premiere, liebe Karin!

Maurizio
Hallo, Kollegin!

Brigitte
Karin, was gibt es zu berichten? Veranstaltungen werden es ja diesmal nicht sein, aber es tut sich doch einiges im GrÀtzel. Magst Du uns kurz davon erzÀhlen?

Karin
Ja sehr gerne, liebe Brigitte! Also ich freue mich erstens einmal, das muss ich  jetzt betonen. Ich freue mich sehr, dass ich bei eurem Podcast mitmachen darf.

Brigitte
Unser Podcast!

Karin
Unser Podcast, genau!

Als Reindorferin, die ich jetzt mittlerweile schon einige Jahre im 15. Bezirk wohne, habe ich natĂŒrlich viele Kontakte und freue mich, wenn ich jetzt hier auch im Podcast berichten kann, was sich alles Tolles abspielt bei uns im 15. Bezirk. Dass meine erste Podcast-Folge jetzt natĂŒrlich genau in die Corona-Krise fĂ€llt, ist merkwĂŒrdig, wĂŒrde jetzt einmal sagen. Ich soll hier ĂŒber Veranstaltungen berichten, zu einer Zeit, wo im ganzen Land und auf der halben Welt, Veranstaltungen ja eigentlich verboten sind. Aber im 15.Bezirk lassen sich viele der Lokal- und GeschĂ€ftebesitzer nicht so schnell aus der Fassung bringen und ĂŒber das möchte ich euch ein bisschen berichten. Was jetzt so im Krisenmodus sich im Reindorf und im 15. Bezirk trotzdem abspielt.

Heute im Speziellen möchte ich gerne ĂŒber die GasthĂ€user und Restaurants in unserem Bezirk reden.

Seit Anfang April gibt es ja so leichte Lockerungen der AusgangsbeschrĂ€nkungen fĂŒr GasthĂ€user. Das bedeutet, sie dĂŒrfen jetzt – mit sehr strikten Hygiene-Maßnahmen natĂŒrlich – kochen und ihr Essen auch – die meisten machen es ĂŒber so einen Tisch im Eingangsbereich – natĂŒrlich mit Mundschutz und kontaktlosem Bezahlen -dĂŒrfen Sie ihr Essen auch verkaufen.

Das tun jetzt hier im Reindorf das Viennas Vietnam am Schwendermarkt, das Dingelstedt, in der Dingelstedtgasse 3, das Gasthaus Quell in der Reindorfgasse – dort wird gekocht und das Essen wird aber dann ausgegeben im Eduard am Sparkassaplatz, dessen Essen man natĂŒrlich auch kaufen kann.

Ja und das Landkind am Schwendermarkt, der stellt seinen Tagesteller sogar zu.

Und ganz eine klasse Aktion: Das Schutzhaus zur Zukunft hat eine wirklich tolle Aktion laufen. Unter dem Motto „Ihr fĂŒr uns und wir fĂŒr euch“ bekommen Mitarbeiter*innen der Feuerwehr, der Polizei und der Rettungsdienste ihr Essen zu einem wirklich gĂŒnstigen Preis – also ich sag’s jetzt 6 €, das ist unglaublich – sogar geliefert. Pensionistinnen und Pensionisten dĂŒrfen an dieser Aktion auch teilnehmen und man kann sein Essen natĂŒrlich im Schutzhaus auch abholen.

Wo man auch sein Essen abholen kann, ist es Gasthaus Herzig in der Schanzstraße 14, dann beim Heidinger in der Selzergasse 38 oder auch im Restaurant Kent in der MĂ€rzstraße 39.

Sehr viele Restaurants bieten ihre Speisen also zum Abholen – teilweise auch geliefert – an. Ein Blick auf die Webseite von seinem Lieblingslokal – braucht man nur wirklich schnell googeln, und sieht sofort, ob das dabei ist oder nicht. [00:19:08]

Ja, mehr kann ich leider nicht im Moment berichten. Veranstaltungen gibt’s ja keine und ein Ende der Maßnahmen ist nicht in Sicht oder schon in Sicht, aber es ist immer noch immer nicht sicher, wie das weitergehen wird und es werden in nĂ€chster Zeit keine Veranstaltungen wirklich geplant werden können.

Die Balkon-Gartentage, die wÀren so schön wieder gewesen. Voriges Jahr haben die sehr viele Besucher und Besucherinnen auf den Schwendermarkt gelockt. Die mussten heuer leider ausfallen.

Ja, aber. Aufgeschoben ist nicht aufgehoben! Ich werde euch am Laufenden halten, sobald es mehr zu berichten gibt. Und nÀchstes Monat im Mai, wissen wir ja dann schon mehr, wie es mit dem Corona shutdown im 15. Bezirk weitergeht.

Brigitte
Ja herzlichen Dank an euch beide, liebe Karin, lieber Maurizio. Ich freue mich schon, wenn wir uns wieder live sehen können. Die nĂ€chste Folge, die am 24. April erscheint, werden wir wohl auch noch online gestalten mĂŒssen.

Maurizio
Ich danke auch, liebe Brigitte und bin natĂŒrlich gerne wieder dabei, ob live oder online.

Karin
Danke euch beiden fĂŒr die freundliche Aufnahme. Ich freue mich schon auf nĂ€chstes Mal und ich hoffe, dass ich bald von Veranstaltungen im GrĂ€tzel endlich berichten kann.

Brigitte
Ich habe zum Schluss noch eine kleine Überraschung fĂŒr euch – nicht abgesprochen, ganz spontan.

Karin
Oh was ist es, Brigitte?

Maurizio
Ja machs nicht immer so spannend, raus damit!

Brigitte
Gemach, gemach, mein Lieber

Also, ich habe von einer spannenden und witzigen Initiative eines Wiener Kreativkollektivs aus dem 15. Bezirk gehört. Michaela und Jimmy, so heißen die beiden, sammeln zurzeit QuarantĂ€negedichte,

Maurizio
Was sind denn QuarantÀnegedichte?

Brigitte
Das sind Reime, die jetzt im Zuge der Krise entstehen. Und die beiden sammeln diese Gedichte und bereiten sie auf und stellen sie dann auf ihrer Webseite. Die haben uns ein Audio geschickt. Hört mal zu!

Intro
QuarantÀnegedichte
Hallo, wir sind Michaela und Jimmy und wir freuen uns sehr, hier zu Gast sein zu dĂŒrfen. Wir wollen kurz unser Projekt vorstellen. Wir sammeln Gedichte in der QuarantĂ€nezeit. Genau, das Projekt heißt auch QuarantĂ€negedichte. Und wir freuen uns wahnsinnig ĂŒber Gedichte, die Menschen uns schicken. Wir lesen Sie dann auch vor und betten sie in kleine Videos ein, die man sich dann auf YouTube anschauen kann oder auf unserer Webseite. Genau! Und damit ihr euch vorstellen könnt, wie das ungefĂ€hr ausschauen könnte, haben wir euch ein paar Gedichte mitgebracht.

Ein Gedicht von Oma Elfi und Opa Rudi: Hoppala! Corona’s da!

Erlaub mir dass ich einen Scherz noch mache,
ich zieh mich langsam aus
in der Herklotzgasse.
aber ich kriege keinen Applaus,
denn alle sind zuhaus und liegen vor dem Glotzkastel.

Einhaus
Zweihaus
jeder sagt nur „Bleib z’aus!“
Dreihaus
Vierhaus
FĂŒnfhaus, keiner berĂŒhrt den TĂŒrknauf.

Sechshaus
Siebenhaus.
Haus! Haus! Haus!
Schauts wie’s Lauft!
Auch beim Hau-drauf-Klaus rauchts Hausrauch raus.

Maurizio
Das klingt ja witzig: Einhaus, Zweihaus …

Ah, das gefÀllt mir! Vielleicht schicke ich denen auch was!

Brigitte
Ja, alle Infos und Links findest Du liebe Karin und sie, liebe Zuhörerin, lieber Zuhörer natĂŒrlich, wie immer, in den Shownotes!

Ja, liebe Hörerinnen und Hörer, Rudolfsheim-FĂŒnfhaus hat viel zu bieten, machen wir was draus – gemeinsam!

Ich freue mich auf die nĂ€chsten spannenden 15 Minuten bei FĂŒnfzehn Minuten ĂŒber den FĂŒnfzehnten und verabschiede mich mit der anregende Musik von Nigora und der berauschenden Stimme von Michael Stark.

Auf Wiederhören!

Ich wĂŒnsche Ihnen einen wunderschönen Tag!

Ihre Brigitte Neichl.

Outro



Schau mal! Ich was Interessantes auf WIENfĂŒnfzehn entdeckt!

Hier unsere neuesten BlogbeitrĂ€ge zum Reinschmökern 😉

Jeden Montag finden Sie bei uns abwechselnd folgende Rubriken:

„Bild des Monats“
historische Schmankerln aus unserem Sammlungsbestand

„Bezirks(Museums)News & Oldies“
Neuigkeiten aus Gegenwart & Vergangenheit aus dem 15. Bezirk & dem Bezirksmuseum

„History & Crime“
Historische KriminalfÀlle auf dem Gebiet des heutigen 15. Bezirks um 1900.

„Zitat des Monats“
Aussagen berĂŒhmter Persönlichkeiten (aus dem 15. Bezirk) u.a. zu den Themen „Zeit“, „Geschichte“, „Vergangenheit“, etc.

Jeden Donnerstag erwarten Sie abwechselnd folgende BeitrÀge:

„FAQ15“ 
„Renovierte“ (refurbde) BeitrĂ€ge aus der Rubrik „Rubrik â€žFAQ15“

„Es war einmal“
Spannende Rudolfsheim-FĂŒnfhauser Vorort-Geschichte(n)

Kennen Sie schon unseren Podcast „FĂŒnfzehn Minuten ĂŒber den FĂŒnfzehnten“?

Seit Februar 2019 berichten wir ĂŒber interessante Menschen und Themen aus Rudolfsheim-FĂŒnfhaus.

Hören Sie doch mal rein 😉

#040 imgraetzl.at – UnterstĂŒtzung und Vernetzung FĂŒnfzehn Minuten ĂŒber den FĂŒnfzehnten

  1. #040 imgraetzl.at – UnterstĂŒtzung und Vernetzung
  2. #039 Vergangenheit und Zukunft in Rudolfsheim-FĂŒnfhaus
  3. #038 Darf's ein bisserl Crime sein?

Information – UnterstĂŒtzung – Events

Das Team des Bezirksmuseums Rudolfsheim-FĂŒnfhaus unterstĂŒtzt Menschen dabei, ihr Wissen ĂŒber die Geschichte des 15. Bezirks zu erweitern und sich ĂŒber kulturelle und gesellschaftspolitische Themen zu informieren.

Das Museum nimmt auch seine Aufgabe als Kultur-Drehscheibe des Bezirks wahr und fördert die Begegnung und Vernetzung der BewohnerInnen durch Veranstaltungen und auch durch den Kultur-Podcast „FĂŒnfzehn Minuten ĂŒber den FĂŒnfzehnten“ .

Der Eintritt ist frei. Alle MitarbeiterInnen sind ehrenamtlich tĂ€tig.

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Hier finden Sie unsere aktuellen Veranstaltungen.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Bezirksmuseum Rudolfsheim-FĂŒnfhaus
Rosinagasse 4
1150 Wien
Mail: office@bm15.at
Web: www.museum15.at

Öffnungszeiten
Mo: 17.00-19.00
Fr: 15.30-17.30
(an Feiertagen, schulfreien Tagen und im Juli & August geschlossen)

#viellosimmuseum
#WIENfĂŒnfzehn
#dasVeranstaltungsmuseum
#mansiehtsichimmuseum

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