đŸ”ȘEine Greisin im Schlaf abgeschlachtet: Der Raubmörder Anton Senekl (1902)

Aus unserer Rubrik „Wussten Sie, dass …“

Lesen Sie heute Teil 8 unserer neunteiligen Serie „Sex & Crime in Rudolfsheim (FĂŒnfhaus) Anno dazumal“ von Barbara BĂŒchner. Barbara BĂŒchner hat in Archiven recherchiert, dutzende Zeitungsartikel durchforstet und spektakulĂ€re FĂ€lle zusammengetragen, die sich auf dem Gebiet des heutigen 15. Bezirks zugetragen haben oder von Personen handeln, die im heutigen Rudolfsheim-FĂŒnfhaus wohnhaft oder beruflich (oder sonst wie) tĂ€tig waren. Verfolgen Sie mit uns den Raubmord des Anton Senekl an der greisen Trafikantin Wilhelmine JĂŒllich von Julienthal. Als Quelle dient u.a. die „Neue Freie Presse“ vom 23. Februar 1903.

Das Selbstmörderbankerl

Am frĂŒhen Morgen des 10. August 1902 patrouillierte der Sicherheitswachmann Johann Eckersdorfer im Prater, als er auf dem sogenannten „Selbstmörderbankerl“ einen verdĂ€chtigen Mann sitzen sah.

Das einsame Bankerl auf dem „SelbstmörderhĂŒgel“ im Prater, auf dem schon viele Verzweifelte ihrem Leben ein Ende gemacht hatten. Es spielte eine wichtige Rolle in der berĂŒhmten Novelle „Leutnant Gustl“ von Arthur Schnitzler. Illustration: Moritz Coschelli. Bild: WikiMedia, gemeinfrei.

Der Beamte sprach der vermeintlich LebensmĂŒden an. Es folgte eine dramatische Szene, wie die „Neue Freie Presse“ am 23. Februar 1903 (Ausgabe der Gerichtsverhandlung) berichtet:

„Der Bursche leistete nun heftigen Widerstand und biss dabei den Wachmann in den Knöchel der rechten Hand, sodass Eckersdorfer vor Schmerz laut aufschrie.

Gleichzeitig suchte der Verhaftete ein dolchartiges Messer zu ziehen, das er unter dem Rock verborgen hatte. Doch der Wachmann umklammerte mit eiserner Faust die Hand des Burschen, bis (sein Kollege, Anm.) Inspektor Rosenzweig, der den Schrei gehört hatte, herbeigekommen war.

Noch ein zweiter Wachmann eilte zur Stelle, aber nur mit MĂŒhe konnte der Bursche ĂŒberwĂ€ltigt und auf das Polizei-Kommissariat Prater gebracht werden.“

„Neue Freie Presse“ am 23. Februar 1903

Transkript Ende

Wachmann höherer GebĂŒhr

Zu dem Zeitpunkt wusste Eckersdorfer noch nicht, dass er gerade einen großen Schritt zu seiner Beförderung gemacht hatte: Schon wenig spĂ€ter wurde er vom PolizeiprĂ€sidium außertourlich zum „Wachmann höherer GebĂŒhr“ befördert.

Der rabiate HĂ€ftling war nĂ€mlich der fieberhaft gesuchte Raubmörder Anton Senekl, (auch Schenekel oder Schoenekl, die Schreibweisen differieren), der kurz zuvor der greisen Trafikantin Wilhelmine JĂŒllich von Julienthal mit mehreren Messerstichen die Brust durchstoßen und den Hals beinahe zur GĂ€nze durchtrennt hatte, als sie friedlich schlafend in ihrem Bett lag. Die Beute hatte er bereits verjuxt, nur noch ein Dutzend Lotterielose und ein paar Schachteln Zigarren waren ihm geblieben 


Trafik

Der Name Trafik – den Begriff findet man bereits in einem Schreiben von Kaiser Joseph II., der 1784 das Tabakmonopol erließ – kommt von dem italienischen Wort traffico = Handel.Eine Trafik (Betonung auf der zweiten Silbe, Mehrzahl Trafiken) ist in Österreich eine Verkaufsstelle fĂŒr Tabakwaren, Zeitungen, Magazine, Schreibwaren, Post- und Ansichtskarten und andere Kleinwaren wie Fahrscheine fĂŒr stĂ€dtische Verkehrsmittel sowie den Fernreisezug Westbahn sowie Parkscheine fĂŒr Kurzparkzonen in Wien. Ebenso sind in vielen Trafiken ASFINAG-Vignetten zur Benutzung der Autobahnen und Schnellstraßen erhĂ€ltlich. Auch die inzwischen abgeschafften Stempelmarken durften in Trafiken verkauft werden. Nur wenige Trafiken verkaufen noch Briefmarken, seitdem die Post die Provisionen reduziert hat, die meisten fungieren aber zusĂ€tzlich als Lotto- und Totoannahmestellen, fĂŒr die ebenfalls eine Genehmigung der Monopolverwaltung notwendig ist. Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Tabaktrafik

In einem solchen Altwiener HĂ€uschen (im Bild die Ecke Grimmgasse – Oelweingasse) betrieb die alte Frau ihre bescheidene Tabaktrafik. Der winzige Laden stieß unmittelbar an eine ebenso kleine, ebenerdige Zimmer-KĂŒche-Wohnung.

Die Stadt ist erschĂŒttert

Der Raubmord hatte ganz Wien erschĂŒttert. Zahlreiche große Zeitungen wie die „Reichspost“, „Das interessante Blatt“, die „Arbeiter-Zeitung“, das „Vaterland“ und andere berichteten ausfĂŒhrlich ĂŒber die Entdeckung des Verbrechens, die Jagd nach dem Mörder, dessen gewalttĂ€tiges und reueloses Verhalten im GefĂ€ngnis, den Prozess, und schließlich die erschĂŒtternde Hinrichtung im Galgenhof des Wiener Landesgerichts. Dabei waren Opfer und TĂ€ter gleichermaßen „kleine Leute“, von denen zu ihren Lebzeiten wohl kaum jemand Notiz genommen hatte.

Die kleine Trafik in der Grimmgasse

Die 81jĂ€hrige Wilhelmine JĂŒllich von Julienthal, Waise eines Hauptmanns der k.k. Armee, brachte sich seit 47 Jahren kĂŒmmerlich mit dem Vertrieb von Tabakwaren und Lotterielosen in ihrer kleinen Trafik in der Grimmgasse 37 durch. TrafikantInnen waren grundsĂ€tzlich arme Leute: Trafiklizenzen wurden von Anfang an Kriegsinvaliden, Soldatenwitwen und schuldlos verarmten Beamten zu ihrer Versorgung zugestanden. Ihre bescheidenen Ersparnisse wurden der alten Frau zum VerhĂ€ngnis.

Das Opfer

Wilhelmine von JĂŒllich, die in bescheidenen, geordneten VerhĂ€ltnissen lebte, folgte Abend fĂŒr Abend derselben Routine:

Sie ließ zwischen 9 und Viertel zehn Uhr abends die Trafik durch die Bedienerin Barbara Weber sperren, zog sich in ihre Wohnung zurĂŒck, begab sich zu Bett und ließ sich dann von der Bedienerin allein in der Wohnung einschließen, wobei Frau Weber die SchlĂŒssel behielt, bis sie am nĂ€chsten Morgen Wohnung und Laden aufsperrte.

So war es auch am 8. August 1902. Als ihre Bedienerin am nĂ€chsten Morgen die Wohnung betrat, bot sich ihr ein grausiger Anblick: Die Wohnung war offensichtlich durchwĂŒhlt worden, das Opfer lag in einer Blutlache tot im zerwĂŒhlten Bett, den Hals fast zur GĂ€nze abgetrennt.

Der Fall der ermordeten Trafikantin Wilhelmine JĂŒllich von Julienthal, fand sogar Eingang in die „Wiener Kriminalchronik“, die Hofrat Max Edelbacher und der Leiter des Wiener Kriminalmuseums, Harald Seyrl, gemeinsam erstellten. Edition S, Verlag Österreich 1993, ISBN 3-7046-0421-6, Abdruck mit freundlicher Genehmigung der Autoren.

Die Arbeiterzeitung berichtet

RĂŒckblickend berichtet die Arbeiter-Zeitung vom 23. Februar 1903, die Anklageschrift zitierend, noch einmal von den nĂ€heren UmstĂ€nden der Tat:

Transkript Barbara BĂŒchner

Mord an der Schlafenden

„Die Erhebungen fĂŒhrten zu der begrĂŒndeten Annahme, dass sich der TĂ€ter abends in das Zimmer geschlichen, wahrscheinlich unter dem Bett verborgen gehalten, die im Bette liegende und schlafende JĂŒllich ĂŒberfallen und ermordet, verschiedene Sachen und Geld genommen habe und durch eines der Fenster, dessen einer FlĂŒgel in der FrĂŒh offenstehend gefunden wurde, hinausgestiegen war.

Die gerichtliche Obduktion der Leiche der Wilhelmine von JĂŒllich ergab, dass die Genannte fĂŒnf bedeutende Stichverletzungen erhalten hatte und an Verblutung gestorben ist. Zwei Stiche gingen mit gemeinsamer Eingangsöffnung tief durch die Gebilde des Halses, durch die hintere Rachenwand, die Hinterwand des Kehlkopfes und unter Durchtrennung verschiedener wichtiger BlutgefĂ€ĂŸe bis in die WirbelsĂ€ule.

Der Tod muss sehr schnell eingetreten sein. Sie musste im Schlaf ĂŒberfallen, mithin tĂŒckisch und meuchlerisch getötet worden sein. Die Ärzte stellten fest, dass sie trotz ihren hohen Alters noch relativ gut erhalten und recht gut genĂ€hrt war.

Aus der Wohnung und der Trafik waren, wie dies eine spĂ€tere Nachschau ergab, einige Pretiosen und Silbersachen, ein Zwicker der Ermordeten, sĂ€mtliche Brief- und Stempelmarken, eine Anzahl von in Kommission zum Verkauf gewesenen Losen, Zigarren, endlich eine schwarze Handtasche sowie Bargeld in verschiedenen MĂŒnzen geraubt worden.

Von dem TĂ€ter hatte man zuerst fast keine Spur. Der Abdruck eines offenbar rechten Fußes auf einem rot-wollenen Tuch und der Umstand, dass sich am Abend des 8. August ebenso wie an den vorhergegangenen Abenden ein junger Bursche gegenĂŒber der Trafik verdĂ€chtig benommen hatte waren die einzigen Anhaltspunkte fĂŒr eine Verfolgung in einer bestimmten Richtung.“


Arbeiter-Zeitung vom 23. Februar 1903

Transkript Ende

Arbeiter-Zeitung vom 23. Februar 1903 -Originaltext (ANNO)

Der TĂ€ter: Ein „verkommenes Subjekt“ oder „Opfer der Gesellschaft“?

Polizeifoto von Anton Senekl. Bild: „Wiener Kriminalchronik“, Edition S, Verlag Österreich 1993, ISBN 3-7046-0421-6, Abdruck mit freundlicher Genehmigung der Herausgeber Max Edelbacher und Harald Seyrl.

Der TĂ€ter wurde rasch gefasst, nachdem er das geraubte Geld innerhalb eines Tages und einer Nacht in Praterlokalen verjuxt hatte. Die „Arbeiter-Zeitung“ vom 23. Februar 1903 kommentiert im Prozessbericht:

„Arbeiter-Zeitung“ vom 23. Februar 1903

Als Gaffer zurĂŒck an den Tatort

Er wurde nicht nur eindeutig als der auffallend jugendlich wirkende Mann identifiziert, der sich mehrere Tage vor der Trafik herumgetrieben hatte und nach dem Mord unter den Gaffern am Tatort gesehen worden war. Objekte aus dem Besitz der Toten, wie deren horngerahmter „Zwicker“, wurden bei ihm gefunden. Der „HirschfĂ€nger“, mit dem er den Wachmann Johann Eckersdorfer bedrohte, erwies sich eindeutig als das Mordinstrument.

Die Tatwaffe: Ein HirschfÀnger

Bild: Fotograf Matthias Östling, Wikimedia, gemeinfrei.
Quelle: Wikipedia

Der HirschfÀnger oder das Seitengewehr des JÀgers ist eine rund 30 bis 40 cm lange Stichwaffe. Heute ist sie nur mehr als Zierde gebrÀuchlich. Historisch wurde der HirschfÀnger zum Abfangen des Hirsches genutzt.

Mit einem Stich von vorn in das Herz tötete der JĂ€ger das Tier, welches gestellt und/oder verwundet war. Von vielen Praktikern wird der HirschfĂ€nger in seiner klassischen Form abgelehnt: BemĂ€ngelt wird die zu schmale Klinge, die im Brustkorb, an Herz, Lunge und großen BlutgefĂ€ĂŸen zu wenig Verletzungspotential aufweist, um schnellstes Verenden des Tieres sicherzustellen.

Wohl zu Recht, denn der Raubmörder von der Grimmgasse 37 musste fĂŒnf (!) krĂ€ftige Stiche vollfĂŒhren, um eine schlafende alte Frau zu töten.

Ein rÀtselhaftes Ungeheuer

Was die Öffentlichkeit verblĂŒffte, war aber nicht nur die dumpfe StupiditĂ€t, mit der Senekl allen Beweisen zum Trotz Tage lang die Tat leugnete. Es war seine geradezu unmenschliche GefĂŒhllosigkeit, seine stĂ€ndige Bereitschaft zum Töten (im GefĂ€ngnis unternahm er einen Mordanschlag auf einen Justizwachebeamten und drohte einem Zellengenossen, „er werde dem noch die Gurgel rausbeißen“ – was man ihm offenbar durchaus zutraute, da dieser eiligst verlegt wurde). FĂŒr das „Publikum“ war er ein rĂ€tselhaftes Ungeheuer.

Das „Interessante Blatt“ berichtet in seiner Nummer 34 aus dem Jahr 1902:

Transkript Barbara BĂŒchner

Das GestÀndnis des Raubmörders von Rudolfsheim

Die Schreckenstat in Rudolfsheim, die in der Vorwoche so viel Staub aufgewirbelt, hatte ein besonderes Moment aufzuweisen. Die Polizei war des TĂ€ters habhaft geworden, aber Anton Senekl leugnete trotz der gravierendsten Schuldbeweise, die sich immer mehr und mehr gegen ihn hĂ€uften, mit seltener HartnĂ€ckigkeit alles. Es dauerte lange, bis er sich entschloss, ein volles, umfassendes GestĂ€ndnis abzulegen. All das Geheimnisvolle, das den Mord umgab, war damit gelĂŒftet.“

Das interessante Blatt, Nr. 34 / 1902

Transkript Ende

„Geheimnisvoll“ freilich war an dem ebenso brutalen wie simplen Raubmord rein gar nichts, auch nicht die Persönlichkeit des TĂ€ters. Im Steckbrief wird der zum Zeitpunkt der Tat 28-jĂ€hrige Anton Senekl beschrieben als: „Sehr jung wirkend, von kleiner Statur, das Gesicht ist fast bartlos. Er hat eine gelblich-braune Gesichtsfarbe, die Wangen sind etwas gerötet.“ Ein „Milchbubi“ also, aber mit einer langen Latte an Vorstrafen.

Der TĂ€ter & sein Lebensweg

Originalseite der Arbeiter-Zeitung mit Senekls Lebensweg.

Senekl wurde 1874 in Knezitz in MÀhren geboren. Seine Familie wird als anstÀndig beschrieben.

1892 kam er nach Wien-Rudolfsheim, wo er bei einem Messerschmied das Handwerk („Feilenhauer“) erlernte und die nĂ€chsten acht Jahre bei verschiedenen Messerschmieden und Schlossern im Dienst stand.

1900 wurde er zum ersten Mal verurteilt: Wegen eines Diebstahls bekam er einen Monat Kerker aufgebrummt.

Die nÀchste Strafe folgte im darauffolgenden Juli wegen desselben Delikts, diesmal fiel sie hÀrter aus: Sechs Monate Kerker.

Bald darauf wurde er in seiner Heimat Ratibor in Preußisch-Schlesien wegen eines Einbruchs verhaftet, brach jedoch am 12. Juli aus dem GefĂ€ngnis aus und flĂŒchtete unerkannt nach Wien, wo er am 21. Juli anlangte.

Hier begab er sich zu seiner Geliebten, der WĂ€scherin Ludmilla Lhotak, in deren kleiner Wohnung in der Eduard-Sueßgasse 26 in Rudolfsheim er sich versteckte. Bei sich hatte er 60 Mark in Gold, die er seinem Meister gestohlen hatte.

Eine nicht unbetrÀchtliche Summe, denn um 1900 kostete

  • 1 Kilo Schweinefleisch: 1 Mark, 50 Pfennig
  • 1 Kilo Butter: 1 Mark, 86 Pfennig
  • 1 Liter Milch: 20 Pfennig
  • 1 Kilo Roggenbrot: 23 Pfennig
  • 1 Kilo Zucker: 65 Pfennig
  • 1 Kilo Kaffee: 4 Mark, 15 Pfennig
  • 1 Liter Bier: 24 Pfennig
  • Einen tadellosen Herrenanzug konnte man, je nachdem, ob gebraucht oder neu, fĂŒr 10 bis 75 Mark erwerben.

Quelle: Geld und Kaufkraft ab 1871, Wikipedia

Wie die „Neue Freie Presse“ am 13. August 1902 berichtet, hatte der HĂ€ftling mit einem gefinkelten Trick verstanden, das gestohlene Geld ins GefĂ€ngnis zu schmuggeln und bei seiner Flucht mitzunehmen:

Transkript Barbara BĂŒchner

„Er verstand es, die gestohlenen GoldstĂŒcke ins GefĂ€ngnis mitzunehmen, trotz der strengen Leibesvisitation, der jeder HĂ€ftling unterzogen wird.

Von seinen frĂŒheren Inhaftierungen war ihm die Art einer solchen Untersuchung bekannt und er wusste, dass man das Geld in den Kleidern und in den Stiefeln sofort finden wĂŒrde. Deshalb klebte er sowohl die gestohlenen GoldstĂŒcke wie auch fĂŒnf weitere GoldstĂŒcke im Wert von 50 Mark außen an die Sohlen seiner Stiefel und ĂŒberzog die Sohlen sodann mit einer Pechschicht. Nachdem er mit diesen auf solche Art prĂ€parierten Schuhen mehrmals durch den Straßenkot gegangen war, hatten die Sohlen wieder ihr normales Aussehen, und man konnte nicht ahnen, dass an diesen Sohlen die gestohlenen GoldstĂŒcke befestigt waren.

Als er nach seiner Flucht in Wien eintraf, kaufte er sich hier von dem mitgebrachten Gelde Kleider, Stiefel und einen Hut. Außerdem kaufte er seiner Geliebten Ludmilla Lhotak goldene OhrgehĂ€nge und zwei SteckkĂ€mme. Auf diese Art war ein großer Teil des Geldes verausgabt.“

„Neue Freie Presse“ am 13. August 1902

Transkript Ende

Das Unheil nimmt seinen Lauf

Ludmilla freute sich zwar, ihn zu sehen, aber bleiben konnte Senekl nicht bei ihr, weil – so die Neue Freie Presse – „sowohl der Quartiergeber seiner Geliebten wie auch diese selbst in ihn drĂ€ngten, sich polizeilich zu melden. Er sagte, er kehre nach Ratibor zurĂŒck.“ Auf der Stelle legte er seine alten Lumpen wieder an, steckte den neuen Anzug in einen Handkoffer und ließ sich nicht mehr blicken. Den ebenfalls neu gekauften HirschfĂ€nger trug er bei sich. Ludmilla Lhotak ahnte Schlimmes, wie die „Neue Freie Presse“ am 12. August 1902 auf Seite 5 berichtet:

Transkript Barbara BĂŒchner

„ErwĂ€hnenswert ist der Umstand, dass die Geliebte des SeneklLudmilla Lhotak, als er ihr das dolchartige Messer zeigte, von großer Furcht erfasst wurde. Sie fragte ihn, warum er sich ein so großes Messer angeschafft habe, worauf Senekl meinte, er benötige es zu seinem persönlichen Schutz bei den Wanderungen durch einsame WĂ€lder seiner Heimat.

Nachdem er sich am 31.v. von seiner Geliebten entfernt hatte, Ă€ußerte diese Nachbarsleuten gegenĂŒber: „Wenn nur der Anton mit dem Messer nichts anstellt!““


„Neue Freie Presse“ am 12. August 1902, Seite 5

Transkript Ende

Ihre Vorahnungen trogen sie nicht. Wie Senekl spĂ€ter gestand, „gab ihm die Not den schrecklichen Plan ein, an der Greisin den Mord auszufĂŒhren.“

Transkript Die Neue Freie Presse vom 12. August 1902, Barbara BĂŒchner

„Er kannte das alte FrĂ€ulein von frĂŒher her, da er einmal in der Grimmgasse Nr. 22 gewohnt hatte, und wusste, dass die Trafikantin unverheiratet war. Es war ihm auch schon von frĂŒher her bekannt, dass FrĂ€ulein v. JĂŒllich des Nachts allein war, und er kombinierte, dass in der Trafik oder im Wohnzimmer Geld —- die Tageslosungen —- verwahrt sein mĂŒsse.“

Die Neue Freie Presse vom 12. August 1902

Transkript Ende

Das GestÀndnis

Senekl hatte nach seinem langen anfÀnglichen Leugnen ein GestÀndnis abgelegt, dieses dann widerrufen, doch von Neuem die Tat zugegeben.

Bei der Gerichtsverhandlung gestand er schließlich ausfĂŒhrlich den gesamten Tathergang. Am Abend des 8. August, so der Angeklagte, habe er die Trafik beobachtet, und in dem Augenblick, als die Bedienerin wegging, um Wasser zu holen, sei er durch die KĂŒche rasch ins Haus geschlichen und habe sich in dem kleinen Zimmer, das als Wohn- und Schlafzimmer diente, unter dem Bett versteckt. Dort lauerte er, wĂ€hrend die nichtsahnende Wilhelmine JĂŒllich wie gewohnt zu Bett ging.

Nachdem er die Schlafende mit dem HirschfĂ€nger getötet hatte, habe er sich die blutverschmierten HĂ€nde in der WaschschĂŒssel gewaschen, die Leiche zugedeckt, eine Kerze angezĂŒndet und in Kasten und Laden nach Geld und WertgegenstĂ€nden gesucht. Dabei fand er einiges, ĂŒbersah jedoch eine Zwanzig-Kronen-Note in der Kleidung der Ermordeten. Dann entfernte er sich ungesehen durch das ebenerdige Fenster.

Den Rest der Nacht verbrachte er bei Schmauserei, Tanz und galanten Abenteuern in diversen PratergaststĂ€tten, bis er auf dem „Selbstmörderbankerl“ landete, wo ihn der Wachmann entdeckte.

Ein Ungeheuer, so der allgemeine Tenor der Zeitschriften. Stumpfsinnig. Reuelos. Stupid. Brutal. Nur an einem war er interessiert: Im Kerker verlangte er „schamlos schreiend nach einem Weib“.

Allein die sozialdemokratische Arbeiter-Zeitung sah den Menschen Anton Senekl differenzierter:

Transkript Barbara BĂŒchner (AuszĂŒge aus der Arbeiter-Zeitung vom 23. Februar 1903 anlĂ€sslich der Gerichtsverhandlung)

„Diesem Menschen fehlte jedes moralische Bewusstsein ebenso wie einem anderen der Gesichts- oder der Gehörssinn. (
) Ein Wesen, taub fĂŒr alle Gesetze der Gemeinsamkeit, blind fĂŒr den Unterschied zwischen Leben und Nichtleben (
) Seine tierischen Funktionen waren allein der Sinn seines Lebens: Nahrung zu sich nehmen, schlafen und zeugen, das waren seine BedĂŒrfnisse. (
) Dass degenerierte Vorfahren, ein hilfloses Erziehungssystem, eine brutale Gesellschaftsordnung zu Tieren verkĂŒmmerte Menschen erzeugen, darĂŒber braucht nicht weiter geredet zu werden.“

Arbeiter-Zeitung vom 23. Februar 1903

Transkript Ende

Das Urteil: Die Todesstrafe

Dass der Prozess nur mit einem Todesurteil enden konnte, war vorauszusehen gewesen. Die Neue Freie Presse vom 24. April 1903 berichtet:

Transkript Barbara BĂŒchner

„Die Beratung der Geschworenen wĂ€hrte nur wenige Minuten (
) Die feige Grausamkeit der Tat, die offenkundige Verlogenheit des TĂ€ters und eine Reihe durchaus unsympathischer ZĂŒge der Persönlichkeit des Angeklagten hatten in gleicher Weise zu dem so rasch abgegebenen Todesurteil beigetragen.“

Neue Freie Presse vom 24. April 1903

Der Henker: Josef Lang

Auf Anton Szenekl wartete der Henker.

Das war Josef Lang (* 11. MĂ€rz 1855 in Simmering bei Wien; † 21. Februar 1925 ebenda), der letzte Scharfrichter Österreich-Ungarns. Er ĂŒbte dieses Amt von 1900 bis zum Ende der Monarchie 1918 aus und vollstreckte in dieser Zeit 39 Todesurteile.

In der Donaumonarchie war der WĂŒrgegalgen spĂ€testens seit 1870 das staatlich approbierte Hinrichtungsinstrument und kam bis zu ihrem Ende 1918 zum Einsatz.

Das HĂ€ngen wurde dabei an einem Richtpfahl vollzogen, an dem oben ein Seil an einem Haken befestigt war. Der Scharfrichter stand hinter dem Pfahl auf einem Podest. Bei der Hinrichtung brachten zwei Gehilfen den Todeskandidaten herbei, stellten ihn mit dem RĂŒcken an den Pfahl und hoben ihn empor.

In diesem Moment legte ihm der Scharfrichter die Schlinge um den Hals, gleichzeitig wurde der Delinquent dann von den Gehilfen an den Schultern ruckartig Richtung Boden gedrĂŒckt.

Der Tote blieb nach der Hinrichtung noch mindestens eine Stunde lang am Pflock hÀngen, dann wurde er obduziert und in einem namenlosen Grab bestattet.

Dass es auf dem Wiener Zentralfriedhof eine spezielle „Mörderecke“ gĂ€be, ist ein GerĂŒcht, die GrĂ€ber der Justifizierten wurden an verschiedenen, wenig besuchten Stellen zwischen alten GrĂ€bern angelegt, sofort zugeschĂŒttet und unkenntlich gemacht.

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Makaberes Fotoshooting: Der WĂŒrgegalgen in Aktion. Im Bild Mitte oben der Scharfrichter Josef Lang

Der Galgenhof im Landesgericht

Hinrichtungen fanden im so genannten „Leichenhof“ oder „Galgenhof“ des Wiener Landesgerichts statt; da seit 1873 keine öffentlichen Hinrichtungen mehr stattfinden durften.

Damals war es nĂ€mlich bei der Hinrichtung des Raubmörders Georg Ratkay bei der Spinnerin am Kreuz zu so widerlichen, „einem Volksfest Ă€hnlichen“ Ausschreitungen gekommen, dass eine Welle von Abscheu die Öffentlichkeit und auch den Kaiser ergriff und dieser die entsprechende Anordnung erließ. Den Galgenhof gibt es nicht mehr, er wurde verbaut.

Der WĂŒrgegalgen mit den eingeritzten Daten der jeweiligen Exekutionen steht heute im Wiener Kriminalmuseum. „PopulĂ€r“ wurde er durch den im Volk sehr beliebten Scharfrichter Josef Lang, der seinen Stolz darein setzte, dass bei ihm keine Exekution lĂ€nger als eine Minute dauern dĂŒrfte – was etwas heißen will, wenn man bedenkt, dass sein Kollege WohlschlĂ€ger bei der Exekution einer Juliane Hummel, die ihre Tochter ĂŒber Wochen hinweg zu Tode misshandelt hatte, 45 Minuten lang herummurkste.

Lang machte sich einen medizinischen Trick zunutze: Er verwendete ein sehr dĂŒnnes, weiches, mit Seife schlĂŒpfrig gemachtes Seil, das durch Druck auf die Gabelung der Halsschlagadern („Sinus-Carotis-Effekt“) eine schlagartige tiefe Bewusstlosigkeit herbeifĂŒhrte.

Erst in weiterer Folge trat durch die fortdauernde Unterbrechung der Blutzufuhr der Tod ein. Seine Methode, so erklĂ€rte er stolz, sei keineswegs schmerzhaft, sondern „erwecke angenehme GefĂŒhle“, was er in diversen Selbstversuchen festgestellt hatte.

Josef Lang war, nebstbei bemerkt, „Mitglied zahlreicher wohltĂ€tiger Gemeinschaften“, wie seine Witwe stolz auf dem Partezettel vermerken ließ.

Bild: WikiMedia

Exkurs Todesstrafe

Nach dem Untergang der Monarchie wurden mit Wirkung vom 3. April 1919 (Artikel 85 der Bundesverfassung) Hinrichtungen in strafrechtlichen Verfahren verboten. Bestehen blieb die Ă€ußerste Strafdrohung nur mehr im Kriegsrecht. Diesen Passus im Gesetz nutzte man 1933 zu einer WiedereinfĂŒhrung der Todesstrafe fĂŒr „Verbrechen gegen den Staat“, also gegen den politischen Gegner. Bis 1938 kam es zu 141 Todesurteile und 44 Hinrichtungen besonders in der Zeit des BĂŒrgerkriegs und des autoritĂ€ren StĂ€ndestaats. Auch nach dem Ende des dritten Reiches mit seinen Massenhinrichtungen (durch das Fallbeil) und dem Wiedererstehen der Republik blieb die Todesstrafe noch fĂŒnf Jahre lang in Gebrauch.

Letzte Hinrichtung: 1950

Als letzter ziviler Delinquent wurde am 24. MĂ€rz 1950 der Doppelmörder Johann Trnka gehĂ€ngt. Danach fanden keine Hinrichtungen mehr statt, allerdings dauerte es noch bis zum Jahr 1968 (!), ehe es nicht nur in der Praxis, sondern auch auf dem (Gesetzes-)Papier zur Totalabschaffung der Todesstrafe in Österreich kam und diese auch fĂŒr standrechtliche Verfahren (MilitĂ€rgerichte) aus der österreichischen Verfassung eliminiert wurde.

Erst 1968 kam es zur Totalabschaffung der Todesstrafe in Österreich

Das Ende des Raubmörders Anton Senekl

Doch zurĂŒck zum Raubmörder Anton Senekl. Über sein Ende berichtet die Neue Freie Presse am 24. April 1903:

Transkript Barbara BĂŒchner

„Die Entscheidung ĂŒber das Schicksal des Mörders Schöneckl (!)ist gefallen. Um 13.42 Uhr Mittags wurde Schöneckl das Todesurteil publiziert (bekannt gegeben, Anm.). Zwei Justizsoldaten brachten den Delinquenten in die Isolierzelle, wo sich unmittelbar darauf die Kommission, bestehend aus dem Ober-Landesgerichtsrat Baron Distler, Ober-Landesgerichtsrat GranichstĂ€dten und den LandesgerichtsrĂ€ten Faschingbauer und Pelorum einfand. Baron Distler teilte dem Delinquenten mit, dass der Kaiser von seinem Begnadigungsrecht keinen Gebrauch gemacht habe, und dass Schöneckl’s Hinrichtung morgen FrĂŒh um 7 Uhr erfolgen werde·“

Neue Freie Presse am 24. April 1903

Transkript Ende

Ein letzter Besuch der Geliebten

Senekl zeigte sich ungerĂŒhrt, lehnte auch jeden geistlichen Zuspruch ab und Ă€ußerte sich, es sei ihm lieber, gehenkt zu werden als zwanzig Jahre im Kerker zu verbringen. Nur eine einzige, flĂŒchtige GefĂŒhlsbewegung ergriff ihn, als er den Besuch seiner Geliebten Ludmilla Lhotka empfing. Nach seiner Verhaftung hatte er ihr einen Brief geschrieben, in dem er um ihren Besuch bat, und als sie von der bevorstehenden Hinrichtung erfuhr, fand sie sich um halb sechs Uhr frĂŒh im Landesgericht ein, um ihm diesen letzten Wunsch zu erfĂŒllen. Die Reichspost schildert das GesprĂ€ch:

Transkript Barbara BĂŒchner

„Senekl wurde gefragt, ob er sie sehen wolle, worauf er erwiderte: Ja, sie soll nur kommen. Die Lhotka wurde nun in die ArmesĂŒnderzelle gefĂŒhrt. Als Senekl seine Geliebte sah, ging er auf sie zu, reichte ihr die Hand und sagte: Es freut mich, dass du mich nicht verlassen hast! – Mit TrĂ€nen in den Augen erwiderte die Lhotka: Aber sowas Schreckliches! – Senekl sagte: Siegst, da lasst sich nix machen, aber schlecht schaust aus. Dann reichte er ihr wieder die Hand und bat sie: Schau aufÂŽs Kind! – Senekl wollte sie nun kĂŒssen, seine Geliebte trat aber rasch zurĂŒck und der Kerkermeister fĂŒhrte sie hinaus.“

Reichspost 1903

Transkript Ende

Über seine Hinrichtung berichtet die Reichspost am 26. April 1903.

Die Hinrichtung Senekls

Mit einem Schimpfwort auf den Lippen ist heute frĂŒh um 7 Uhr der Raubmörder Anton Senekl am Galgen gestorben, verstockt, reuelos bis zum letzten Moment. (
)

Senekl (von zwei GefangengenwĂ€rtern gefĂŒhrt, Anm.), der einen schwarzen Sakko-Anzug trug, hatte die Oberarme mit schwarzen Riemen, die Handgelenke mit einem Strick gefesselt. Das Gesicht war totenbleich, fast blĂ€ulich verfĂ€rbt, das Gesicht zu einer verzweiflungsvoll höhnenden Fratze verzerrt. Mit den unheimlich rollenden Augen musterte er rasch die Umstehenden.

Landesgerichtsrat Pokorny sagte als Exekutionsleiter mit einer Handbewegung zu dem Scharfrichter: „Walten Sie Ihres Amtes!“ In diesem Moment hatten auch schon zwei Gehilfen den Delinquenten bei den FĂŒĂŸen und am Oberkörper gepackt und am Galgen in die Höhe gehoben. Scharfrichter Lang war die Stufen hinter dem Galgen emporgestiegen, um dem Delinquenten die Laufschlinge um den Hals zu legen, da rief Senekl mit ziemlich gut vernehmbarer, dumpfer Stimme: „LecktÂŽs mi 
.“


Reichspost, 26. April 1903.

Transkript Ende


meine meinung

Heute nennen wir einen solchen Verbrecher einen Soziopathen – ein kluges Wort, aber keine ErklĂ€rung. Die „Arbeiterzeitung“ kommentierte damals seine letzten Worte: „Mit einer GebĂ€rde des Hohnes und der GleichgĂŒltigkeit hat Senekl von der menschlichen Gesellschaft Abschied genommen. Die Gesellschaft hat ihm auch niemals ein anderes zugekehrt!“ HĂ€tte der moderne Strafvollzug ihn bessern können? Oder hĂ€tte er auch den Psychiatern und Sozialarbeitern nur gesagt: „LecktÂŽs mi
.“? Wir wissen es nicht.


VerfĂŒgen Sie ĂŒber weitere Informationen zu Anton Senekl, Ludmilla Lhotka oder Wilhelmine JĂŒllich von Julienthal? Dann freuen wir uns, wenn Sie uns diese zukommen lassen! Kontakt: office@bm15.at

Video zum Beitrag

Quellen:

  • ANNO
  • Wiener Kriminalchronik, Edition S, Verlag Österreich 1993, ISBN 3-7046-0421-6
  • Harald Seyrl (Hrsg.): Die Erinnerungen des österreichischen Scharfrichters. Erweiterte, kommentierte und illustrierte Neuauflage der im Jahre 1920 erschienenen Lebenserinnerungen des k.k. Scharfrichters Josef Lang. Edition Seyrl, Wien 1996, ISBN 3-901697-02-0.
  • Wikipedia

Teil 9 – den letzten unserer Serie „Sex & Crime in Rudolfsheim (FĂŒnfhaus) Anno dazumal“ können Sie am 18.03.2019 hier auf unserem Blog lesen.

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Vorbestellung neue BroschĂŒre „Sex & Crime in Rudolfsheim (FĂŒnfhaus) anno dazumal“ HIER (klick)


Hier finden Sie alle Artikel unserer Serie „Sex & Crime in Rudolfsheim“

Teil 1: Die Verhaftung des Einbrecherkönigs Johann Breitwieser (1918)
Teil 2: Die HyĂ€ne der Armen – Der Kinder-BetrĂŒger Georg Prödinger (1905)
Teil 3: Von einer Greisin erstochen – Das Ende des „Revolvergustl“ (1928)
Teil 4: Der Gattinnenmörder Anton Karner – Eifersucht in der Enge der Proletarierwohnung (1913)
Teil 5: MotorfĂŒhrer Johann PrĂŒgl als DienstmĂ€dchenmörder (1905)
Teil 6: Der Raubmörder und der tapfere Wirt (1920)
Teil 7: „Noch 48 Stunden, dann hol ich ihn mir, den Hager“ (1911)
Teil 8: Eine Greisin im Schlaf abgeschlachtet: Der Raubmörder Anton Senekl (1902)
Teil 9: Raubmord an einem Kind – Der Fall Rudolf Kremser (1914)


Sie haben noch nicht genug von „Sex & Crime in Rudolfsheim“?
In unserer BroschĂŒre „Blut im Beisl. Historische KriminalfĂ€lle in GasthĂ€usern des 15. Bezirks um 1900“ können Sie weiterschmökern.

Den neuesten Blogartikel finden Sie hier!

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Unsere nÀchste Veranstaltung

Wie könnte Wien ohne parkende Autos aussehen?

Auswirkungen des autonomen Fahrens auf das Stadtbild

Eine Vision von & mit Dipl.-Arch. ETH Oliver Bertram Dass das autonome Fahren Einzug halten wird, gilt heute weitestgehend als unbestritten. Weltweit investieren Regierungen Milliarden in die Förderung dieser Technologien. Was aber hat diese Innovation fĂŒr Auswirkungen auf das Stadtbild und wie können die BĂŒrgerInnen davon nachhaltig profitieren?

Zum Vortragenden: Oliver Bertram ist Architekt und GrĂŒnder der Wiener Firma Wideshot Design, die sich als Kreativlabor zwischen Architekur, Interior Design und Gestaltung fĂŒr Film und Computerspiele versteht.

Freitag, 22. Februar 2019 von 17:30 – 19:00 Uhr

Bezirksmuseum Rudolfsheim-FĂŒnfhaus
Rosinagasse 4, 1150 Wien

Eintritt frei!Hier gibts weitere Infos.

Ich melde mich zum Vortrag an!

#viellosimmuseum
#dasVeranstaltungsmuseum

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Hier können Sie die frĂŒheren Artikel der Rubrik „Wussten Sie, dass“ nachlesen. In unserer Rubrik „Wussten Sie, dass …“ berichten wir 1x pro Monat jeweils am dritten Montag des Monats ĂŒber Interessantes & Ungewöhnliches aus der Geschichte des 15. Bezirks. Weitere Themen – ebenfalls an Montagen – sind das „Bild des Monats“ (historische Schmankerln aus unserem Sammlungsbestand), die „Bezirks(Museums)News“ (Neuigkeiten aus dem 15. Bezirk & dem Bezirksmuseum) und das „Zitat des Monats“ (Aussagen berĂŒhmter Persönlichkeiten zu den Themen „Zeit“, „Geschichte“, „Vergangenheit“, etc.

3 Kommentare zu „đŸ”ȘEine Greisin im Schlaf abgeschlachtet: Der Raubmörder Anton Senekl (1902)

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