(…) überflüssig Mehreres über seine Fabrikate zu erwähnen

Wie gewohnt finden Sie hier am 4. Montag des Monats das „Zitat des Monats“. Diesmal geht es um einen Satz aus einer Anzeige von Karl Demuth (1785-1853), die – gelinde gesagt – von hohem Selbstbewusstsein über dessen Arbeit und Produkte zeugt 😉

Zitat des Monats

Unser Zitat des Monats stammt diesmal von Carl Demuth.

Zitat des Monats Juli 2021

Da die Fabrik des Unterzeichneten sowohl im In= als Auslande wegen ihrer soliden Arbeit und Billigkeit, als auch nicht unbedeutenden Versendungen allgemein bekannt ist, so findet es der Unterzeichnete für überflüssig Mehreres über seine Fabrikate zu erwähnen. (Carl Demuth, 1830)

Carl Demuth (1785-1853)

Der Lampenerzeuger, Spenglermeister und „Blechwaaren-Fabrikant“ Carl Demuth wurde 1785 geboren und wohnte jedenfalls ab 1818 in Fünfhaus 114 (=Sechshauser Straße 32).

Am 4. November 1836 wurde Demuth ein Privileg auf Verbesserung des Leuchtgases verliehen.

Demuth trat das Privileg auf Verbesserung des Leuchtgases in der Folge an die von Theodor Friedrich Hené im Jahr 1839 gegründete Gesellschaft zur Beleuchtung mit k. k. ausschließlich privat verbessertem Gas ab.

1837-12-31 Brünner Zeitung der k.k. priv. mähr. Lehenbank, ANNO

Mehr zur Geschichte der Gaserzeugung finden Sie hier.

Ab 1837 war Demuth auch kurzzeitig Besitzer des Tivoli. Das Tivoli war ein berühmtes Vergnügungsetablissement im ehemaligen Wiener Vorort Obermeidling. Es lag zwischen den heutigen Straßenzügen der HohenbergstraßeTivoligasse und Grünbergstraße, nunmehr im 12. Bezirk Meidling.

Dieses Bild hat ein leeres alt-Attribut; sein Dateiname ist tivoli-bereich.jpg.
In diesem Bereich befand sich das Vergnügungsetablissement Tivoli,
Plan wien.gv.at

Das „Zitat des Monats“ stammt aus einer Anzeige, die Carl Demuth 1830 in der Wiener Zeitung schaltete. Es ging darin um „englische Bronze=Metall=Lampen“, die er „nebst allen blanken und lackirten Blechwaaren, ein schönes Sortiment von englischen und argandischen (1) Lampen nach den neuesten englischen und französischen Mustern“ anbietet.

(1) Argandische Lampe: Dieses Modell der Öllampe wurde im Jahr 1780 vom Schweizer Ami Argand (eigentl. eigentl. François-Pierre-Amédée Argand) (1750-1803) erfunden und ermöglichte ein saubereres Verbrennen des Brennstoffes. Quelle: WienGeschichteWiki

Karl Demuth„gewesener Hauseigenthümer in Fünfhaus Nr. 144“ – starb am 26.3.1853.

Mehr zu Carl Demuth und die Zeit um 1828 auf dem Gebiet des heutigen 15. Bezirks, erfahren Sie hier.

In diesem Sinne lassen Sie uns nach dem Vorbild von Karl Demuth Folgendes sagen (natürlich nicht ganz ernst gemeint):

Da der Blog der Unterzeichnenden sowohl im In= als Auslande wegen seiner soliden Arbeit und Erkenntnisvermehrung, als auch nicht unbedeutenden Seitenaufrufen allgemein bekannt ist, so findet es die Unterzeichnende für überflüssig, Mehreres über ihre Blogartikel zu erwähnen. Qualität spricht für sich.

Damit genug für heute:
Gehaben Sie sich wohl!
Ihre Brigitte Neichl

Verstand, Herz und gute Laune

Der Untertitel unseres Blogs lautet „DER KulturBlog aus Wien Rudolfsheim-Fünfhaus für Verstand, Herz und gute Laune, bei dem es um Menschen & Themen aus dem 15. Wiener Gemeindebezirk in Vergangenheit und Gegenwart geht.“

Den Zusatz „für Verstand, Herz und gute Laune“ gibt es seit 27.6.2021. Er ist eine Hommage an die Zeitschrift „Oesterreichisches Bürgerblatt für Verstand, Herz und gute Laune“, die von 1819-1857 (vom 6.1.1819-1819-29.7.1835 unter diesem Titel, dann in Variationen) im Verlag Friedrich Eurich erschien.

Wir identifizieren uns nicht mit der Ausrichtung dieser Zeitschrift. Diese drei Worte haben uns aber angesprochen, weil sie sehr anschaulich das ausdrücken, wofür wir stehen und weil die Kombination einfach genial ist 😉

Wir sind ständig bestrebt, unser Wissen über die Geschichte des 15. Bezirks zu erweitern und möchten diese Erkenntnisse auch an Sie als Leserinnen und Leser dieses Blogs weitergeben (Verstand) und wir berichten hauptsächlich über jene Menschen, die sonst keine Stimme hatten, wir möchten sie und ihr Leben sichtbar machen (Herz). Aber selbstverständlich soll auch der Humor nicht kurz kommen, denn er erleichtert das Leben und auf diesem Wege lässt sich auch sehr viel an Wissen transportieren (gute Laune).

Liebe Leserin, lieber Leser!

Ihnen fehlt etwas? Sie haben weiterführende Informationen?
Dann schreiben Sie doch einfach einen Kommentar. Nützliche Inhalte mit Quellenangabe bauen wir – mit Verweis auf Ihren Kommentar – gerne noch in den Text ein. Alternativ können Sie uns auch ein Mail an office@bm15.at schicken!

Oder wie es Anton Ziegler 1828 (*) so schön ausgedrückt hat:

Jede Belehrung und Berichtigung, welche in Beziehung auf größere Vervollkommnung und Gemeinnutzmachung dieser Herausgabe beabsichtigt ist, wird mit dem ausgezeichnetsten Danke empfangen.

(*) Wiens nächste Umgebungen an den Linien, herausgegeben von Anton Ziegler und Carl Graf Vasquez, Wien 1827-1828

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