🎧 Gesund im GrĂ€tzel

Community Nurses beraten und unterstĂŒtzen

Episode #060

In dieser Folge von „FĂŒnfzehn Minuten ĂŒber den FĂŒnfzehnten“ spricht Brigitte Neichl mit dem diplomierten Gesundheits- und Krankenpfleger RenĂ© Jokl. Herr Jokl ist Community Nurse in den Wiener Pflege- und Betreuungsdiensten, einem Tochterunternehmen des Fonds Soziales Wien.

Community Nursing – von engl. to nurse = pflegen – ist ein EU-gefördertes Pilotprojekt in Wien, das in den Bezirken 3, 11, 20, 21 und auch bei uns im 15. Bezirk umgesetzt wird – vorerst bis 2024. 

Dabei geht es darum, dass Ă€ltere Menschen und ihre Angehörigen durch sogenannte Community Nurses unterstĂŒtzt werden, die sich in Gesundheitsfragen bestens auskennen.

Das Angebot ist kostenlos und direkt in der NĂ€he des Wohnumfeldes verfĂŒgbar. Zu Gast ist auch Christine Urban, eine Nutznießerin des Projekts. Sie erzĂ€hlt, wie sie von Community Nursing erfahren hat und welche UnterstĂŒtzung sie schon erhalten habt.

Mit dabei sind auch die GrĂ€tzelkorrespondentinnen Karin Elise Sturm „Southy“ und Karin Martiny „Nordy“, die diesmal beide vom Tag der Bezirksmuseen berichten.
Co-Moderator dieser Folge ist Maurizio Giorgi.


Die Podcast-Episode zum Artikel

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#060 Gesund im GrÀtzel


INHALT


Transkript der Podcast-Episode

Transkript der Podcast-Episode:

Intro


Brigitte Neichl
Das war ein Sonntag!

Maurizio Giorgi
Meinst Du den 12.3., den Tag der Bezirksmuseen?

Brigitte Neichl
Ja genau, den meine ich. War ganz schön anstrengend, aber auch wunderschön. Viele Besucher:innen, viel Zuspruch zu unserer neuen Sonderausstellung „Bildung in Rudolfsheim-FĂŒnfhaus – einst und jetzt“.

Maurizio Giorgi
Das fand ich auch. Herausfordernd, aber auch sehr erfreulich. Das Wetter hat ja gepasst, die Ausstellung ist gut angekommen, und es war auch schön, so viele Kolleg:innen zu treffen. Denn sonst sind ja nicht immer alle im Museum. Viel wird ja auch zu Hause am Computer erledigt.

Brigitte Neichl
So ist es. Jetzt sind die Anstrengungen der letzten Wochen vorbei und wir können uns wieder anderen Themen zuwenden.

Maurizio Giorgi
Z.b. der heutigen Podcast-Folge. Wen hast Du denn diesmal befragt, liebe Brigitte?

Brigitte Neichl
Diesmal war René Jokl von Community Nursing bei mir.

Maurizio Giorgi
Community Nursing was ist das?

Brigitte Neichl
Dabei geht es – kurz gesagt – um Beratung und UnterstĂŒtzung im Bereich Gesundheit. Mehr erfĂ€hrst Du und auch Sie liebe Hörerin, lieber Hörer gleich im Interview.

Maurizio Giorgi
Na dann wollen wir doch keine Zeit verlieren. Legen wir los!

Brigitte Neichl
Aber sicher, lieber Maurizio! Zuerst begrĂŒĂŸe ich noch, wie ĂŒblich, unsere Hörerinnen und Hörer.

BegrĂŒĂŸung


Brigitte Neichl
Hallo und herzlich willkommen zur 60. Folge von 2x FĂŒnfzehn Minuten ĂŒber den FĂŒnfzehnten. Mein Name ist Brigitte Neichl.

Warum wir inzwischen bei 2x 15 Minuten gelandet sind, erfahren Sie ĂŒbrigens in der Folge 47. Im Folgenden bleiben wir aber einfachheitshalber bei der gewohnten Bezeichnung FĂŒnfzehn Minuten ĂŒber den FĂŒnfzehnten.

Dieser Podcast wird Ihnen prĂ€sentiert vom Bezirksmuseum Rudolfsheim-FĂŒnfhaus, dem Veranstaltungs-Museum im Herzen des 15. Bezirks. Das Museum bietet Ausstellungen, Veranstaltungen und Events fĂŒr Erwachsene und Kinder und diesen Podcast.

Mehr dazu finden Sie auf www.museum15.at

Maurizio Giorgi
Und jetzt …

Brigitte Neichl
… gehts`s los! [00:02:54]

Interview mit René Jokl von Community Nursing


Brigitte Neichl
Ich spreche heute mit dem diplomierten Gesundheits- und Krankenpfleger René Jokl. Herr Jokl ist Community Nurse in den Wiener Pflege- und Betreuungsdiensten, einem Tochterunternehmen des Fonds Soziales Wien. Er hat heute auch einen besonderen Gast dabei. Dazu spÀter noch mehr.

Community Nursing von Englisch: to nurse = pflegen, ist ein EU-gefördertes Pilotprojekt in Wien, das in den Bezirken 3, 11, 20, 21 und auch bei uns im 15. Bezirk umgesetzt wird – vorerst bis 2024.

Dabei geht es darum, dass Ă€ltere Menschen und ihre Angehörigen durch sogenannte Community Nurses unterstĂŒtzt werden, die sich in Gesundheitsfragen bestens auskennen.

Das Angebot ist kostenlos und direkt in der NĂ€he des Wohnumfeldes verfĂŒgbar.

Lieber Herr Jokl, vielen Dank, dass Sie heute zu uns ins Museum gekommen sind und uns mehr ĂŒber dieses Gesundheitsprojekt erzĂ€hlen.

René Jokl
Danke fĂŒr die Einladung!

Fragenteil 1Das Projekt Community Nursing

Brigitte Neichl
Kommen wir zum ersten Fragenteil. Ich habe ja schon ein wenig ĂŒber das Projekt erzĂ€hlt. Können Sie uns vielleicht noch mal genauer erklĂ€ren, was der Unterschied zu anderen Ă€hnlichen Sozialprojekten ist und auch wie man Sie erreichen kann?

René Jokl
Dann möchte ich mit der Erreichbarkeit anfangen. Wir sind niederschwellig erreichbar. Das heißt, wenn jemand unsere Telefonnummer wĂ€hlt, spricht er direkt mit einer diplomierten Person. Sprich – im 15. Bezirk entweder mit mir – RenĂ© Jokl oder dem Herrn Karl Gratschmeier. Der Unterschied ist, der Grundgedanke der PrĂ€vention und der Gesundheitsförderung. Der Mensch soll im Mittelpunkt stehen.



Wir bieten an Workshops, wir bieten an Beratung und wir bieten an prÀventive Hausbesuche. Bei den prÀventiven Hausbesuchen klÀren wir ganz genau ab, wo sind z.b. Stolperfallen in der Wohnung, ja. Welche Hilfsmittel könnte sich der Kunde zum Beispiel verordnen auch lassen.

Und wenn jemand sagt, da bin ich ĂŒberfordert. sagen wir nicht nur, das wĂ€re nötig, sondern wir holen den Menschen dort ab und begleiten ihn auch dorthin. Im Konkreten: Wenn ich jetzt sage, ich bin einsam, wĂŒrden wir als Community Nurse in Menschen auch dorthin begleiten, in ein Tageszentrum oder in einen Seniorenclub. [00:05:28]

Fragenteil 2: Projekt im GrĂ€tzel

Brigitte Neichl
Kommen wir zum zweiten Fragenteil: Community Nursing ist ja – wie bereits erwĂ€hnt – ein Pilotprojekt. Und wenn wir jetzt von Rudolfsheim-FĂŒnfhaus sprechen, auch nur in einem Teil des 15. Bezirks verfĂŒgbar. Wo genau ist dieses Pilotprojekt und welche Erfahrungen haben Sie bis jetzt schon damit gesammelt?

René Jokl
Wir sind nur in einem GrĂ€tzel, das ist richtig, im 15. Bezirk verfĂŒgbar bei den Hausbesuchen. wir bieten aber im Bezirk Sprechstunden an, wo jeder kommen kann, auch wenn er nicht in unserem GrĂ€tzel liegt.

Brigitte Neichl
Wo ist dieses GrÀtzel genau?

René Jokl
Das GrĂ€tzel befindet sich – wenn wir uns jetzt die Karte vom 15. Bezirk anschauen wĂŒrden –  unterhalb vom Bahnhof, ja, bis runter zur Wienzeile und in den Westen hinein bis zum Technischen Museum und auf der anderen Seite bis zum GĂŒrtel. Es sind noch Teile vom Henriettenplatz. Der Henriettenplatz ist z.b. nicht dabei.

Brigitte Neichl
Aber das kann sich ja erfragen oder wir können das in die Shownotes schreiben, wo genau dieses GrĂ€tzel und die Webseite natĂŒrlich verlinken.

René Jokl
Und wenn auch ein Kunde anruft, zum Beispiel, habe ich eine Liste von StraßenzĂŒgen, um gleich abklĂ€ren zu können, können wir dort einen prĂ€ventiven Hausbesuch machen oder ist es besser, wenn der Mensch zur Sprechstunde kommt.

Brigitte Neichl
Und in der Sprechstunde ist es auch so, dass sie dann behilflich sind bei den Wegen oder ist da mehr Beratung?

René Jokl
Wenn jemand zur Sprechstunde kommt, kann ich soweit beraten und informieren. Und wenn dann der Mensch sagt, er braucht er noch weitere Hilfe, werden wir schauen, welche Mittel noch zur VerfĂŒgung stehen. Seitens der Community Nurse findet aber die Begleitung nur innerhalb des GrĂ€tzels statt.

Fragenteil 3: Christine Urban

Brigitte Neichl
Sie haben ja heute einen Gast mitgebracht – habe ich ja schon angekĂŒndigt. Es ist Frau Christine Urban, herzlich willkommen!

Christine Urban
GrĂŒĂŸ Gott!

Brigitte Neichl
Sie sind sozusagen eine Nutznießer dieses Projekts und im 15. Bezirk zu Hause. Möchten Sie uns erzĂ€hlen, wie sie von diesem Community Nursing erfahren haben und welche UnterstĂŒtzung Sie schon erhalten haben?

Christine Urban
Ja, und zwar ist Folgendes: Ich besuche regelmĂ€ĂŸig den Pensionistenclub Rauchfangkehrergasse und da bin ich aufmerksam geworden, weil Flyer gelegen sind von den Community Nurses und auch im Programm, Monatsprogramm ist gestanden, dass Workshops stattfinden oder eben Sprechstunden. Und da war ich eigentlich sehr aufmerksam und habe gedacht, das ist eigentlich fĂŒr uns ganz praktisch.

„FĂŒr uns“, damit meine ich die Ă€ltere Generation, weil wir sehr viel Anliegen haben und doch nicht sehr viel wissen, was wir fĂŒr Möglichkeiten haben. Und da war ich natĂŒrlich sehr froh mit der Beratung vor Ort.

Brigitte Neichl
Haben Sie angerufen?

Christine Urban
Nein vor Ort im Pensionistenclub direkt.

Brigitte Neichl
Dort sind Sie hingegangen?

Christine Urban
In der Sprechstunde. Dort ist die Sprechstunde. Die Sprechstunde ist im Club, ja, regelmĂ€ĂŸig am Dienstag. Und Donnerstag einmal im Monat gibt es einen Workshop mit verschiedenen Themen. Zum Beispiel zum Pflegegeldantrag. Und da habe ich gleich einen ganz großen Vorteil davon gehabt, weil ich hatte zwar schon Pflegegeld, aber ich habe um eine Erhöhung angesucht. Dann musste ich vier Monate warten – mir ist das komisch vorgekommen und hab mir gedacht „Das kann es aber nicht sein, was ist los?“

Aber man hat telefoniert und gefragt. Vier Monate danach ist wirklich der Antrag bewilligt zurĂŒckgekommen, muss ich sagen. Und da hat dann der Herr RenĂ© Jokl, wie viel Stunden mir fĂŒr was verrechnet ist, weil das ist natĂŒrlich nicht auf dem Bescheid drauf gestanden. Auf dem Bescheid stand zwar wohl die PflegetĂ€tigkeit, die ich benötige, aber wie es dann zu dem Endergebnis kommt, wusste ich nicht. Da wurde ich auch gut beraten. Also das ist fĂŒr mich Neuland gewesen. Und somit kann bei jedem Workshop kann man viel lernen, sozusagen, weil die total unterschiedlich sind.

Brigitte Neichl
Also Sie sind sehr zufrieden damit?

Christine Urban
Sehr zufrieden mit der Auskunft, mit den Sprechstunden und auch mit dem Heimbesuch. Der RenĂ© Jokl war bei mir und hat einige AntrĂ€ge gestellt noch, die ich nicht hatte. Ich bekam dann einen neuen Behindertenpass. ich habe einen uralten – das wusste ich nicht, dass man da einen Zusatzeintrag braucht fĂŒr bestimmte Sachen. Es war sehr lehrreich und informativ und ich bin hochzufrieden.

Brigitte Neichl
Das heißt, Sie können es auch empfehlen, wenn jetzt Hörerinnen und Hörer da vielleicht neugierig werden und sagen, das wĂ€r interessant , das wĂ€r fĂŒr mich auch was. Sie können es empfehlen.

Christine Urban
Unbedingt! Ich bin auch in mehreren Clubs unterwegs, interessenhalber sozusagen, und gebe auch dort meine Erfahrungen weiter.

Brigitte Neichl
Also eine Botschafterin sind Sie auch noch.

Christine Urban
Ja, so ungefÀhr.

Brigitte Neichl
Sehr gut. Und jetzt sind Sie auch als Botschafterin tÀtig, weil dieser Podcast geht ja jetzt in die Welt hinaus.

Christine Urban
Super!

Brigitte Neichl
Danke schön!

Christine Urban
Bitte gerne!

Brigitte Neichl
Ja, vielen Dank fĂŒr das spannende GesprĂ€ch und die vielen Informationen – auch an Sie, Herr Jokl. Wir werden natĂŒrlich in den Shownotes Ihre Webseite und die Kontaktdaten verlinken –  ich habe schon erwĂ€hnt – und es wird am 24. MĂ€rz 2023 ab 17:30 auch eine PrĂ€sentation im Museum geben, bei der das Projekt ausfĂŒhrlicher dargestellt wird und Sie liebe Hörerin, lieber Hörer auch Fragen stellen können.

Danke, dass ihr da wart alle und schönen Tag noch.

Christine Urban
Sehr gut, dankeschön. [00:11:48]


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Überleitung 1



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Maurizio Giorgi
Finde ich gut, dass dieses Gesundheitsprojekt Community Nursing auch bei uns im 15. Bezirk umgesetzt wird. Hoffentlich geht es auch nach 2024 damit weiter.

Brigitte Neichl
Ja, das wĂ€re sehr wĂŒnschenswert.

Maurizio Giorgi
Wie schaut es denn mit den GrĂ€tzelberichten von Karin Nord und Karin SĂŒd aus, liebe Brigitte?

Brigitte Neichl
Sehr gut schaut es aus damit.

Maurizio Giorgi
Und worauf dĂŒrfen wir uns diesmal freuen?

Brigitte Neichl
Diesmal gibt es eine kleine Premiere. Beide Karins, Karin Nord und Karin SĂŒd, werden ĂŒber ihre ganz persönlichen EindrĂŒcke beim Tag der Bezirksmuseen, ĂŒber den wir ja bereits zu Beginn gesprochen haben, berichten.

Maurizio Giorgi
Das ist ja spannend! Ein Ereignis, zwei GrÀtzelkorrespondentinnen und zwei unterschiedliche Wahrnehmungen.

Brigitte Neichl
Ja, finde ich auch.

GrÀtzelberichte

Brigitte Neichl
Wir beginnen gleich mit Karin Elise Sturm „Southy“. Wie hast Du den Tag der Bezirksmuseen erlebt, liebe Karin?

GrÀtzelkorrespondentin Karin Elise Sturm berichtet



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Karin Elise Sturm
Hallo Brigitte, hallo Maurizio! Wow, gestern haben wir Tag der Bezirksmuseen gehabt. Es war richtig super, also ich war richtig glĂŒcklich. Ich kann es gar nicht anders sagen. Das Spannende am Tag der Bezirksmuseen im 15. Bezirk bei uns ist, dass an diesem Tag das ganze Team zusammen kommt – was ja sehr ungewöhnlich ist, denn normalerweise treffen wir uns immer nur einzeln oder in kleinen Teams und einmal wirklich alle beisammen sind im Bezirksmuseum, das ist einfach nur nur am Tag der Bezirksmuseen. Das ist schon mal super.

Zweitens, was fĂŒr mich sehr super war. Ich hab gestern meine Kunstausstellung eröffnete. Ich  prĂ€sentiere 14 Arbeiten, digitale Zeichnungen ausgedruckt auf Fotopapier, die ich prĂ€sentieren darf jetzt im Rahmen der Sonderausstellung als Incentive sozusagen. Also es gibt eine Kunstausstellung im hinteren Bereich des Museums in der Galerie 15.

Und es ist die Stimmung einfach immer gut. Wir haben hart gearbeitet, das ganze Team hat fast ein Jahr gearbeitet an der ZusammenfĂŒhrung aller Informationen, Recherchearbeiten. Das wird dann ausgearbeitet, auf Plakaten ausgedruckt. Es werden Vitrinen gefĂŒllt und es ist sehr viel Arbeit ĂŒber fast ein Jahr, also 11 Monate ungefĂ€hr arbeiten da alle zusammen im Team.

Und dann diesen Tag dĂŒrfen wir dann das erste Mal einer Öffentlichkeit prĂ€sentieren und das macht natĂŒrlich Spaß. Es ist auch der Abschluss dieser harten Arbeitsphase und das genießen wir alle sehr. Ja, so kommen wir zusammen immer um 9 Uhr in der FrĂŒh schon. Wir haben alle immer eine „Uniform“ an, diesmal war es eine Schuluniform, weil das Thema des Tages der Bezirksmuseen ist eben „Bildung“ und was ich persönlich am allerlustigsten ist das Erstellen des Gruppenbildes.

Wir machen jedes Jahr ein Team-Bild, wo alle im Bild sind, die eben Tag der Bezirksmuseen dabei sein und dann machen wir das Bild fĂŒr das Jahr,  das Teambild. Und was ich auch sehr schön gefunden habe, heuer, ist, dass unser neuer Bezirksvorsteher der Dietmar Baurecht nicht nur die sehr schöne und spannende Rede gehalten hat zur Eröffnung des Tages der Bezirksmuseen, sondern mit uns das Teambild gemacht hat.

Das war wirklich lustig. Ja, also fĂŒr mich persönlich als GrĂ€tzelkorrespondentin SĂŒd sowieso ein Hey-Day in Museumsjahr und auch in meinem GrĂ€tzelkorrespondenten-Jahr, weil das ein toller Event in meinem BezirksgrĂ€tzel ist, und ich freue mich auf ein aufregendes weiteres Museumsjahr mit meinen Kolleginnen und Kollegen im Bezirksmuseum 15 und gebe zurĂŒck in das FĂŒnfzehn Minuten ĂŒber den FĂŒnfzehnten-Studio.

Brigitte Neichl
Vielen Dank fĂŒr Deine EindrĂŒcke, liebe Karin, da war auch fĂŒr mich noch einiges Neue dabei. Danke und baba.

Karin Elise Sturm
Pfiat eich, bis zum nÀchsten Mal! [00:15:58]


GrÀtzelkorrespondentin Karin Martiny berichtet

GrÀtzelkorrespondentin Karin Martiny


Brigitte Neichl
Und jetzt zu Karin Martiny, „Nordy“. Liebe Karin, welche EindrĂŒcke hattest Du am Sonntag?

Karin Martiny
Hallo Brigitte und Maurizio! Liebe Hörerinnen und Hörer! Wie Sie vielleicht wissen, findet heute der Tag der Bezirksmuseen statt.

Ich kann mit ihnen eine GrĂ€tzelerkundung durch den Norden machen, ohne das Museum verlassen zu mĂŒssen. Denn heute wird unsere neue Sonderausstellung zur Bildung in Rudolfsheim-FĂŒnfhaus eröffnet.

Zum Beispiel gibt es eine wunderbar gestaltete Vitrine ĂŒber das Pfadfindermuseum in der Loeschenkohlgasse 25 im Norden des 15. Bezirk und erzĂ€hlt von der Geschichte der Pfadfinder und Pfadfinderinnen von Beginn an bis zur Jetztzeit. Und ein paar besonders schöne GustostĂŒckerl an Leihgaben finden Sie auch in der Vitrine.

Auf einem Plakat erfahre ich, dass das Elektropathologische Museum in der Selzergasse 19 als ehemals bedeutende Wiener Bildungseinrichtung Wissen vermittelte ĂŒber die Gefahren des elektrischen Stroms. Die Sammlung wurde 1899 eingerichtet und zwar von dem Mediziner und 1. Museumsleiter Professor Stefan Jelinek, der sich dem Kampf gegen die immer hĂ€ufiger werdenden UnglĂŒcks- und TodesfĂ€lle durch den elektrischen Strom verschrieb.

Und hier gibt’s eine ganze Serie, einer Plakatserie zu Schulen in Rudolfsheim-FĂŒnfhaus, wo wir erfahren zum Beispiel von der Zentralberufsschule in der HĂŒtteldorferstraße.

Und ich erfahre, dass die Initiative fĂŒr diese sonntĂ€gliche Handlungschule 1851 entstand von Kaufleuten aus dem 15. Bezirk. Und in den 1920er Jahren entstand schließlich an der HĂŒtteldorfer Straße 7 bis 17 die Zweite Wiener Zentralberufsschule. Und das ist auch einer der bedeutendsten Schulbauten des Roten Wien.

Ich habe mich da noch eine Zeitlang weiter durch die Plakate geblĂ€ttert, interessante Details ĂŒber das Gymnasium auf der Schmelz erfahren und KĂ€the KönigstĂ€tter kennengelernt. Sie war ab 1919 als erste FĂŒnfhauser GemeinderĂ€tin eine Pionierin der Arbeiterinnen-Bildung, nach der der KönigstĂ€tter Hof in der Johnstraße 77 an der Ecke zur Tautenhayngasse benannt ist.

Außerdem habe ich die GesprĂ€che mit den vielen netten und engagierten Kolleginnen und Kollegen im Bezirksmuseum sehr genossen, die auf unterschiedlichste Weise zur gelungenen Ausstellungseröffnung und zum Tag der Bezirksmuseen beigetragen haben.

Ah, hallo Karin!

Karin Elise Sturm
Hallo Karin!

Karin Martiny
Bist du heute auch unterwegs am Tag der Bezirksmuseen?

Karin Elise Sturm
Was heißt da „bist du auch unterwegs“. Das ist mein Tag.

Karin Martiny
Du bist ja heute in mehreren Funktionen


Karin Elise Sturm
Mein Hay-Day ist das heute, ja. Ich habe ja selbst auch meine Ausstellung hinten auch hĂ€ngen in der Bibliothek. Und war eh aufregend die letzten Tage, das alles noch hĂ€ngen und rahmen und ja. Und jetzt war ich bis vor zwei Minuten noch im Einsatz, wo ich noch die Schilder auf der Straße aufgehĂ€ngt habe, dass die Menschen von der Straßenbahnstation daher finden.

Karin Martiny
Ja, und ich habe gesehen, Du hast auf deinen Bildern ja auch Themen von der Ausstellung aufgegriffen.

Karin Elise Sturm
Ja, die Brigitte hat mich konkret vor einigen Wochen, Monaten angeredet und hat gesagt: Wie schaut es aus, du bist GrĂ€tzelkĂŒnstlerin, willst nicht Du unsere GrĂ€tzelausstellung machen, also im Rahmen der Sonderausstellung, eine kĂŒnstlerische Ausstellung.

Karin Martiny
Du bist ja nicht nur GrĂ€tzelkĂŒnstlerin, sondern wie alle Hörerinnen und Hörer wissen, auch GrĂ€tzlkorrespondentin, und wirst sicherlich auch berichten vom heutigen


Karin Elise Sturm
Ja, werde auch berichten.

Karin Martiny
Da freue ich mich


Karin Elise Sturm
Man hört sich

Karin Martiny
Man hört sich, genau. Bis spÀter.

Karin Elise Sturm
Bis spÀter. Baba.

Karin Martiny
Baba

Mit dem Kopf noch voller EindrĂŒcke gebe ich zurĂŒck an das FĂŒnfzehn-Minuten-ĂŒber-den-FĂŒnfzehnten-Studio. 

Brigitte Neichl
Liebe Karin, vielen Dank auch bei Dir habe ich noch viel Spannendes mitbekommen. Baba Karin und bis bald!

Karin Martiny
Baba und bis zum nÀchsten Mal! [00:20:18]



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Überleitung 2

Maurizio Giorgi
Ein tolles Konzept: Ein Ereignis – zwei Berichterstatterinnen. Das können wir gerne noch mal wiederholen.

Brigitte Neichl
Ja, das sollten wir unbedingt im Auge behalten und wieder mal umsetzen.

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Veranstaltungen


Brigitte Neichl
Maurizio, was haben wir denn so umgesetzt an Veranstaltungen im MĂ€rz und Anfang April?

Maurizio Giorgi
Wie immer viel Gutes, liebe Brigitte.


Maurizi Giorgi
Am 15. MĂ€rz – das ist diesmal ein Mittwoch – ab 19 Uhr gibt es wieder eine Podcast-Party im Museum.

Wir lauschen der aktuellen Podcast-Folge – gern auch anderen, wenn gewĂŒnscht – und dann geht es ans Feiern, Kennenlernen und Vernetzen.

Am Freitag, den 17. MĂ€rz sind die Betreiber:innen von Geschichte.oida zu Gast. Nikolai Hartleb, Jonas Rettenegger, Lukas Lorber und Nico Lang sind alles erfolgreiche Journalismus- und PR- Absolventen der FH Joanneum in Graz. Alle sind nun in der Medienbranche tĂ€tig und neu dabei ist seit kurzem auch Caro Kuba. Sie drehen Kurzvideos auf Instagram und TikTok zu geschichtlichen Themen und möchten damit bewusst eine jĂŒngere Zielgruppe ansprechen. Wie sie das genau machen und welche Erfahrungen sie schon damit gesammelt haben, berichten Sie bei uns in ihrem Vortrag im Museum.

Am 24. MĂ€rz, wieder an einem Freitag, ist RenĂ© Jokl ab 17:30 bei uns im Museum und wird ĂŒber das Projekt Community Nursing sprechen, von dem wir ja eben im Interview schon gehört haben. Der Vortragende stellt das Projekt vor und beantwortet auch Fragen, falls Sie das Angebot in Anspruch nehmen möchten oder jemanden kennen, der oder die davon profitieren könnte.

Und am 31. MĂ€rz ab 17:30 Uhr geht’s in den Untergrund. Frau Mag. Karin Fischer Ausserer, Leiterin der StadtarchĂ€ologie Wien, berichtet ĂŒber U-Bahnbau und ArchĂ€ologie. Die Vortragende stellt die StadtarchĂ€ologie Wien vor, berichtet ĂŒber archĂ€ologische Funde bei den derzeitigen U-Bahn-Bauarbeiten, und spricht auch ĂŒber Funde im Bereich des ehemaligen Schmelzer Friedhofs.

Eine Premiere können Sie dann am Freitag, den 14. April ab 17:30 beiwohnen und zwar dem ersten History Speed Dating. Das ist eine neue Idee aus dem Hause Brigitte Neichl. Ähnlich wie bei den Speed Datings zur Partnersuche können sie bei fĂŒnf verschiedenen Stationen jeweils zehn Minuten etwas ĂŒber ein bezirkshistorisches Thema erfahren. Wenn Sie alle Stationen absolviert haben, gibt es noch im Plenum die Möglichkeit, Fragen zu den einzelnen Themen zu stellen.

Seien Sie dabei bei diesem ersten History Speed Dating, das ab jetzt einmal jĂ€hrlich stattfinden soll. Sie können ihm Anschluss Ihre Erfahrungen mit dem neuen Format und auch Anregungen einbringen. Wir werden diese sehr gerne berĂŒcksichtigen.

Anmelden können Sie sich fĂŒr alle Angebote auf unserer Webseite www.museum15.at/veranstaltungen


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Infos zur nÀchsten Folge


Maurizio Giorgi
Und was dĂŒrfen unsere Hörerinnen und Hörer in der nĂ€chsten Folge von FĂŒnfzehn Minuten ĂŒber den FĂŒnfzehnten erwarten, liebe Brigitte?

Brigitte Neichl
Im April geht es um ein Bestattungsunternehmen und um Rapid. Mehr verrate ich noch nicht.

Maurizio Giorgi
Da bin ich aber schon gespannt, wie das zusammenpasst.

Brigitte Neichl
Nur soviel, es passt zusammen.



Brigitte Neichl
Lieber Maurizio, wir kommen wieder zum Ende dieser Folge. Vielen Dank fĂŒr Deine UnterstĂŒtzung!

Maurizio Giorgi
Es ist mir wie immer ein Ehrenamt, liebe Brigitte. Ciao und baba.

Brigitte Neichl
Baba Maurizio!


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Verabschiedung


Ja, liebe Hörerin, lieber Hörer, Rudolfsheim-FĂŒnfhaus hat viel zu bieten, machen wir was draus – gemeinsam!

Wenn Sie ihr Wissen ĂŒber die Geschichte des 15. Bezirks erweitern möchten.

Wenn Sie kulturelle und gesellschaftspolitische Themen schÀtzen.

Wenn Sie gespannt auf interessante Menschen und Themen aus Vergangenheit und Gegenwart im 15. Bezirk sind.

Dann sind Sie bei uns richtig!

Besuchen Sie unsere Ausstellungen und Veranstaltungen im Museum, verfolgen Sie unsere AktivitĂ€ten auf unserer Webseite, unserem Blog, unserem YouTube-Kanal und auf FacebookInstagram & Co. Infos und Links, finden Sie in den Shownotes.

Wir sind auch gespannt auf Ihre Kommentare und Anregungen. Auf Wiederhören!

Ich wĂŒnsche Ihnen einen wunderschönen Tag, wann immer Sie diese Folge auch hören. Ihre Brigitte Neichl

Outro

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