­čÄž Der Bezirksgeschichte auf der Spur

Interview mit Eva M├╝ller, alias Eva Anna Welles

Episode #056

In dieser Folge von „F├╝nfzehn Minuten ├╝ber den F├╝nfzehnten“ spricht Brigitte Neichl mit Museumsmitarbeiterin Eva M├╝ller. Sie ist seit 2011 im Bezirksmuseum t├Ątig und so wie Maurizio Giorgi Vertretung der Museumsleiterin.

Ihre unerm├╝dliche bezirkshistorische Recherche hat dem Museum schon vier ihrer Ausgaben der Edition Bezirksmuseum 15 beschert. Und in K├╝rze wird die 5. Brosch├╝re von Eva M├╝ller ÔÇô die ├╝brigens unter ihrem Pseudonym Eva Anna Welles publiziert ÔÇô erscheinen.

Es geht dabei um einen der ├Ąltesten Teile des 15. Wiener Gemeindebezirks-und zwar um die Gegend rund um das Amtshaus ÔÇô in dem sich ja auch das Bezirksmuseum befindet – (Gasgasse, Rosinagasse, Friedrichsplatz, Staglgasse) bis hin zur Mariahilfer Stra├če, Viktoriagasse und Sperrgasse.

Mit dabei sind auch die Gr├Ątzelkorrespondentinnen Karin Elise Sturm und Karin Martiny, die aus dem S├╝den und dem Norden von Rudolfsheim-F├╝nfhaus berichten.

Karin Elise Sturm ÔÇô Southy ÔÇô Karin S├╝d, berichtet ├╝ber den Gr├Ątzelspaziergang, den sie gemeinsam mit Karin Martiny angeboten hat. Begonnen hat dieser beim Mareschplatz und geendet im Beats and Beans in der W├╝rffelgasse. Eingeladen hat dazu die Lokale Agenda Rudolfsheim-F├╝nfhaus.

Karin Martiny – ÔÇ×NordyÔÇť – hat sich trotz Erk├Ąltung nicht davon abhalten lassen, uns einen kleinen Gru├č aus dem Norden des 15. Bezirks zu schicken. Sie erz├Ąhlt ├╝ber die Apotheken von Rudolfsheim-F├╝nfhaus und serviert uns dazu auch einige Audio-Gustost├╝ckerln von Apotheker*innen. Die Interviews hat sie im Rahmen unserer derzeitigen Sonderausstellung ÔÇ×Medizin, Gesundheit, WohlbefindenÔÇť gef├╝hrt, die ├╝brigens noch bis Ende J├Ąnner 2023 zu sehen ist.

Co-Moderator dieser Folge ist Maurizio Giorgi.


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#065 Der Bezirksgeschichte auf der Spur
#065 Der Bezirksgeschichte auf der Spur


INHALT


Transkript der Podcast-Episode

Transkript der Podcast-Episode:

Intro

Maurizio Giorgi
In der letzten Folge – der 55. – ging es ja um die Pfadfinder und diesmal geht’s auch um Spuren suchen entschl├╝sseln und dokumentieren, stimmt’s liebe Brigitte?

Brigitte Neichl
Du hast recht, lieber Maurizio, das ist mir noch gar nicht aufgefallen. Irgendwie sind diese beiden Folgen miteinander verbunden. Allerdings begab sich unsere Kollegin Eva M├╝ller, die ich diesmal interviewt habe, nicht in den Wald, um Zelte aufzustellen, Knoten zu kn├╝pfen und Tiere zu beobachten, sondern ins Reich des Internets und der Bibliotheken.

Maurizio Giorgi
Abenteuerlich war es aber sicher auch.

Brigitte Neichl
Das auf jeden Fall. Und herausfordernd und oft auch m├╝hsam, aber es hat sich gelohnt.

Maurizio Giorgi
Wozu hat denn Eva genau geforscht?

Brigitte Neichl
Das werden wir gleich beim Interview h├Âren. Vorab nur soviel: Es geht um einen der ├Ąltesten Teile des heutigen 15. Bezirks, und es hat auch was mit uns als Bezirksmuseum zu tun, zumindest mit dem Standort, an dem wir uns befinden.

Maurizio Giorgi
Du machst aber wieder sehr spannend, liebe Brigitte. Legen wir los?

Brigitte Neichl

Nat├╝rlich, lieber Maurizio, gleich. Zuerst begr├╝├če ich noch unsere H├Ârerinnen und H├Ârer.

Begr├╝├čung


Brigitte Neichl
Hallo und herzlich willkommen zur 56. Folge von 2x F├╝nfzehn Minuten ├╝ber den F├╝nfzehnten. Mein Name ist Brigitte Neichl.

Warum wir inzwischen bei 2x 15 Minuten gelandet sind, erfahren Sie ├╝brigens in der Folge 47. Im Folgenden bleiben wir aber einfachheitshalber bei der gewohnten Bezeichnung F├╝nfzehn Minuten ├╝ber den F├╝nfzehnten.

Dieser Podcast wird Ihnen pr├Ąsentiert vom Bezirksmuseum Rudolfsheim-F├╝nfhaus, dem Veranstaltungs-Museum im Herzen des 15. Bezirks. Das Museum bietet Ausstellungen, Veranstaltungen und Events f├╝r Erwachsene und Kinder und diesen Podcast.

Mehr dazu finden Sie auf www.museum15.at

Maurizio Giorgi
Starten wir?

Brigitte Neichl
Ja! Ich sage nur „Ton ab“! [00:02:44]

Interview mit Eva M├╝ller

Brigitte Neichl
Ich spreche heute mit meiner Kollegin Eva M├╝ller. Sie ist seit 2011 im Bezirksmuseum t├Ątig und so wie Maurizio Giorgi meine Vertretung. Die Recherche hat sie ins Museum gebracht und ihre unerm├╝dliche bezirkshistorische Recherche hat uns auch schon vier ihrer Ausgaben unserer Edition Bezirksmuseum 15 beschert.

Das ist einmal „Ich folge meinen Spuren“ Teil 1 und Teil 2.

Edition Bezirksmuseum 15 Nr. 3
Edition Bezirksmuseum 15 Nr. 4

Dann „Das Alte st├╝rzt, es ├Ąndern sich die Zeiten“ ├╝ber die Geschichte des Elisabeth-Spitals und „Feuer! Es brennt, es brennt!“ ├╝ber die Freiwillige Feuerwehr des Gerichtsbezirks Sechshaus.

Edition Bezirksmuseum 15 Nr. 5
Edition Bezirksmuseum 15 Nr. 6

Und in K├╝rze wird die f├╝nfte Brosch├╝re von Eva M├╝ller, die ├╝brigens unter ihrem Pseudonym Eva Anna Welles publiziert, erscheinen.

Es geht dabei um einen der ├Ąltesten Teile des 15. Wiener Gemeindebezirks und zwar um die Gegend rund um das Amtshaus, in dem sich ja auch das Bezirksmuseum befindet. Also Gasgasse, Rosinagasse, Friedrichsplatz, Staglgasse bis hin zur Mariahilfer Stra├če, Viktoriagasse und Sperrgasse.

Einer der ├Ąltesten Teile des 15. Wiener Gemeindebezirks – die Gegend rund um das Amtshaus, Plan: wien.gv.at/stadtplan

Einige Stra├čennamen erinnern noch heute an die vielf├Ąltige Nutzung des Areals. So wie die Karmeliterhofgasse, die Oesterleingasse, Denglergasse, Gasgasse, Zw├Âlfergasse.

Stra├čennamen, die an die Geschichte rund um das Amtshaus erinnern, Plan: wien.gv.at/stadtplan

Die Geschichte war in groben Z├╝gen bekannt, einiges auch detaillierter. Was aber bis jetzt fehlte, war eine Zusammenschau von der ersten Bebauung bis ins 20. Jahrhundert. Und dieser Mammutaufgabe hat sich Eva M├╝ller mit der von ihr gewohnten Akribie unterzogen.

Der Titel des vorliegenden Werkes umrei├čt schon die behandelten Stationen „Adelige, M├Ânche, Feuergewehre und Bier“.

Edition Bezirksmuseum 15 Nr. 14

Die 180 Seiten – damit ist diese Ausgabe die bisher umfangreichste in unserer Publikationsreihe – sind vollgepackt mit bisher in dieser Form noch nie zusammengestellten Informationen zum Nentwich-Hof, dem Karmeliterhof, der Oesterlein’schen Gewehrfabrik, dem Brauhaus und dem Gastgarten Dengler und Zobel und noch vielem mehr.

Dazu und auch wie es sie ├╝berhaupt ins Bezirksmuseum verschlagen hat und was ihre Aufgabengebiete im Museum sind und welche Lieblingspl├Ątze sie im 15. Bezirk hat, werde ich heute mit Eva M├╝ller sprechen.

Liebe Eva, vielen Dank, dass Du Dir Zeit f├╝r dieses Interview genommen hast.

Eva M├╝ller
Ich danke f├╝r die Einladung. [00:05:33]

Fragenteil 1: Weg ins Bezirksmuseum und Arbeitsbereiche

Brigitte Neichl
Ich komme gleich zum ersten Fragenteil: Wie hat es Dich ins Bezirksmuseum verschlagen und was sind Deine Arbeitsbereiche – es sind ja einige mehr als ich in meiner Einleitung genannt habe. Als Stichwort m├Âchte ich nur Ausstellungsrecherche und -Gestaltung nennen.

Eva M├╝ller
Ja, meine ersten Kontakte hatte ich 2011 oder 2012, als ich einen Verlag f├╝r mein Buch „Der verblasste Krieg“ suchte. In diesem Buch besch├Ąftigte ich mich ausf├╝hrlich mit den Erlebnissen meiner Gro├čeltern in der Zeit des Ersten Weltkriegs.

Eva Anna Welles, Der verblasste Krieg

Meine Gro├čeltern wohnten in der Fenzlgasse, meine Eltern und ich in der Herklotzgasse und deshalb bin ich auch noch immer mit dem Bezirk verbunden.

In den ersten Jahren habe ich viel im Museum direkt gearbeitet, eben Recherche f├╝r Ausstellungen und Gestaltung der Vitrinen. Dann das Anlegen eines Verzeichnisses der B├╝cher aus der Kinderbibliothek, aber auch f├╝r die Besucherbetreuung.

Wir konnten z.b. auch ein Treffen von ehemaligen Mitarbeitern der Firma Bally-Schuhe organisieren, von denen wir etliche tolle Ausstellungsst├╝cke aus der Fabrik geschenkt bekamen, z.b. die sch├Âne Stechuhr, die jetzt im Museum h├Ąngt und dazu noch Bally-Schuhe, Schuhmacherwerkzeuge, alte Kalender und Fotos.

Stechuhr der Schuhfabrik Bally, Foto: BM15_Brigitte Neichl 2022
Utensilien der Firma Bally, Foto: BM15_Brigitte Neichl 2022

Eva M├╝ller
Jetzt bin ich aber ein bisschen ├Ąlter und ich bin froh, wenn ich die Recherchen zu Hause machen kann.

Brigitte Neichl
Der technische Fortschritt spielt uns ja da in die H├Ąnde, denn es ist eigentlich egal, ob man hier am Computer sitzt oder zu Hause und die Ergebnisse sind ja toll, egal wo Du Dich befindest. Vielen Dank daf├╝r, zwischendurch einmal.

Fragenteil 2: Themen und Recherche der Edition Bezirksmuseum 15-Brosch├╝ren

Brigitte Neichl
Also zum zweiten Fragenteil: Ich m├Âchte nun gerne ├╝ber Deine Brosch├╝re in unserer Publikationsreihe Edition Bezirksmuseum 15 sprechen. Wie kommst Du zu den Themen? Wo und wie hast Du recherchiert?

Und zur aktuellen Brosch├╝re: Wie lange hast Du daran gearbeitet und bis wohin hast Du da Deine F├╝hler ausgestreckt, um zu Infos zu gelangen?

Eva M├╝ller
Auf der Grundlage meines Buchs „Der verblasste Krieg“ verfasste ich die beiden Brosch├╝ren „Ich folge meinen Spuren“, wo ich alle pers├Ânlichen Erinnerungen an das Leben meiner Gro├čeltern und das meiner Eltern und von mir nat├╝rlich auch im 15. Bezirk zusammenfasste. Ich habe in den Archiven die alten Gesch├Ąfte gesucht, die Einkaufsm├Âglichkeiten meiner Familie recherchiert – und auch nat├╝rlich gefunden und ich habe meine Schulzeit in der Klosterschule in der Friesgasse beschrieben. Und ich erz├Ąhlte in der Brosch├╝re „Die Eltern“ z.b., dass ich in der Mariahilfer Stra├če den Lastwagen mit der Pummerin gesehen habe, die auf dem Weg zur Stephanskirche war.

Die Pummerin wird zur Stephanskirche transportiert, 1952 H├Âhe Schwendermarkt, Foto: Sammlung BM15

Und bald darauf habe ich John F. Kennedy gesehen, der in einem offenen Wagen vorbeigefahren ist und den Leuten gewunken hat.

Dann habe ich knapp vor der Aufl├Âsung des Elisabeth-Spitals zwei S├Ącke mit Unterlagen, Bildern und Pl├Ąnen – im wahrsten Sinne des Wortes – ins Museum geschleppt, ich wollte n├Ąmlich die Taxikosten sparen. Damit konnte ich aber mit der Arbeit f├╝r die Brosch├╝re „Das Alte st├╝rzt, es ├Ąndern sich die Zeiten“ beginnen.

Auch die Recherche f├╝r die Feuerwehr-Brosch├╝re war sehr interessant.

F├╝r uns als Museum ist es sowieso sehr wichtig, alte Schriftst├╝cke und Unterlagen zu finden und alles zu dokumentieren.

Die Arbeit an der aktuellen Brosch├╝re hat sehr viel l├Ąnger gedauert. Ich sch├Ątze, das ist fast drei Jahre waren. Und sie unterscheidet sich auch in Umfang sehr von den anderen.

Mir ist eines Tages aufgefallen, dass wir im Museum eigentlich keine Informationen ├╝ber die Familie Oesterlein hatten. Ich dachte, das es nicht so schwierig sein kann, etwas ├╝ber den bedeutenden Fabrikanten in den Archiven herauszufinden.

Da hatte ich mich schon einmal geirrt! Es war m├╝hsam! Bei diesen Recherchen ist mir dann ebenfalls aufgefallen, dass es eigentlich vor dem Bau der Oesterlein’schen Fabrik schon Besitzer dieser Liegenschaften gegeben haben muss. Da war zuerst einmal der Adelige Adam von Nentwich, der ungef├Ąhr da, wo jetzt unser Amtshaus steht, ein erstes Haus errichten lie├č, mit G├Ąrten, Feldern und einem Ziegelofen. Die Karmeliter betrieben ab der Mitte des 18. Jahrhunderts diesen Meierhof. Dann kam Oesterlein, der hier sein Herrenhaus und eine gro├če Feuergewehrfabrik bauen lie├č.

Nikolaus Oesterlein, Verwendung genehmigt vom Lilienfelder Museum

Und es musste ja aber auch ein Danach gegeben haben. Da war zum Beispiel Heinrich Zw├Âlfer kurz im Besitz des Anwesens bis eine gro├če Hochzeit stattfand und Johann Nepomuk Dengler der Besitzer eines gro├čen Gastbetriebes gewesen ist. Dieser Zeitraum betr├Ągt nun fast 200 Jahre von ca. 1685 bis fast 1900.

Und ich muss mich jetzt wiederholen: Die Suche nach Informationen war m├╝hsam, aber ich glaube, es hat sich gelohnt. Informationen habe ich ├╝brigens nicht nur von Wiener Bibliotheken erhalten, sondern auch von etlichen deutschen Bibliotheken und Archiven, die sehr hilfsbereit gewesen sind.

Brigitte Neichl
Die erw├Ąhnten Brosch├╝ren k├Ânnen Sie bei uns im Museum erwerben. Alle Links dazu und alle Infos stelle ich in die Beschreibung. Bestellen k├Ânnen Sie unter office@bm15.at [00:11:19]

Fragenteil 3: Verbindung mit dem 15. Bezirk und Lieblingsorte

Brigitte Neichl
Kommen wir zum dritten Fragenteil: Ich habe es ja schon in meiner Einleitung angek├╝ndigt. Wie bist Du mit dem 15. Bezirk verbunden – Du hast es ja schon kurz angesprochen – und was sind Deine Lieblingsorte, fr├╝her und heute.

Eva M├╝ller
Ja verbunden bin ich mit dem Bezirk dann, wenn ich die alten Wege gehe, die ich als Kind gegangen bin, obwohl sich nat├╝rlich sehr viel ver├Ąndert hat. Ich gehe von der Herklotzgasse zur Reindorfgasse, dann die Schwendergasse entlang, hinterm Technischen Museum vorbei, die Johnstra├če hinauf und biege in die Fenzlgasse ein, denn da waren meine Gro├čeltern zu Hause.

Weg von Eva M├╝ller von ihrer Wohnung in der Herklotzgasse zu ihren Gro├čeltern in der Fenzlgasse, Plan: wien.gv.at/stadtplan

Und dabei denke ich auch an meine Familie und das Leben in winzigen Wohnungen und an Zeiten, die nicht einfach waren. Und darum haben die beiden ersten Brosch├╝ren von mir ja auch den Titel „Ich folge meinen Spuren“.

Brigitte Neichl
Und hast Du heute auch noch Lieblingsorte im Bezirk?

Eva M├╝ller
Na, ich komme nat├╝rlich immer so gerne ins Bezirksmuseum.

Brigitte Neichl
Das wollte ich nat├╝rlich h├Âren!

Brigitte Neichl (li) und Eva M├╝ller, Foto: BM15_Brigitte Neichl 2022

Liebe Eva, vielen Dank f├╝r diese spannende und inspirierende Gespr├Ąch. Ich danke Dir sehr f├╝r Deine bisherige Mitarbeit – ich kann das wirklich nicht oft genug sagen – und ich freue mich auf eine noch lange weitere Zusammenarbeit.

Eva M├╝ller
Ja, ich hoffe auch, dass ich noch eine Zeitlang dazu beitragen kann, und dass die Geschichte des Bezirks weiter erforscht wird. Und auch ich danke herzlich f├╝r das Gespr├Ąch und auch, dass ich ├╝berhaupt so viel und so lange hier arbeiten durfte. [00:12:55]


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├ťberleitung 1

Maurizio Giorgi
Ja, das war in der Tat eine geballte Ladung an bezirkshistorischen Informationen und ein wenig n├Ąher habe ich unsere Kollegin Eva M├╝ller bzw. Eva Anna Welles auch kennengelernt.

Brigitte Neichl
Ja, auch f├╝r mich war noch einiges Neues dabei. Besonders gefreut habe ich mich, dass Eva das Museum als einen ihrer Lieblingsorte im Bezirk genannt hat.

Maurizio Giorgi
Ja, das ist auch nicht schwer bei unseren engagierten Kolleg*innen und den tollen Angeboten. Eigenlob off! Jetzt geht’s aber weiter mit unseren Gr├Ątzelkorrespondentinnen Karin Nord und Karin S├╝d, stimmts?

Brigitte Neichl
Ganz genau, lieber Maurizio.

Maurizio Giorgi
Und wor├╝ber werden die beiden berichten?

Brigitte Neichl
Karin S├╝d – Karin Elise Sturm – berichtet ├╝ber den Gr├Ątzelspaziergang, den sie gemeinsam mit Karin Martiny angeboten hat. Begonnen hat dieser beim Mareschplatz und geendet im „Beats and beans“ in der W├╝rffelgasse. Eingeladen hat dazu die Lokale Agenda Rudolfsheim-F├╝nfhaus.

Maurizio Giorgi
Karin S├╝d und Karin Nord vereint – ein charmantes Projekt. Und wor├╝ber berichtet Karin Martiny diesmal?

Brigitte Neichl
Karin Martiny hat sich trotz Erk├Ąltung nicht davon abhalten lassen, uns einen kleinen Gru├č aus dem Norden des 15. Bezirk zu schicken. Sie erz├Ąhlt ├╝ber die Apotheken von Rudolfsheim-F├╝nfhaus und serviert uns dazu auch einige Audio-Gustost├╝ckerln von Apotheker*innen. Die Interviews hat sie im Rahmen unserer derzeitigen Sonderausstellung „Medizin – Gesundheit – Wohlbefinden“ gef├╝hrt, die ├╝brigens noch bis Ende J├Ąnner 2023 zu sehen ist.

Wie immer der Hinweis an Sie, liebe H├Ârerin, lieber H├Ârer: Die Interviews und Berichte unserer Gr├Ątzelkorrepondentinnen sind teilweise gek├╝rzt. Sie h├Âren dazu sogenannte Gr├Ątzel-Flashes. In voller L├Ąnge k├Ânnen Sie die Gr├Ątzelkorrespondenz aber sowohl hier im Blogartikel, als auch auf unserem YouTube-Kanal, dem BM15-Channel, anh├Âren.


Und gute Besserung an Dich, liebe Karin!


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Gr├Ątzelberichte

Wir beginnen mit Karin Elise Sturm „Southy“. Welchen Weg habt ihr genommen bei eurem Spaziergang vom Norden in den S├╝den des 15. Bezirks?

Gr├Ątzelkorrespondentin Karin Elise Sturm berichtet

Gr├Ątzelkorrespondentin Karin Elise Sturm

Karin Elise Sturm
Hallo, liebe H├Ârerinnen und H├Ârer! Hallo Brigitte und Maurizio! Mein Gr├Ątzel-Flash ist heute etwas ungew├Âhnlich. Ich berichte n├Ąmlich von einer Sache, die Karin Martiny, unsere Nord-Gr├Ątzelkorrespondentin und ich die S├╝d-Gr├Ątzelkorrespondentin am 18. Oktober gemeinsam gemacht haben. Wir beide haben n├Ąmlich eine Gr├Ątzelf├╝hrung zu unseren 15. Bezirk-Lieblingsorten gemacht.

Stationen der Gr├Ątzelf├╝hrung im Norden von Rudolfsheim-F├╝nfhaus, Plan: wien.gv.at/stadtplan

Getroffen haben wir uns beim Brunnen vor dem Wirtshaus am Platzl in der Maresch-Siedlung auf der Schmelz (1).

Mareschplatz mit Brunnen, Foto: BM15_Karin Elise Sturm 2022
Mareschplatz, Foto: BM15_Karin Elise Sturm 2022

Das ist eine sch├Âne, wenige Stockwerke hohe, aber umso l├Ąnger gezogene Gemeindebau-Siedlung – angeblich die ├Ąlteste Wiens – mit gro├čen Schrebergartenanlagen zwischen den langen Geb├Ąuden.

Mareschsiedlung, Foto: BM15_Karin Elise Sturm 2022
Schreberg├Ąrten in der Mareschsiedlung, Foto: BM15_Karin Elise Sturm 2022

Die Heimkehrer aus dem Ersten Weltkrieg haben mit gebaut an der Siedlung und bekamen daf├╝r Wohnraum zugeteilt.

Mareschsiedlung, Foto: BM15_Karin Elise Sturm 2022

Einer der Bewohner damals brachte aus dem Libanon die Samen f├╝r einen Zedernbaum mit. So steht jetzt mitten in der Gartenanlage diese riesige ausladende Zeder, ein Naturdenkmal der Stadt Wien, die im Sommer sicher super Schatten spendet.

Zedernbaum in der Mareschsiedlung, Foto: BM15_Karin Elise Sturm 2022
Zedernbaum in der Mareschsiedlung, Foto: BM15_Karin Elise Sturm 2022

Danach spazierten wir ├╝ber den sympathischen Akkonplatz (2) mit der sch├Ânen Doppel-Baumreihe und Promenade in der Mitte mit Bankerln zum Verweilen zur – man glaubt es kaum – Tankstelle (3).

Akkonplatz, Foto: BM15_Karin Elise Sturm 2022

Meine Kollegin wollte uns diesen Platz zeigen, weil sich die Tankstelle (Oeverseestra├če 2B) in den Lockdowns zum Gr├Ątzel-Hotspot entwickelt hatte.

Tankstelle in der Oeverseestra├če 2B als Gr├Ątzel-Hotspot, Foto: BM15_Karin Elise Sturm 2022

Mit dem 12A ging es dann runter in den S├╝dbezirk (4) und dort habe ich auf der Mariahilfer Stra├če / Ecke Geibelgasse (1) die Leitung der F├╝hrung ├╝bernommen.

Wir gingen vorbei am LOK-Couture (Mariahilfer Stra├če 187) (1), der second hand Gewand-Filiale der Besch├Ąftigungsinitiative „Leben ohne Krankenhaus“, die sich um Menschen mit psychischen Krankheiten k├╝mmert, runter die Clementinengasse – wir bestaunten „Happy Clementine“ (2), eine sch├Âne Sitz- und Baumgruppe bei der Mariahilfer Stra├če.

Sitzgruppe in der Clementinengasse, Foto: BM15_Brigitte Neichl 2022

Wir sahen dann, wo die ersten f├╝nf H├Ąuser standen, die den damaligen Dorf F├╝nfhaus um 1710 den Namen gaben (3).

Gedenkstein F├╝nfhaus im Dingelstedtpark, Foto: BM15_Brigitte Neichl 2020

Wir gingen weiter, wo wir mit einem Scheinwerfer, den ich mitgebracht hatte, die Graffitis genauer unter die Lupe nahmen (4).

Graffitis in der Dingelstedtgasse, Foto: BM15_Karin Elise Sturm 2022

Und dann bogen wir links ab und gingen zum nahegelegenen Moshe Jahoda-Platz (5), wo wir am Denkmal des ehemaligen Turnertempels l├Ąnger verweilten. Ich wies hin auf die langen Betonsockel am Boden in dem kleinen Park, die die Form der Dachbalken der sch├Ânen freistehenden Synagoge, die hier von den fr├╝hen 1870er bis zur furchtbaren Reichspogromnacht am 9. November 1938 gestanden ist, nachzeichnen.

Moshe-Jahoda-Platz Turnergasse 22 / Ecke Dingelstedtgasse, Foto: BM15_Brigitte Neichl 2019
Denkmal Turnergasse, Foto: BM15_Brigitte Neichl 2019

Ich zeigte meinen G├Ąsten auch die sch├Âne Lichtinstallation in Form eines Davidsterns des Projekts OT. Den Davidstern erkennt man erst, wenn man direkt unter der Lampe steht und durch sie von unten hindurch sieht.

Lichtinstallation in Form eines Davidsterns, Foto: BM15_Brigitte Neichl 2022

Ich erz├Ąhlte auch meine Erinnerungen an die Benennung des Platzes in Moshe Jahoda-Platz am 9. November 2018.

├ťber die Gebr├╝der Lang-Gasse gingen wir weiter, vorbei am Rahmen-Mitter (Nr. 13) (6), einem alteingesessenen Bilderrahmenmacher-Gesch├Ąft, an der Vitrina Gaga (Nr. 14) (7), einem k├╝nstlerisch bespielten Erdgeschoss-Fenster mit wechselnden Ausstellungen und dem Red Sea Restaurant (Robert Hamerlinggasse 23) (8), einem relativ neuen Lokal mit Essen aus Eritrea bis zum Wild im West (9), wo wir mitten in der psychodelischen Sound- und Licht Performance von Pavel und Markus, den beiden Betreibern der Babu-Bar am Areal des Wild im West landeten.

Die Vitrina Gaga in Gebr├╝der-Lang-Gasse 14, Foto: BM15_Karin Elise Sturm 2022
Wild im West, Foto: BM15_Karin Elise Sturm 2022

Super war das! Mit Menthol-Lik├Âr auf den Lippen bestaunten wird danach die Auslagen des sch├Ânsten Gesch├Ąfts Europas, wie ich finde: Eisen- und Haushaltswaren Menning (Mariahilfer Stra├če 170) (10) war abends leider geschlossen, aber alle unsere G├Ąste der F├╝hrung werden wiederkommen. Ich hab so geschw├Ąrmt von den 105 Jahre alten hunderten kleinen Laden auf 6 m H├Âhe und dem alten knorrigen Holzboden.

Eisen- und Haushaltswaren Menning in der Mariahilfer Stra├če 170, Foto: BM15_Karin Elise Sturm 2022
Interview mit Christian Balatka von der der Eisen- und Haushaltswarenhandlung Menning, Foto: BM15_Karin Elise Sturm 2022


Das w├╝rdige Ende unsere F├╝hrung fand im Beats and beans (11) in der W├╝rffelgasse 4 statt. Und zu sehr gutem Essen und den l├Ąssigen Sounds des gem├╝tlichen Lokal lie├čen wir die sch├Âne F├╝hrung ausklingen.

Das sch├Âne Lokal mit Vintage Vinyl – Beats and beans, Foto: BM15_Karin Elise Sturm 2022

So, das war ein etwas ungew├Âhnlicher Gr├Ątzel-Flash der S├╝d-Korrespondentin, diesmal aus beiden Bezirksh├Ąlften. Ich hoffe, Sie kommen bald und spazieren unsere Runde nach, liebe H├Ârerinnen und H├Ârer.

Montags (17.00-19.00) oder freitags (15.30-17.30) Nachmittags am besten, dann finden Sie gleich ums Eck des Turnertempels unser sch├Ânes Bezirksmuseum in der Rosinagasse 4 und schlie├čen dort Ihre Runde mit einem Museumsbesuch bei uns im Bezirksmuseum ab.

Damit bedanke ich mich f├╝r Ihr Interesse und gebe zur├╝ck in das F├╝nfzehn Minuten ├╝ber den F├╝nfzehnten-Studio.

Langfassung Gr├Ątzelkorrespondenz von Karin Elise Sturm

Langfassung Gr├Ątzelkorrespondenz von Karin Elise Sturm


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Brigitte Neichl
Vielen Dank f├╝r Deinen spannenden Bericht, liebe Karin! Tsch├╝ss und bis zum n├Ąchsten Mal!

Karin Elisa Sturm
Baba, Brigitte und Maurizio! [00:20:19]


Gr├Ątzelkorrespondentin Karin Martiny berichtet

Gr├Ątzelkorrespondentin Karin Martiny

Brigitte Neichl
Und jetzt zu Karin Martiny „Nordy“. Und jetzt zu Karin Martiny „Nordy“. Liebe Karin, was kannst Du uns ├╝ber die Apotheken des 15. Bezirk erz├Ąhlen?

Karin Martiny
Hallo Brigitte und Maurizio, liebe H├Ârerinnen und H├Ârer. Wie Sie h├Âren k├Ânnen, bin ich leider krank, weshalb sich meine Erkundungen diesmal auf den Weg in die n├Ąchstgelegene Apotheke beschr├Ąnken. Nach der Schilderung meiner Symptome, werde ich mit Medizin und guten Tipps versorgt und bin froh, dass ich mich nach nur wenigen Gehminuten wieder zu Hause unter die warme Decke kuscheln kann.

Dass in der unmittelbaren Umgebung medizinische Nahversorger jederzeit mit Rat und Tat zur Seite stehen, haben wir engagierten Apotheker*innen zu verdanken. Mit einigen von ihnen habe ich anl├Ąsslich der heurigen Sonderausstellung „Medizin – Gesundheit – Wohlbefinden“ gesprochen und Ihnen ein paar Ausschnitte zur regionalen Verteilung und sozialen Rolle von Apotheken zusammengestellt. Sie h├Âren Franz Zeidler von der Apotheke zum „Erzengel Michael“, Wolfgang Fischill von der „Team Sant├ę Germania- Apotheke“ und Petra Tasler und Heinz Kadlez von der Lindwurm-Apotheke.

Franz Zeidler, Foto: Franz Zeidler

Franz Zeidler
Wir sind eine richtige Wohngegend-Apotheke. Die regionale Verteilung ist etwas sehr Wesentliches und das geht aufs Jahr 1907 zur├╝ck, aufs Apothekengesetz. Also eine gewisse Niederlassungsbeschr├Ąnkung, die nicht prohibitiv sein darf, aber die die Einwohnerzahl, die lokale Positionierung und die Entfernung zu der Nachbar-Apotheke als Kriterium hernimmt, ist schon gut. Sie haben eine ordentliche Versorgung.

Apotheke zum Erzengel Michael in der Sechshauser Stra├če 16, Foto: BM15_Brigitte Neichl 2021

Wolfgang Fischill
Der eigentliche Punkt der Apotheke ist genau dieses Sofort-Greifbar-Sein. ich bin als Apotheker der einzige Akademiker, wo ich ohne Termin, ohne Kosten auf der Stelle hingehen kann und eine Beratung bekomme. Da ist die eigentliche Aufgabe vom Apotheker, n├Ąmlich schnelle, effiziente Hilfe zu bieten.

Team Sant├ę Germania Apotheke in der H├╝tteldorfer Stra├če 76, Foto: BM15_Simone Andress 2021
Petra Tasler / Lindwurm-Apotheke. Foto: Petra Tasler

Petra Tasler
Also bei mir ist es definitiv die Arbeit mit dem Menschen, f├╝r die Patienten da zu sein, sie ein St├╝ckweit auch zu begleiten, an ihrer Geschichte teilzuhaben und dann soll ich auch noch mit Rat und Tat zur Hilfe stehen. Ja, wir m├╝ssen schon sagen, wir haben sehr viele Stammkunden und die wissen das nat├╝rlich schon auch dann zu sch├Ątzen, dass wir wissen, welche Medikamente sie haben, und dass wir Ihnen helfen und auch zuh├Âren. Manchmal ist auch wirklich nur, dass wir Zeit haben und ihnen zuh├Âren k├Ânnen – ganz wichtig.

Heinz Kadlez / Lindwurm-Apotheke. Foto: Franz Kadlez

Heinz Kadlez
Die Bereitschaftsdienste darf man auch nicht ganz vergessen. Nachtdienste, wo in Wien pro Nacht 30 bis 35 Apotheken offen haben. Das ist auch nicht ganz unwichtig, wenn man in der Nacht oder am Wochenende gschwind was braucht.

Die Lindwurm-Apotheke in der Gablenzgasse 31, Foto: BM15_Simone Andress 2021


Mehr Apotheken-Geschichten k├Ânnen Sie ├╝brigens unter anchor.fm/apostories1150 nachh├Âren. Damit gebe ich zur├╝ck an das F├╝nfzehn Minuten ├╝ber den F├╝nfzehnten-Studio. Bleiben Sie gesund!

Langversion Gr├Ątzelkorrespondenz Karin Martiny

Langversion Gr├Ątzelkorrespondenz Karin Martin

Brigitte Neichl

Liebe Karin, vielen Dank, dass Du uns trotz Erk├Ąltung so interessante Infos vermittelt hast.

Karin Martiny

Baba, Karin und bis bald. Baba und bis zum n├Ąchsten Mal. [00:23:48]


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├ťberleitung 2

Maurizio Giorgi
Ja, da w├Ąre ich gern dabei gewesen bei diesem Gr├Ątzelspaziergang mit unseren beiden Karins. Aber fein, dass ich und auch Sie liebe H├Ârerin, lieber H├Ârer, akustisch daran teilhaben konnten. Und die Gr├Ątzel-Korrespondenz von Karin Martiny ├╝ber die Apotheken war auch sehr h├Ârenswert.

Brigitte Neichl
Ja die beiden liefern uns immer wieder faszinierende Geschichten. Ich bin sehr stolz und gl├╝cklich, dass wir sie haben. [00:24:09]

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Veranstaltungen

Brigitte Neichl
Maurizio? Kann man auf unser Angebot im November und Anfang Dezember auch stolz sein?

Maurizio Giorgi

Na klar, liebe Brigitte, wir bem├╝hen uns ja immer, ein abwechslungsreiches Programm f├╝r unsere Besucher*innen zusammenzustellen.

Am 15. November ab 19 Uhr ist wieder Podcast-Party-Time im Museum. Wir lauschen der aktuellen Podcast-Folge – gerne auch anderen, wenn gew├╝nscht – und dann geht’s wieder ans Feiern, Kennenlernen und Vernetzen


Am Freitag, den 18. November, ab 17.30 findet unser schon traditioneller Tagebuch-Tag statt. Zum zweiten Mal unter dem Titel „Traute Molik-Riemer Tagebuch-Tag“. Frau Molik-Riemer hat das Kultur- und Literaturprojekt Tagebuch-Tage 2006 initiiert und organisiert. Die Tagebuch-Tage fanden j├Ąhrlich im November statt und umfassten mehr als 100 Veranstaltungen in ├ľsterreich sowie einige auch in Deutschland. Das Projekt wurde von Wien Kultur bis 2016 gef├Ârdert. Nach der ├ťbernahme durch eine mit der Initiatorin befreundete PR-Agentur entstanden naturgem├Ą├č h├Âhere Kosten, die von Wien Kultur leider nicht mehr gef├Ârdert wurden.

Das Bezirksmuseum Rudolfsheim-F├╝nfhaus und auch andere Institutionen bieten aber weiterhin einen Tagebuch- Tag an und f├╝hren so die Initiative von Frau Traute Molik-Riemer fort. Ihr zu Ehren benennen wir diese Veranstaltung seit 2021 nach ihr.

Diesmal wird Hilde Bartl ein fiktives Interview mit den von Werner Schallamon verk├Ârperten „Schuttkaplan“ Georg Springer f├╝hren. Beide haben Georg Springer noch pers├Ânlich gekannt.

Dieser hat nach dem Zweiten Weltkrieg gemeinsam mit vielen Freiwilligen, seiner sogenannten „Eisernen Garde“, den Bauplatz f├╝r die Kirche Herz Mari├Ą in der Winckelmannstra├če 34 vorbereitet.

Frau Molik-Riemer wird auch eine kurze Geschichte lesen und unsere Kollegin Waltraud Zuleger bietet eine kurze Einf├╝hrung zu Leben und Werk von Georg Springer.


Am 25. November pr├Ąsentieren wir ab 17:30 die neue Ausgabe unserer Edition Bezirksmuseum 15 „Adelige, M├Ânche, Feuergewehre und Bier“ unserer Kollegin Eva M├╝ller, von der Sie ja eben im Interview geh├Ârt haben.


Karl Zellhofer erz├Ąhlt am 2. Dezember ab 17:30 Uhr ├╝ber den ├ľffentlichen Verkehr im 15. Bezirk, Bahn, Tramway, Bus – einst und jetzt. Bei dieser Veranstaltung wird auch einen Diaprojektor zum Einsatz kommen. Ein mittlerweile schon historisches Ger├Ąt, aber sehr passend f├╝r ein Museum.


Und am 9. Dezember ab 17:30 Uhr bekommen wir im Rahmen unserer Rubrik Bezirksmuseen stellen sich vor, Besuch aus dem vierten Bezirk und zwar vom Museumsleiter Philipp Maurer. Er wird uns ├╝ber Politik, Kunst, Verkehr, Gesundheit und Hygiene auf der Wieden berichten. 

Anmelden k├Ânnen Sie sich f├╝r alle Angebote auf unserer Webseite www.museum15.at/veranstaltungen


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Infos zur n├Ąchsten Folge

Maurizio Giorgi
Und was gibt’s in der n├Ąchsten Folge von F├╝nfzehn Minuten ├╝ber den F├╝nfzehnten, liebe Brigitte?

Brigitte Neichl
Im Dezember gibt es nun schon zum vierten Mal unsere traditionelle Weihnachtsfolge, und zwar eine Audiocollage mit Interviews, die wir beim diesj├Ąhrigen Reindorfgassenfest gef├╝hrt haben. Mehr wird allerdings noch nicht verraten

Maurizio Giorgi
Die Spannung steigt ins Unermessliche.

Brigitte Neichl
Ja, so soll es auch sein.



Brigitte Neichl
Lieber Maurizio, wir kommen wieder zum Ende dieser Folge. Vielen Dank f├╝r Deine Unterst├╝tzung!

Maurizio Giorgi
Es ist mir wie immer ein Ehrenamt, liebe Brigitte! Ciao!

Brigitte Neichl
Baba Maurizio! 


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Verabschiedung

Ja, liebe H├Ârerin, lieber H├Ârer, Rudolfsheim-F├╝nfhaus hat viel zu bieten, machen wir was draus – gemeinsam!

Wenn Sie ihr Wissen ├╝ber die Geschichte des 15. Bezirks erweitern m├Âchten.

Wenn Sie kulturelle und gesellschaftspolitische Themen sch├Ątzen.

Wenn Sie gespannt auf interessante Menschen und Themen aus Vergangenheit und Gegenwart im 15. Bezirk sind.

Dann sind Sie bei uns richtig!

Besuchen Sie unsere Ausstellungen und Veranstaltungen im Museum, verfolgen Sie unsere Aktivit├Ąten auf unserer Webseite, unserem Blog, unserem YouTube-Kanal und auf FacebookInstagram & Co. Infos und Links, finden Sie in den Shownotes.

Wir sind auch gespannt auf Ihre Kommentare und Anregungen.

Ich freue mich auf die n├Ąchsten spannenden 2x F├╝nfzehn Minuten ├╝ber den F├╝nfzehnten und verabschiede mich mit der anregenden Musik von Nigora und der berauschenden Stimme von Michael Stark.

Ich w├╝nsche Ihnen einen wundersch├Ânen Tag, wann immer Sie diese Folge auch h├Âren!

Ihre Brigitte Neichl

Outro

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Ein Kommentar zu „­čÄž Der Bezirksgeschichte auf der Spur

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