Mortui vivos docent – Die Toten lehren die Lebenden

Wie gewohnt finden Sie hier am 4. Montag des Monats das „Zitat des Monats“. Diesmal geht es um den Leitspruch der Patholog*innen und Rechtsmediziner*innen, der auch der Titel der aktuellen Ausgabe aus unserer Edition Bezirksmuseum (Nr. 13) von Barbara Büchner ist.

Zitat des Monats

Unser Zitat des Monats ist diesmal einerseits der Leitspruch der Patholog*innen und Rechtsmediziner*innen und andererseits der Titel der aktuellen Ausgabe aus unserer Edition Bezirksmuseum (Nr. 13) von Barbara Büchner.

Mortui vivos docent – Die Toten lehren die Lebenden. (Leitspruch der Patholog*innen und Rechtsmediziner*innen)

Das lateinische Sprichwort „Mortui vivos docent“, die Toten lehren die Lebenden, hat als Leitsatz in der Medizin bis heute seine Gültigkeit bewahrt. Obduktionen sind ein wichtiges Mittel zur Qualitätskontrolle, um beispielsweise etwaige Fehldiagnosen zu diagnostizieren, die zu falschen Behandlungen geführt haben, oder um bisher unbekannte Nebenwirkungen von neuen Behandlungsmethoden zu erkennen. Das Fach Anatomie ist und bleibt daher eine tragende Säule der medizinischen Ausbildung. Eine genaue Kenntnisse der Gestalt, Lage und Struktur von Organen, Geweben und Zellen ist wesentlich, um eine gute Ärztin / ein guter Arzt zu werden.
(vgl. Blog für Buchkultur, DOCPLAYER)

Wie bereits erwähnt, trägt die neueste Ausgabe unserer Reihe Edition Bezirksmuseum 15, Nr. 13, von Barbara Büchner, ebenfalls den Titel „Mortui vivos docent“. Der Untertitel lautet: „Historische Obduktionsprotokolle des k.k. Kaiserin-Elisabeth-Spitals“.

Lesen Sie dazu Auszüge aus dem Vorwort:

In der vorliegenden Broschüre geht es –passend zum Thema des Tages der Bezirksmuseen 2022 „Medizin –Gesundheit –Wohlbefinden“ –um Krankheiten, Spitäler, Ärzt*innen, Obduktionen und (schwer lesbare) Obduktionsprotokolle.

Vor allem aber – und das macht die Lektüre so spannend – geht es um den (durchaus nicht geradlinigen) Weg zu diesen Protokollen, die bisher noch unbearbeitet waren, und es geht um Teamarbeit, kollegiale Hilfe und um das Einbeziehen früherer Forschungsarbeiten von Kolleginnen.

Mein Dank gilt an dieser Stelle besonders Stefanie Gilli, die ihr Talent für das Entziffern von Texten in Kurrentschrift in den Dienst der Sache stellte. Ebenso Eva Müller, alias Eva Anna Welles, für Ihre wertvollen Vorarbeiten zum „Kaiserin-Elisabeth-Spital“ (Edition Bezirksmuseum 15, Nr. 5) und an Gertraud Müller für das – bei über 100 Seiten sicher nicht einfache – Lektorat.

Als Barbara Büchner das erste Mal über die Museumsschwelle schritt, wusste ich gleich, dass ich einen Schatz gefunden hatte. Eine Schriftstellerin und frühere Journalistin, mit einem Hang zum Morbiden, daraus ließ sich etwas machen. Und sehr bald wurde die Idee geboren, dass die neue Kollegin eine neunteilige Blogserie über Kriminalfälle, die sich auf dem Gebiet des heutigen 15. Bezirks zugetragen haben, schreiben könnte.

Doch dabei blieb es nicht! Seit 2019 erscheint regelmäßig einmal pro Monat eine „History & Crime“-Folge, mit vielen weiteren spannenden, aufregenden, tragischen und zuweilen makabren Kriminalfällen. Und diese Beiträge gehören zu den beliebtesten unseres BM 15-Blogs!

Auch eine Broschüre in der Edition Bezirksmuseum 15 hat Frau Büchner schon verfasst –und zwar Nr. 9 „Blut im Beisl. Kriminalfälle in Gasthäusern des 15. Bezirks um 1900“. In einer Folge unseres Podcasts „Fünfzehn Minuten über den Fünfzehnten“ war sie ebenfalls schon zu Gast – Nr. 5 „The dark side of Rudolfsheim-Fünfhaus“. Unter www.museum15.at/podcast finden Sie alle Infos zum Podcast und können die Folge auch gleich dort anhören.

Ich glaube, Sie spüren meine Begeisterung für unser talentierte Barbara Büchner und wenn Sie in die vorliegende Broschüre eintauchen, werden Sie mich verstehen!

Ich kann nur sagen, ich habe noch viel mit ihr vor. Sie hoffentlich auch mit mir…

Zur Einstimmung ins Thema empfiehlt sich auch unser Blogartikel „Erinnern Sie sich noch ans Elisabethspital.

Ich wünsche Ihnen eine spannende Lektüre und viele interessante Erkenntnisse mit der Medizingeschichte des 15. Bezirks!

Das Cover der Broschüre Mortui vivos docent von Barbara Büchner

Wenn Sie nun Lust bekommen haben, mehr über die Medizingeschichte des 15. Bezirks und die Obduktionsprotokolle des k.k. Kaiserin-Elisabeth-Spitals zu erfahren, können Sie die 128 Seiten starke Broschüre mit zahlreichen Abbildungen entweder im Museum erwerben (empfohlene Spende € 13,-) oder auch per Post zugesandt erhalten (empfohlene Spende plus € 5,- Versand). Bestellungen per Mail an office@bm15.at

Verstand, Herz und gute Laune

Der Untertitel unseres Blogs lautet „DER KulturBlog aus Wien Rudolfsheim-Fünfhaus für Verstand, Herz und gute Laune, bei dem es um Menschen & Themen aus dem 15. Wiener Gemeindebezirk in Vergangenheit und Gegenwart geht.“

Den Zusatz „für Verstand, Herz und gute Laune“ gibt es seit 27.6.2021. Er ist eine Hommage an die Zeitschrift „Oesterreichisches Bürgerblatt für Verstand, Herz und gute Laune“, die von 1819-1857 (vom 6.1.1819-1819-29.7.1835 unter diesem Titel, dann in Variationen) im Verlag Friedrich Eurich erschien.

Wir identifizieren uns nicht mit der Ausrichtung dieser Zeitschrift. Diese drei Worte haben uns aber angesprochen, weil sie sehr anschaulich das ausdrücken, wofür wir stehen und weil die Kombination einfach genial ist 😉

Wir sind ständig bestrebt, unser Wissen über die Geschichte des 15. Bezirks zu erweitern und möchten diese Erkenntnisse auch an Sie als Leserinnen und Leser dieses Blogs weitergeben (Verstand) und wir berichten hauptsächlich über jene Menschen, die sonst keine Stimme hatten, wir möchten sie und ihr Leben sichtbar machen (Herz). Aber selbstverständlich soll auch der Humor nicht kurz kommen, denn er erleichtert das Leben und auf diesem Wege lässt sich auch sehr viel an Wissen transportieren (gute Laune).

Liebe Leserin, lieber Leser!

Ihnen fehlt etwas? Sie haben weiterführende Informationen?
Dann schreiben Sie doch einfach einen Kommentar. Nützliche Inhalte mit Quellenangabe bauen wir – mit Verweis auf Ihren Kommentar – gerne noch in den Text ein. Alternativ können Sie uns auch ein Mail an office@bm15.at schicken!

Oder wie es Anton Ziegler 1828 (*) so schön ausgedrückt hat:

Jede Belehrung und Berichtigung, welche in Beziehung auf größere Vervollkommnung und Gemeinnutzmachung dieser Herausgabe beabsichtigt ist, wird mit dem ausgezeichnetsten Danke empfangen.

(*) Wiens nächste Umgebungen an den Linien, herausgegeben von Anton Ziegler und Carl Graf Vasquez, Wien 1827-1828

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Schau mal, ich hab was Interessantes auf WIENfünfzehn gefunden!

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