🎧 Alles neu macht der JĂ€nner Teil 2

Eine neue erste Folge von FĂŒnfzehn Minuten ĂŒber den FĂŒnfzehnten

Episode #043

In der 43. Folge von „FĂŒnfzehn Minuten ĂŒber den FĂŒnfzehnten“ blicken wir zurĂŒck auf das Jahr 2021 und widmen uns der Frage, was aus der allerersten Episode noch stimmt, was sich geĂ€ndert hat und was ergĂ€nzt werden sollte.

Wir, das sind Brigitte Neichl und Maurizio Giorgi sowie die beiden GrÀtzelkorrespondentinnen Karin Elise Sturm und Karin Martiny.

Im 1. Teil von insgesamt fĂŒnf erfahren Sie, was wir an unserem Podcast gut finden, welche Folgen wir besonders gern haben, wie viele Menschen schon zugehört haben und was eine Miniserie zur Bezirksgeschichte mit Raumschiff Enterprise zu tun hat.

Teil 2 beschĂ€ftigt sich mit der Frage, ob wir zu unseren Zuhörer*innen „Du“ oder „Sie“ sagen sollen, wozu es diesen Podcast ĂŒberhaupt gibt und wie man die bisherigen GesprĂ€che mit interessanten Menschen aus Rudolfsheim-FĂŒnfhaus graphisch als Bild darstellen könnte. Brigitte Neichl erzĂ€hlt auch noch von der „Aufregung des letzten Klicks“ von 2019.


Die Podcast-Episode

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Ebenso können Sie die Podcast-Folgen bequem (und ohne zusÀtzliche App) auf unserer Website anhören.

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#043 Alles neu macht der JĂ€nner Teil 2

Transkript der Podcast-Episode:

Intro

Brigitte bei den Vorbereitungen zur Podcast-Aufnahme, Foto: Karin Elise Sturm 2022

Hallo und herzlich willkommen zur 43. Folge von FĂŒnfzehn Minuten ĂŒber den FĂŒnfzehnten. Mein Name ist Brigitte Neichl. Dieser Podcast wird Ihnen prĂ€sentiert vom Bezirksmuseum Rudolfsheim-FĂŒnfhaus, dem Veranstaltungs-Museum im Herzen des 15. Bezirks. Das Museum bietet Ausstellungen, Veranstaltungen und Events fĂŒr Erwachsene und Kinder und diesen Podcast. Mehr dazu finden Sie auf www.museum15.at

Sie hören heute den zweiten Teil unserer traditionellen RĂŒckblicks-Folge zu Beginn eines neuen Jahres. Gemeinsam mit Maurizio Giorgi, meinem Co-Moderator und den beiden GrĂ€tzelkorrespondentinnen, Karin Elise Sturm fĂŒr den SĂŒden und Karin Martiny fĂŒr den Norden von Rudolfsheim-FĂŒnfhaus, beschĂ€ftigen wir uns insbesondere damit, was aus der allerersten Episode noch stimmt, was sich geĂ€ndert hat und was ergĂ€nzt werden sollte.

Das Podcast-Team in der Bibliotheksecke (v.l.n.r.: Karin Martiny, Karin Elise Sturm, Brigitte Neichl, Maurizio Giorgi)

Hören Sie den 2. Teil von insgesamt fĂŒnf und erfahren Sie, ob wir zu unseren Zuhörer*innen „Du“ oder „Sie“ sagen sollen, wozu es diesen Podcast ĂŒberhaupt gibt und wie man die bisherigen GesprĂ€che mit interessanten Menschen aus Rudolfsheim-FĂŒnfhaus graphisch als Bild darstellen könnte. Brigitte Neichl erzĂ€hlt auch noch von der „Aufregung des letzten Klicks“ von 2019.

Warum dieser Blick auf die 1. Folge?

Nun, wer auf einen neuen Podcast stĂ¶ĂŸt, so geht es mir zumindest, hört sich meist Episode 1 an, um zu erfahren, wer den Podcast gestaltet und welche Themen es geht und wie die Folgen aufgebaut sind, und dann zu entscheiden, ob man sich weitere Folgen anhören oder ihn sogar abonnieren möchte.

Da sich seit Februar 2019, dem Start von FĂŒnfzehn Minuten ĂŒber den FĂŒnfzehnten, einiges verĂ€ndert hat, möchten wir im Februar eine aktualisierte 1. Folge aufnehmen. Wir schauen aber natĂŒrlich auch zurĂŒck auf 2021 und sprechen ĂŒber Ziele und PlĂ€ne im Podcast-Jahr 2022.

Im ersten Teil, in der Episode 42, erfahren Sie, was wir in unserem Podcast gut finden, welche Formen wir besonders gern haben, wie viele Menschen schon zugehört haben und was eine Miniserie zur Bezirksgeschichte mit Raumschiff Enterprise zu tun hat?

#042 Alles neu macht der JĂ€nner Teil 1

Den Link stelle ich Ihnen in die Shownotes.

Und nun steigen wir ein mit einem Ausschnitt aus Folge 1 und dann sprechen wir darĂŒber, was bleiben kann und was gehen muss, weil es nicht mehr aktuell ist.

Viel VergnĂŒgen!


Wer ist Brigitte Neichl? Was ist ein Bezirksmuseum?

Hallo und herzlich Willkommen zur 1. Folge meines Podcasts FĂŒnfzehn Minuten ĂŒber den FĂŒnfzehnten. Mein Name ist Brigitte Neichl und ich freue mich sehr, dass Sie dabei sind.

Heute wird es darum gehen, welche Inhalte Sie von diesem Podcast erwarten dĂŒrfen, wer ich bin und warum ich das mache und welche fĂŒnf – hoffentlich guten – GrĂŒnde es gibt, diesen Podcast zu hören und auch weiterzuempfehlen. Als UnterstĂŒtzung habe ich meine Museumskollegin Elisabeth Mayr mitgebracht. Hallo Elisabeth, schön, dass Du da bist.

Gerne! Danke fĂŒr die Einladung. Ich freue mich, dass ich bei dieser Premiere dabei sein kann. Aber fangen wir doch gleich mal an: ErzĂ€hl uns was von Dir? Wer ist Brigitte Neichl?

Danke fĂŒrs Stichwort! Man könnte mich als kreativ-chaotische Scanner-Persönlichkeit, die gerne netzwerkt, beschreiben.

Der Begriff Scanner-Persönlichkeit stammt von der amerikanischen Autorin Barbara Sher beschreibt Menschen mit einer ausgeprĂ€gten Neugier an vielen Themen und mit viel Ideen. Ich lebe in Wien, bin in der Erwachsenenbildung tĂ€tig und seit ĂŒber 20 Jahren im Bezirksmuseum Rudolfsheim-FĂŒnfhaus aktiv. Seit 2011 leite ich das Museum. Und in dieser Funktion als Museumsleiterin betreibe ich auch diesen Podcast.

Falls uns jemand aus einem Bundesland in Österreich oder aus Deutschland, der Schweiz oder von noch weiter weg zuhört, was ist eigentlich ein Bezirksmuseum?

Dass Du das nicht weißt 😉 Ein Bezirksmuseum befasst sich mit der Geschichte des Bezirks, des Stadtteils oder wie man hier bei uns in Wien sagt, mit dem GrĂ€tzel, also dem unmittelbaren Gebiet, in dem man wohnt – und man hört es auch draußen gleich. Solche Museen werden manchmal auch als Heimatmuseen, Stadtmuseen oder Stadtteilmuseen bezeichnet. Rudolfsheim-FĂŒnfhaus ist der 15. Gemeindebezirk von Wien. Insgesamt gibt es in Wien 23 Bezirke. Jeder Bezirk hat auch ein eigenes Bezirksmuseum.

Ganz schön viel.

Ja. Die 23 Wiener Bezirksmuseen sind in der Arbeitsgemeinschaft, kurz ARGE, Bezirksmuseen zusammengefasst und werden von der Stadt Wien gefördert. Der Eintritt ist frei. Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, auch die Leitung, sind ehrenamtlich tĂ€tig. Das heißt, neben dem Beruf und ohne Bezahlung. Bezirksmuseen bieten Ausstellungen und verschiedene Veranstaltungen an und sind eine Kultur-Drehscheibe des Bezirks.


Brigitte Neichl
Den erste Teil, finde ich, den kann man – ein bisschen adaptiert, aber doch verwenden, weil das finde ich gut, dass man mal erklĂ€rt, was es ĂŒberhaupt einen Bezirksmuseum, wie viele gibt’s es in Wien?

Karin Elise Sturm
Unbedingt! Wobei ich muss dazu sagen, dass ich ja keine Wienerin. Ich bin nach Wien gekommen, da haben wir schon mal drĂŒber geredet, und ich hatte eigentlich keine Ahnung, was ist ein Bezirksmuseum. Und darum glaube ich – natĂŒrlich haben wir viele Hörerinnen und Hörer, die Wiener und Wienerinnen sind, aber wir haben sicher auch sehr viele Hörerinnen und Hörer, die keine Wiener*innen sind und fĂŒr die es dann wirklich vielleicht relevant ist, oh what the **** sozusagen, was ist das Bezirksmuseum? Wo ist mein Bezirksmuseum? Also die Neugierde wecken. Ich kann meinen Bezirk, meine Stadt ĂŒber das Bezirksmuseum vielleicht erleben oder finden.

Brigitte Neichl
Ja. Auch, dass es ehrenamtlich ist. Das wissen sehr viele nicht. Die glauben, weil wir zum Beispiel wir sind im Amtshaus beheimatet und glauben, wir gehören da dazu, wir sind Beamtinnen und Beamte. Das ist aber nicht so. Uns wurde angeboten, dass wir hier im Amtshaus die RĂ€umlichkeiten haben können. Nicht alle Bezirksmuseen sind in AmtshĂ€usern. Aber dadurch ist oft, denken sich die Leute, wieso haben die nur zweimal in der Woche offen, zwei Stunden und wieso stehen die nicht stĂ€ndig zur VerfĂŒgung? Das ist eben deshalb, weil wir alle ehrenamtlich tĂ€tig sind und uns unsere Zeit neben dem Beruf natĂŒrlich einteilen mĂŒssen.

Karin Martiny
Ja vielleicht noch kurz anschließend an die Bezirksmuseen, weil ich die so wichtig finde, weil die so kleine Stadtteile und eben das GrĂ€tzel zeigen. Und irgendwie finde ich, liegt es auch in diesen kleinen Museen so ein wahnsinniges Potential drin, was wir hier auch ausschöpfen, nicht nur ĂŒber die Vergangenheit jetzt etwas herzuzeigen, sondern wirklich gemeinsam mit den Menschen auch zu gestalten und einerseits die Geschichte neu zu entdecken, zu hinterfragen vielleicht manchmal und einfach auch zu zeigen, was ist in der Gegenwart los. Und ich glaub, das ist wirklich ein ganz, ganz großes Potential von diesen kleinen Museen.

Brigitte Neichl
Ja. Das ist ein guter Punkt, den Du ansprichst. Unser Anliegen, jetzt als Museum, als Bezirksmuseum Rudolfsheim-FĂŒnfhaus, ist nicht nur, dass wir in die Vergangenheit schauen – natĂŒrlich, das erwartet man hier, dass man die Bezirksgeschichte aufarbeitet – aber wir befassen uns auch mit der Gegenwart, unter anderem mit euren GrĂ€tzelkorrespondenzen, und dadurch leisten wir auch einen Beitrag fĂŒr die Zukunft des Bezirks. Aber auch der Stadt, also das ist unser Anliegen, und das ist uns sehr wichtig. Wir wollen nicht nur in der Vergangenheit verhaftet sein und bleiben, sondern wir wollen auch ĂŒber die Gegenwart quasi einen Beitrag fĂŒr die Zukunft setzen.

Karin Elise Sturm
Das ist mir so stark aufgefallen, jetzt mit unseren Corona-BeitrĂ€gen, die wir gehabt haben wĂ€hrend unserer Podcast-Zeit, wo der Thomas Reithmayer hat das, glaub ich, gesagt im Interview, wie Du den Thomas Reithmayer interviewt hast fĂŒr den Podcast. Wo er gesagt hat, das, was wir im Podcast machen, ist ja ab dem nĂ€chsten Tag Geschichte. Und wenn wir berichten im Podcast, dass alle WirtshĂ€user zu haben und ich hab zum Beispiel einen Beitrag gemacht, ĂŒber wie das funktioniert bei den GasthĂ€usern, das in der TĂŒre ein Tisch steht, und dass das Essen auf die Straße ausgegeben wird und so weiter. Das ist ja eben in 15, 20 Jahren, wenn dann Menschen fragen: „Was war das Corona?“ oder „Wie haben die Leute das erlebt?“ „Was ist ein Shutdown?“ Ich hab zum Beispiel stĂ€ndig vom Shutdown geredet in meinen BeitrĂ€gen damals, ist es gelebte Geschichte ja dann eigentlich schon. Insofern ist das vollkommen relevant, wenn wir – genauso wie Du das geplant hast, ist es ja dann auch passiert – wirklich ĂŒber aktuelle Menschen im Bezirk und das ist ja ĂŒbermorgen schon wieder Geschichte.


„Du“ oder „Sie“? – Das ist hier die Frage!

Sag mal, Brigitte, weil es mir aufgefallen ist: Wie willst Du denn unsere Hörerinnen und Hörer eigentlich ansprechen mit „Du” oder mit “Sie”?

Tja, “Du” oder “Sie”? Das ist hier die Frage. Ich habe lange ĂŒberlegt, wie ich es anlegen soll, wen ich als meine Zielgruppe im Auge habe und wie die jeweilige Entscheidung aufgenommen werden könnte. Im Vorfeld habe ich dazu auch eine Umfrage durchgefĂŒhrt. Es gab insgesamt 41 RĂŒckmeldungen. Eine der Fragen bezog sich darauf, wie die – damals noch kĂŒnftigen Hörerinnen und Hörer gerne angesprochen werden möchten. Dabei sprachen sich etwas mehr als die HĂ€lfte, fĂŒr das “Sie” aus. Ehrlich gesagt, ist mir das zumindest fĂŒr den Anfang, auch lieber so. Sie kennen mich ja noch nicht, da draußen und mĂŒssen sich erst ein Bild machen, ein Hörbild sozusagen.

Brigitte Neichl
Ja und gestoppt haben wir jetzt bei einem Punkt, der mir damals völlig klar schien, nĂ€mlich die „Du” oder „Sie”-Frage. Bei Podcasts ist so – ich habe ja jetzt inzwischen schon einige Podcast-Hör-Erfahrung. In den allermeisten FĂ€llen werden die Zuhörerinnen und Zuhörer mit “Du” angesprochen. Nur sind das auch andere Themen. Also sowas wie uns gibt es es ja sonst nicht. Und ich bin auch eher der Typ, dass ich zuerst einmal mit “Sie” beginne. Auch wenn neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kommen oder wenn ich jemanden kennenlerne. Zuerst einmal das “Sie”, dann schaut man mal, wie versteht man sich, passt es? Und wenn man dann quasi in eine weitere Beziehung eintritt, dann irgendwann ist es das so spezieller Moment, wo man sagt: “Wollen wir nicht ‚Du‘ sagen?”. [00:11:40]

Karin Elise Sturm
Ja, genau ja.

Brigitte Neichl
Und ich finde das toll. Weil das gibt es im Englischen nicht. Da ist man halt gleich per Du, und man kann zwar natĂŒrlich auch den Nachnamen sagen oder den Vornamen, aber es gibt das „Du”. Und wir haben dieses “Sie” und dieses „Du”. Und darum finde ich, das hat einen gewissen Reiz und es zeigt auch etwas. In dem Moment wo man Jemandem das Du-Wort anbietet, ist man einen Schritt weiter in der Beziehung. Und eben Leute, die den Podcast anhören, also Sie, liebe Hörerinnen und Hörer- ich weiß ja nicht, wer hinter dem GerĂ€t sitzt oder bei dem GerĂ€t sitzt, und deshalb dachte ich mir, fangen wir mit „Sie” an.

Und wie wir dann den ersten RĂŒckblick gemacht haben, war ich immer noch dieser Meinung. Beim zweiten weiß ich gar nicht, ob wir das noch angesprochen haben. Und jetzt muss ich sagen, bin ich irgendwie lockerer geworden möglicherweise im Alter und milder oder was auch immer – ich bin geneigt, das zu Ă€ndern, weil ich mir denke, es hat natĂŒrlich schon eine persönlichere Ebene und jetzt haben wir ja quasi, haben wir gesagt, wir haben schon so viele Leute, die uns zuhören und die kennen uns ja jetzt auch schon. Also werden ja nicht jedes Mal lauter neue Leute sein. Und auch wenn wir uns vielleicht nicht persönlich noch gesehen haben, aber ĂŒber den Podcast, ĂŒber die Töne, ĂŒber die Musik und ĂŒber das Audio kennen wir uns schon.

Und deshalb bin ich geneigt, zum „Du” ĂŒberzugehen und da wollte ich mit euch sprechen, wie ihr dazu steht.

Karin Martiny
Ja vielleicht fĂŒr mich, weil ich bin jetzt am kĂŒrzesten eigentlich dabei, seit einem Jahr ungefĂ€hr. Und mir geht es glaub ich wie Dir am Anfang, nach einem Jahr, dass ich noch zögerlich wĂ€re. Aber in deinem Fall ist natĂŒrlich, dadurch, da Du sie ja lĂ€nger kennst. Man weiß ja eben, wie Du sagst, doch nicht, wer wir sitzt hinter dem GerĂ€t, also wer hört wirklich zu, mögen die das. Gibt’s da eigentlich Umfragen?

Brigitte Neichl
Ich habe, bevor ich gestartet habe, habe ich eine Umfrage gemacht. Und da war es sehr knapp eigentlich. 53% haben gemeint – natĂŒrlich muss sagen, wer hat ĂŒberhaupt teilgenommen? Also das ist jetzt keine reprĂ€sentative Umfrage. 53% haben gemeint, ihnen wĂ€re das “Sie” lieber.

Karin Elise Sturm
Also mein persönliches GefĂŒhl ist auch „Sie”.

Brigitte Neichl
Aha, ok.

Karin Elise Sturm
Vielleicht, weil ich doch das GefĂŒhl habe, dass wir ein Bezirksmuseum sind und irgendwie so ein bissel was Gesettelteres oder das Gesetzteres.

Brigitte Neichl
Das war ja genau meine Überlegung.

Karin Elise Sturm
Wir sind doch ein Bezirksmuseum und sind doch ein bisschen gesetzter. Wobei wir ja doch ganz anders ticken, wir als Team auch und wir Menschen. Aber ich denke, wir reprĂ€sentieren das Bezirksmuseum. Aber es wĂ€re natĂŒrlich – also ich bin vollkommen offen in der Frage und spring natĂŒrlich gerne auch um. Man kann natĂŒrlich auch sagen, wir sind so ein modernes Bezirksmuseum, wir sind in allen KanĂ€len von YouTube bis Instagram, und ich weiß nicht was noch alles, und wir sind jetzt einfach anders als alle anderen Bezirksmuseen oder ĂŒberhaupt, als wie man uns erwarten wĂŒrde und schnalzen um auf „Du”. Also ich bin gern dabei, aber von meinem GefĂŒhl her wĂŒrde ich sagen, eher “Sie”.

Brigitte Neichl
Was sagst Du, Maurizio?

Maurizio Giorgi
Ja, ich finde, das “Sie” hat halt fĂŒr einen Bezirksmuseum so eine gewissen SeriositĂ€t. Das klingt so wie irgendein Rundfunk-Sender, der da ganz offiziell.

Karin Elise Sturm
Vielleicht wĂŒnsch ich mir das ja.

Maurizio Giorgi
Das kommt auch durchaus drauf an. Also wenn man mal die Zahlen guckt. Wir haben auf dem Mini-Podcast bei Anchor, da ist ja die grĂ¶ĂŸere Hörerzahl, die Menschen zwischen 40 und 50 Jahren, sehr gesetzt eigentlich, und da sprechen wir aber trotzdem mit „Du” oder “ihr” oder “euch” an. Da funktioniert das, aber war das irgendwie so ein Splitter-Thema auch ist. Ich wĂŒrde aber trotzdem eher auch beim “Sie” bleiben, weil es halt was Seriöses ist und irgendwie auch gut klingt. Und inzwischen wird man ja ĂŒberall per “Du” angesprochen, auch wenn man gar keine Beziehung mit irgendjemandem hat.

Brigitte Neichl
Bei diesem Haus, ĂŒber das wir nicht sprechen. Bei diesem Möbelhaus.

Maurizio Giorgi
Es gibt auch andere, Vereine usw., Organisationen, wo dann immer schon mal gleich das “Du” verwendet wird. Ok, ja, aber ich möchte nicht immer mit “Du” angesprochen werden, das ist mir manchmal ein bisschen zu viel. Also das “Sie” ist doch eigentlich. eine schöne, seriöse Form, die auch ein bisschen Respekt oder Anerkennung, oder wie auch immer, schafft, ohne dass man da gleich per “Du” ist.
Man muss aber auch sagen, unser Bezirk neigt auch schon dazu, mal ganz schnell ins “Du” ĂŒberzugehen. Man ist beim „Sie” und dann kommt man doch ganz schnell ins “Du” – beim Wirt um die Ecke, im Buchladen oder in irgendwelchen LĂ€den, dann geht’s dann doch schon ganz schnell. Das ist ja keine Barriere. Aber so fĂŒr das erste oder so fĂŒr die SeriositĂ€t, also ich finde das eigentlich sehr gut, das kommt doch sehr gut rĂŒber, wenn man dann sagt: “Lieber Hörerin, lieber Hörer, Sie haben gelesen, gehört 
“.

Brigitte Neichl
Das verwundert mich jetzt, weil ich dachte, dass ich quasi so die Konservative in der Frage bin.

Maurizio Giorgi
Ich muss aber sagen, also, ich beruflich kriege ich das immer mit, wir haben ja dann auch Ă€ltere Kunden, die neigen dann schon auch dazu, ins “Du” zu gehen, wenn sie da jemanden JĂŒngeren vor sich haben, und dann werden sie auch schnell auch persönlich und so. Das ist manchmal auch so eine Altersfrage. Es kommt irgendwann so ein Alter, wo man sagt, also jetzt genier ich mich ĂŒberhaupt nicht, den mit „Du“ anzusprechen. Man hat irgendwie schon so viel erlebt und kann es sich auch leisten, dann wird es auch niemand irgendwie bös finden. Da ist niemand böse. Das ist dann schon auch das, das was Du gesagt hast: Im Alter ist man so ein bisschen milder und kann man es sich erlauben, ohne dass man jetzt unhöflich wird.

Brigitte Neichl
Aber es ist natĂŒrlich ein Unterschied, ob mal jemand persönlich trifft. Also, ich wĂŒrde sagen, wenn selbst jetzt Sie, liebe Hörerin, lieber Hörer, jetzt vor uns stĂŒnden, wĂŒrden wir natĂŒrlich auf jeden Fall „Sie” sagen zuerst. Auch wenn wir jetzt irgendwann umsteigen sollten. Also das ist dann schon was anderes. Mir ging’s halt eher darum, wie wir das quasi ĂŒbers Audio machen, ob es da quasi angebracht wĂ€re. Aber wie gesagt, wir wissen nicht genau, wer da dahinter sitzt und vielleicht sollten wir mal wieder eine Umfrage machen, bevor wir das endgĂŒltig entscheiden.

Karin Elise Sturm
Das ist eine gute Idee, ja.

Brigitte Neichl
Weil jetzt haben wir ja genug Hörerinnen und Hörer und wenn da einige mitmachen, dann haben wir so ein bisschen einen Einblick. Vielleicht denken Sie sich zu Hause an den GerÀten ganz was anderes, als wir da jetzt reden oder genau dasselbe.

Karin Elise Sturm
Ja ist interessant. Machen wir eine Umfrage.

Brigitte Neichl
Das heißt, wir bleiben mal beim “Sie”, aber wenn herauskommen sollte, dass quasi eh alle uns schon so liebgewonnen haben und so das GefĂŒhl haben, wir sind schon gut bekannt. Das ergibt sich ja auch manchmal. Das ist auch oft bei Radiosendungen, dass man das GefĂŒhl hat, bei so Talk-Sendungen, man kennt die Person schon, die da hinten spricht, da wĂŒrd man da auch nicht. “Sie” sagen oder “Sie” denken. Aber wie gesagt, wir wissen es nicht.

Karin Elise Sturm
Könnten wir ja Facebook zum Beispiel da gibt es ein Tool, wo man einstellen kann: “Wie wĂŒrden Sie in einem Podcast gerne angesprochen werden? Mit „Du” oder “Sie” und die Leute können dann abstimmen.

Brigitte Neichl
Magst Du das machen?

Karin Elise Sturm
Ja, das schau ich mir an, wie das geht.

Brigitte Neichl
Ja, dann machen wir das. Dann vertagen wir die Entscheidung.

Karin Elise Sturm
Vertagen wir die Entscheidung.

Brigitte Neichl
Genau. Dann spielen wir vielleicht weiter. [00:19:59]

Bleibt noch eine wichtige Frage: Wozu um Himmels Willen startest Du einen Podcast?

Danke, dass Du fragst! Nun, ich sehe damit eine Möglichkeit, die Aufgabe des Bezirksmuseums Rudolfsheim-FĂŒnfhaus als Kultur-Drehscheibe wahrzunehmen. Es wird nicht nur ums Museum gehen, sondern um den 15. Bezirk insgesamt, um interessante Menschen und Themen. Ich möchte zeigen, wie lebendig, kreativ und vielfĂ€ltig der 15. Bezirk ist. Es geht auch um Vernetzung und Information und darum, ein Motor fĂŒr weitere Ideen und Projekte zu sein. Ich glaube, dass diese Inhalte nicht nur fĂŒr Bezirksbewohnerinnen und -Bewohner, sondern auch fĂŒr Gesamtwien, fĂŒr Österreich und fĂŒr den ganzen deutschsprachigen Raum interessant sein könnten.

Maurizio Giorgi
Ja Brigitte, Du hast gesagt, dass die Inhalte nicht nur fĂŒr die Bewohner*innen im Bezirk interessant sein könnten, sondern auch fĂŒr ganz Wien, fĂŒr Österreich oder fĂŒr den ganzen deutschsprachigen Raum.

Das finde ich sehr spannend. Es gibt ja die Möglichkeit, die StĂ€dte verpartnern sich ja auch immer, haben ja auch PartnerstĂ€dte, zumindest ist das in Deutschland, oder in Italien ist das auch so, dass man PartnerstĂ€dte hat und dann auch gemeinsam irgendwelche Kulturveranstaltungen macht oder andere Veranstaltungen. Und ich finde, das könnte man eigentlich, können wir als Museum eigentlich auch machen. Nur mĂŒsste man halt dann nur ein Partner-Museum, vielleicht in Österreich suchen oder irgendwo oder der Schweiz oder wo, die da offen sind, dass man irgendwas gemeinsam macht. Ich weiß noch nicht, wie man das machen kann oder wen man da anzapfen könnte, aber vorstellbar ist das fĂŒr mich.

Brigitte Neichl
Schöne Idee. Dass man quasi eine eigene Folge macht, meinst Du, oder dass man ĂŒbereinander berichtet?

Maurizio Giorgi
Nein, dass man ĂŒberhaupt eine Partnerschaft macht mit dem Museum, wo man ĂŒbereinander berichtet, was habt ihr, was haben wir, was habt ihr fĂŒr Ausstellungen. Und das ist vielleicht irgendwie mit hinein nimmt, oder dass man sich auf der Webseite auch irgendwo miteinander verlinkt, oder dass an vielleicht auch mal eine gemeinsame Sache macht.

Karin Elise Sturm
Also Besuch in Basel.

Maurizio Giorgi
Besuch in Basel, Besuch in ZĂŒrich, Besuch in was weiß ich was, Freiburg oder so.

Brigitte Neichl
Über Zoom kann man das ja leicht machen.

Maurizio Giorgi
So kann man das machen. Und dann kann man da berichten oder man macht eine gemeinsame VeranstaltungOpen Mic Night am Bodensee und Open Mic Night – na ja Donau – ist ein bisschen weit weg, aber so ungefĂ€hr.

Karin Elise Sturm
Donau Kanal.

Brigitte Neichl
Wienfluss.

Karin Elise Sturm
Wienfluss, Entschuldigung.

Brigitte Neichl
Bleiben wir im Bezirk.

Maurizio Giorgi
So in der Art und das. hÀtte etwas Interessantes und dann 


Brigitte Neichl
Internationale Beziehungen.

Karin Elise Sturm
Internationale Beziehungen, genau. Super.

Maurizio Giorgi
So was in der Art. Und dann lernt man auch wieder voneinander und kann auch vielleicht das andere oder andere verknĂŒpfen, kann zu unseren Bezirksbesucher*innen auch sagen, da haben wir noch was, wenn Sie mal wieder in der Gegend da sind – kleiner Reisetipp – und die sagen ĂŒber uns – wenn Sie mal wieder in Wien sind – kleiner Tipp, hier ist ein umtriebiges Bezirksmuseum, das hat die und die Ausstellung.

Vielleicht kann man auch irgendwas gemeinsam machen. Irgendein KĂŒnstler oder irgendein Mensch oder irgendeine historische Person oder lebende Person war vielleicht auch mal, hat vielleicht gleiche Spuren. Das wĂ€r jetzt Zufall, aber es könnte sein, dass man sagt, bei uns gibt’s das zu sehen. Also wenn jetzt Danzer beispielsweise – Georg Danzer – irgendeinem anderen Land noch unterwegs war.

Brigitte Neichl
Na, der war ja in Deutschland lange.

Maurizio Giorgi
Wenn der in Deutschland war, das mĂŒsste man sich heraussuchen, dass man sagt, wir haben wir hier die Ausstellung und ihr habts drĂŒben in Deutschland die Ausstellung, Spuren und dann kann man das ja dann zusammentun.

Brigitte Neichl
Magst Du das ĂŒbernehmen, das Du ein bisserl recherchierst?

Maurizio Giorgi
Jetzt lass mal schauen, was man da machen kann, ich mach das ja.

Brigitte Neichl
Und die dann halt auch anfragst, ob sie daran interessiert wÀren.

Maurizio Giorgi
Da wird ich mal anfragen und dann schauen wir mal, was man da machen kann.

Brigitte Neichl
Ja, ist eine gute Idee!

Karin Elise Sturm
Bei internationalen Beziehungen fĂ€llt mir ein, nur so als Einfall. Das auf Facebook in diesen historischen Gruppen drinnen, ganz oft Menschen drinnen sind, die jetzt Österreicherinnen und Österreicher bzw. Wiener und Wienerinnen sind, die im Ausland leben und in diesen historischen Bildern von Wien-Gruppen usw. einfach weiter einen Bezug zur Stadt beibehalten wollen und das könnte fĂŒr uns eigentlich eine Zielgruppe sein fĂŒr unseren Podcast. Menschen in anderen StĂ€dten und LĂ€ndern dieser Welt zu finden, die eigentlich Wienerinnen und Wiener sein und die unseren Podcast dann genießen, als Bezugspunkt zu Wien.

Brigitte Neichl
Da gibt’s es einige. also von einigen wissen wir es. Die haben schon Kontakt mit uns aufgenommen. Wir wissen ja, ehrlich gesagt, nicht ganz genau, wo ĂŒberall das gehört wird, vielleicht könnten wir das in den Analytics von Podigee – da mach ich jetzt Werbung, aber gerne, weil wir hosten unseren Podcast ĂŒber Podigee, und das kommt auch in der 1. Folge vor, die haben uns da ein sehr gutes Angebot gemacht, eben weil wir ein Bezirksmuseum sind, ehrenamtlich tĂ€tig sind, und nicht so viel Budget haben.

Karin Elise Sturm
Sehr gut.

Brigitte Neichl
Haben wir da einen guten Deal quasi bekommen. Also danke an dieser Stelle.

Die Aufregung des letzten Klicks

Brigitte Neichl
Das war ja damals so aufregend. Das kann man sich ja jetzt nicht mehr vorstellen. Zuerst einmal die Idee zu haben, dann muss man sich das alles zusammensuchen, dann muss man die Musik machen, dann muss man einen Plan machen ĂŒber den Aufbau, dann muss man eben einen, das habe ich auch nicht gewusst zuerst, das mal jemanden braucht, der das quasi verbreitet, und dann hab ich eben Podigee gefunden und dann weiß ich noch genau wie – Ich hab mir das schon angeschaut gehabt – aber dann wirklich den Account zu grĂŒnden, dieser letzte Schritt und dieser Klick dann drauf, das war so aufregend. Jetzt ist es ganz normal und man macht das als TagesgeschĂ€ft und das war furchtbar aufregend. Aber ist auch schön, dass quasi so in der Erinnerung zu haben. [00:26:09]

Podcast-Interviews: Vielfalt als Netzwerkbild

Karin Martiny
Eine Idee, die mir noch gekommen, eben genau zu dem Teil, wo es um das Ziel der Vernetzung und Information und das so geht, und dass das Ursprung-Idee eben auch so war, Motor fĂŒr weitere Ideen und Projekte zu sein. Weil ich mir ĂŒberlegt habe, mittlerweile gibt es ja schon ĂŒber 40 Folgen vom Podcast und wir haben mit ganz, ganz vielen Menschen einfach schon gesprochen, also Interviews gefĂŒhrt und von ganz vielen Projekten und Initiativen erfahren. Und dass man das vielleicht ein bisschen sichtbarer machen kann. Weil jetzt sind sie ja in den einzelnen Podcast-Folgen. Ja, das vielleicht so eine Plattform schaffen könnte, wo man einfach diese Vielfalt in einem Überblick ein bisschen zeigen könnte.

Brigitte Neichl
Was hast Du da genau gedacht, in welcher Form?

Karin Martiny
Das man zeigt, wie viele Projekte es gibt, mit welchen Menschen wir gesprochen haben, dass man das so in einem ganzen Bild ein bisschen sehen könnte. Weil jetzt sind sie in den einzelnen Podcast-Folgen, und also man kriegt dieses Bild, wenn man sich jede Folge anhört und das wird immer grösser und das finde ich auch total schön. Aber vielleicht fĂŒr Menschen, die jetzt erst einsteigen und den Podcast noch nicht so lange kennen. Dass man diese Vielfalt zeigt.

Karin Elise Sturm
In einem Bild darstellen, oder?

Brigitte Neichl
Ja, das wĂ€r was fĂŒr einen Blogartikel, glaub ich, den man immer wieder weiter ergĂ€nzt. Dass man einen Status Quo macht, und dass man das so unterteilt, eben wie Du eben sagst, Interview-Partnerinnen und Partner, GeschĂ€fte oder Institutionen, Themen.

Karin Martiny
Dass das immer grösser wird und immer weiter gesponnen irgendwie.

Brigitte Neichl
Schon alleine, dass man, ĂŒberall Punkte macht, wo ĂŒberall schon ein Interview stattgefunden hat, wĂ€r schon mal cool.

Karin Martiny
Ja.

Maurizio Giorgi
E-Book.

Brigitte Neichl
Ja, da gehts es auf jeden Fall. Da kann man Links hineintun.

Maurizio Giorgi
Interviewpartner so und so, ein paar Informationen vielleicht zu dem GeschÀft usw. und dann klickt man drauf und kann sich die Folge anhören.

Brigitte Neichl
Stimmt, das wĂ€re eine Möglichkeit. Das klingt toll, was ihr da als Idee habt, aber wir mĂŒssen es halt immer runterbrechen auf das, was fĂŒr uns möglich ist.

Karin Elise Sturm
Aber schön wÀre das wirklich, wenn das so ein graphischer Plan wÀre.

Brigitte Neichl
Naja, vielleicht. Erstens einmal, werden wir mal uns umhören. Vielleicht kennen wir ja jemanden, der oder die das machen kann, aber wir haben ja auch unsere Hörerinnen und Hörer.

Karin Elise Sturm
Aha ja, vielleicht meldet sich jemand, der das fĂŒr uns macht. [00:28:54]

Brigitte Neichl
Genau, ich hoffe, wir haben das jetzt gut erklĂ€rt, wie wir uns das vorstellen, aber wir sind natĂŒrlich auch offen fĂŒr Ihre Ideen, zu Hause. Vielleicht haben Sie da. Entweder kennen Sie jemanden oder machen das auch selbst und möchten uns da unterstĂŒtzen. Das ist sowieso gut. Dass wir das, was wir schon haben, sichtbar machen. Nicht sagen, das ist jetzt vorbei und dann ist halt in der Schublade und ab und zu horcht es sich jemand an. Das ist ja auch die Intention, dass wir immer wieder frĂŒhere Blogartikel immer wieder neu posten, auch Podcast-Folgen. Weil nicht alle Menschen hören sich gleich alles ab, was wir haben. Und manchmal kommt es auch auf die Situation an. Man Ă€ndert sich, man verĂ€ndert sich und auf einmal ist dieses Thema auf einmal spannend, was vor drei Monaten oder vor einem Jahr noch nicht spannend war.

Maurizio Giorgi
Das ist ja auch, glaube ich, dass man ja auch immer wieder das, was da mal gewesen ist, in den Bezug zu heute setzt, das bringt ja nichts zu sagen, also gut nehmen wir das staubige Buch oder die staubige mp3 hervor und hören uns das jetzt mal an und was hab ich jetzt davon?

Ja, sondern wenn ich da durch die Stadt gehe, dann kann ich vielleicht noch Reste entdecken, oder ich kann mir, auch wenn es das nicht mehr gibt, mal sagen, was hat das eigentlich fĂŒr Auswirkungen.

BM 15 als „erweitertes Museum“

Brigitte Neichl
“Erweitertes Museum” sage ich da nur. Das ist ja so quasi unser Credo. Magst Du erklĂ€ren, was wir unter “Erweitertes Museum” verstehen?

Maurizio Giorgi
Ja, das “erweiterte Museum”, das ist ein Fachbegriff aus der Museumswelt und das meint eben, das man nicht nur – das gilt fĂŒr alle Museen – das meint eben, dass man nicht nur wĂ€hrend der Öffnungszeit da ist und dann kommen die Leute und schauen es sich an, sondern “erweitert” bedeutet eben auch, dass man dann daneben doch andere AktivitĂ€ten macht, also zum Beispiel natĂŒrlich Veranstaltungen im Museum oder man macht Podcasts oder man macht auch andere Dinge, man schreibt irgendwelche Fachartikel oder man schreibt in der Zeitung irgendetwas noch hinzu. Ja, also das Ganze noch hinaustragen. Oder der Blogartikel ist ja auch so eine Erweiterung, die man immer auch abrufen kann

Brigitte Neichl
oder unser YouTube Kanal.

Maurizio Giorgi
Der BM 15-Channel ist ja auch etwas, wo man dann die Veranstaltung ja nachschauen kann. Und heute ist ja alles eigentlich alles da, nur das muss man finden und aufbereiten und entsprechend so hinaus verbreiten, dass es eine Chance gibt, dass man auch gefunden wird. [00:31:28]

Brigitte Neichl
Das sind große Ziele, die wir da haben und wir versuchen halt, da unseren Beitrag zu leisten. Es ist klar, dass wir jetzt nicht das umfassend lösen können. Das ist einfach von der Zeit her und von der Energie her nicht möglich durch die Ehrenamtlichkeit, aber wir versuchen da, unseren Beitrag zu leisten und eben vielleicht auch andere anzuregen, das bei sich auch zu machen, oder, in dem Fall zu fragen, ob uns da jemand vielleicht bei unserem Anliegen unterstĂŒtzen möchte. Da spreche ich wieder Sie an an den GerĂ€ten.

Gehen wir vielleicht wieder weiter.

Weiter geht’s in Folge 3!

Ja, liebe Hörerin, lieber Hörer, Rudolfsheim-FĂŒnfhaus hat viel zu bieten, machen wir was draus – gemeinsam!

Wenn Sie ihr Wissen ĂŒber die Geschichte des 15. Bezirks erweitern möchten.

Wenn Sie kulturelle und gesellschaftspolitische Themen schÀtzen.

Wenn Sie gespannt auf interessante Menschen und Themen aus Vergangenheit und Gegenwart im 15. Bezirk sind.

Dann sind Sie bei uns richtig!

Besuchen Sie unsere Ausstellungen und Veranstaltungen im Museum, verfolgen Sie unsere AktivitĂ€ten auf unserer Webseite, unserem Blog, unserem YouTube-Kanal und auf FacebookInstagram & Co. Infos und Links, finden Sie in den Shownotes.

Wir sind auch gespannt auf Ihre Kommentare und Anregungen

Ich freue mich auf die nĂ€chsten spannenden 15 oder ein bisschen mehr Minuten bei FĂŒnfzehn Minuten ĂŒber den FĂŒnfzehnten und verabschiede mich mit der anregenden Musik von Nigora und der berauschenden Stimme von Michael Stark.

Ich wĂŒnsche Ihnen einen wunderschönen Tag!

Ihre Brigitte Neichl



4 Kommentare zu „🎧 Alles neu macht der JĂ€nner Teil 2

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