TiM – Theater im Museum

Das „Bild des Monats“ zeigt diesmal ein Logo für ein Projekt, das wir 2022 im Museum planen. Wenn Sie künstlerisch tätig sind und in Rudolfsheim-Fünfhaus wohnen, können Sie vielleicht sogar mitmachen …

TiM – Theater im Museum

TiM – Theater im Museum

Das Bezirksmuseum Rudolfsheim-Fünfhaus versteht sich als erweitertes Museum. Man sieht das u.a. am Museumblog WIENfünfzehn, an den Facebook– und Instagram-Auftritten und am Podcast „Fünfzehn Minuten über den Fünfzehnten“. Aber auch „analog“ gibt es viele Angebote für die unterschiedlichsten Publikumsgruppen. 

Wir beziehen den Begriff „Erweiterung“ nicht nur auf den digitalen Bereich, sondern meinen damit auch die Erweiterung des – für Bezirksmuseen üblichen – Interessentenkreise auf Personen ab 50 Jahren aufwärts.

Durch Angebote, wie etwa der open mic night (Kleinkunstbühne für junge und jung gebliebene Talente aus dem 15. Bezirk) sprechen wir damit auch ein jüngeres Publikum an, das oft zum ersten Mal ein Bezirksmuseum besucht.

Mit TiM – Theater im Museum schaffen wir ab 2022 eine eigene Schiene, die sich speziell auf den Bereich Theater bezieht.

In Rudolfsheim-Fünfhaus gab es im 19. und 20. Jahrhundert einige Bühnen, die wienweit bekannt war, wie etwa das Braunhirschentheater, das Rudolfsheimer Volkstheater und das Colosseum Schanzstraße, auf denen Größen wie Max ReinhardtHansi NieseKarl Kraus und Peter Alexander aufgetreten sind (Mehr dazu hier). 

1890 erprobte die Dichtergruppe Jung-Wien – bestehend aus Hermann BahrHugo von HofmannsthalRichard Beer-HofmannFelix Salten sowie Arthur Schnitzler – im Rudolfsheimer Volkstheater unter Direktorin Pauline Czerniawski-Loewe kurzzeitig ihr Projekt einer Freien Bühne

Helmut Qualtinger debütierte 1945 in der heute nicht mehr bestehenden Kleinen Bühne Diefenbachgasse von Alois Bednar als Regisseur und Schauspieler in Nestroys „Einen Jux will er sich machen“. Gemeinsam mit ihm standen Waltraud Haas und Alfred Böhm auf der Bühne. Die Musik stammte vom Komponisten und Kapellmeister Ernst Hans Richter, die neuen Liedertexte von Kurt Nachmann und Rudolf Weys

Aktuell findet sich mit der Stadthalle die größte und mit dem Sacktheater die kleinste Bühne Wiens in Rudolfsheim-Fünfhaus. Aber auch zahlreiche Theaterprojekte, wie das Küken oder die Academy of Acting sind im 15. Bezirk beheimatet.

Mit TiM – Theater im Museum möchten wir Schauspiel, Schreib- und Regietalenten (sowohl Einzelpersonen als auch Gruppen und Vereinen) mit Bezug zu Rudolfsheim-Fünfhaus die Gelegenheit geben, ihre Projekte umzusetzen und vor Publikum zu präsentieren. Das Bezirksmuseum versteht sich dabei im wesentlichen als Kooperationspartner der jeweiligen Projekte.

Für 2022 ist – erstes Projekt von TiM – Theater im Museum – die szenische Lesung des Drehbuchs der Regisseurin Anna Martinetz „Der Schrankmann“ geplant. 

Der Schrankmann

Foto: Pixabay.de/Stefan Keller
Foto: Pixabay.de/Stefan Keller

Inhalt

„Der Schrankmann“ ist ein literarisch fein gearbeitetes Drehbuch über eine kollektive Frauenfantasie: Eine Frau öffnet eines Morgens ihren Schrank und findet einen Mann darin, der höchst freundlich, unterstützend und liebevoll für sie da ist. Die Frau schlittert durch die Begegnung in ein mitreissendes Abenteuer.

Skript & Regie

Das Skript stammt von der Filmemacherin und Autorin Anna Martinetz, die seit 2019 auch ehrenamtlich im Bezirksmuseum tätig ist. Sie hat mehrere verfilmte Drehbücher verfasst und Preise gewonnen. Anna Martinetz hat an der Universität Cambridge und an der Hochschule für Fernsehen und Film München studiert. Neben ihrem eigenen Filmschaffen, arbeitete sie u.a. bei der Documenta 2007 und für Doris Dörrie bei den Salzburger Festspielen 2006. 

Anna Martinetz

Ablauf

„Der Schrankmann“ wird ab Mitte 2022 an drei Abenden mit drei Schauspieler*innen als szenische Lesung mit Musik und Visuals präsentiert. Ebenso wird eine Aufzeichnung auf dem YouTube-Kanal des Bezirksmuseums veröffentlicht.

Die Termine:

  • 10.6.2022, 17.30
  • 16.9.2022, 17.30
  • 30.9.2022, 17.30

Cast

Die männliche Hauptrolle übernimmt der im 15. Bezirk lebende amerikanische Schauspieler, Regisseur, Autor und Musiker Jim Libby.

Jim wurde in Maine, in den USA, geboren, lebt aber in Wien, und hat sich hier eine Karriere als Darsteller und Regisseur aufgebaut. Er ist in einigen der berühmtesten Theater Europas aufgetreten, darunter in der Wiener Volksoper, dem Volkstheater, dem Berliner Admiralspalast, dem Würzburger Stadttheater, den Londoner Ealing Studios und vielen mehr. Er ist Gründungsmitglied des Theater-Ensembles English Lovers.

©Jim Libby
©Jim Libby

Visuals

Die Visuals zur Aufführung gestaltet der Künstler und Architekt Georg Riesenhuber.

Geboren 1979 in Wien. Im Anschluss an sein Architekturstudium an der ETH-Zürich arbeitete er in diversen Architekturbüros in der Schweiz, England und Deutschland. Seit 2010 ist er als freischaffender Architekt in Brüssel tätig und arbeitet an Um- und Neubauprojekten wie auch in der Denkmalpflege in Deutschland, Österreich und Belgien.

Als Inspiration dienen ihm seine zahlreichen künstlerischen Aktivitäten, aber auch die Auseinandersetzung mit Architekturtheorie.

Seinem Verständnis zufolge ist Architektur die Verbindung von Tradition, Innovation, Handwerk und Kunst.

Gesucht

Für die weibliche Hauptrolle, die Erzählperson und die musikalische Untermalung suchen wir noch Schauspieler*innen bzw. Komponist*innen aus Rudolfsheim-Fünfhaus.

Infos & Bewerbung unter office@bm15.at.


Zur Info:

Das Bezirksmuseum Rudolfsheim-Fünfhaus ist keine professionelle Theaterbühne, die Auftritte finden im kleinen Rahmen und auch nur einige Male pro Jahr statt. Die Mitarbeiter*innen des Museums sind ehrenamtlich tätig, der Eintritt zu den Veranstaltungen ist frei. Die Aufführungen werden aufgezeichnet und auf unserem YouTube-Kanal zur Verfügung gestellt. Die Künstler*innen erhalten – je nach Förderung – eine kleine finanzielle Anerkennung.


In Folge 51 unserer Vorort-Geschichte(n) geht es auch um TiM – Theater im Museum:

Folge 51 Vorort-Geschichte(n): Ein Jahr Mini-Podcast und TiM – Theater im Museum:

Damit genug für heute:
Gehaben Sie sich wohl!
Ihre Brigitte Neichl

Verstand, Herz und gute Laune

Der Untertitel unseres Blogs lautet „DER KulturBlog aus Wien Rudolfsheim-Fünfhaus für Verstand, Herz und gute Laune, bei dem es um Menschen & Themen aus dem 15. Wiener Gemeindebezirk in Vergangenheit und Gegenwart geht.“

Den Zusatz „für Verstand, Herz und gute Laune“ gibt es seit 27.6.2021. Er ist eine Hommage an die Zeitschrift „Oesterreichisches Bürgerblatt für Verstand, Herz und gute Laune“, die von 1819-1857 (vom 6.1.1819-1819-29.7.1835 unter diesem Titel, dann in Variationen) im Verlag Friedrich Eurich erschien.

Wir identifizieren uns nicht mit der Ausrichtung dieser Zeitschrift. Diese drei Worte haben uns aber angesprochen, weil sie sehr anschaulich das ausdrücken, wofür wir stehen und weil die Kombination einfach genial ist 😉

Wir sind ständig bestrebt, unser Wissen über die Geschichte des 15. Bezirks zu erweitern und möchten diese Erkenntnisse auch an Sie als Leserinnen und Leser dieses Blogs weitergeben (Verstand) und wir berichten hauptsächlich über jene Menschen, die sonst keine Stimme hatten, wir möchten sie und ihr Leben sichtbar machen (Herz). Aber selbstverständlich soll auch der Humor nicht kurz kommen, denn er erleichtert das Leben und auf diesem Wege lässt sich auch sehr viel an Wissen transportieren (gute Laune).

Liebe Leserin, lieber Leser!

Ihnen fehlt etwas? Sie haben weiterführende Informationen?
Dann schreiben Sie doch einfach einen Kommentar. Nützliche Inhalte mit Quellenangabe bauen wir – mit Verweis auf Ihren Kommentar – gerne noch in den Text ein. Alternativ können Sie uns auch ein Mail an office@bm15.at schicken!

Oder wie es Anton Ziegler 1828 (*) so schön ausgedrückt hat:

Jede Belehrung und Berichtigung, welche in Beziehung auf größere Vervollkommnung und Gemeinnutzmachung dieser Herausgabe beabsichtigt ist, wird mit dem ausgezeichnetsten Danke empfangen.

(*) Wiens nächste Umgebungen an den Linien, herausgegeben von Anton Ziegler und Carl Graf Vasquez, Wien 1827-1828

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Schau mal, ich hab was Interessantes auf WIENfünfzehn gefunden!

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