Die legendäre Linie 8

Das „Bild des Monats“ zeigt diesmal die legendäre Straßenbahnlinie 8, als sie noch in der Sechshauser Straße fuhr.

Bilder: Sammlung BM 15, Sammlung Heinz Niederkorn, http://www.tramway.at
Liniensignal der Linie 8
Bild: straßenbahnjournal.at
Bis 18.3.1970 fuhr die Linie 8 durch die Sechshauserstraße, danach bog sie gleich vom Gürtel in die Ullmannstraße ein.
Bild um 1950, Sammlung BM 15
Die legendäre Straßenbahnlinie 8:
Zum Anhören als Mini-Podcast-Folge

Die letzte Fahrt

Am 7. Oktober 1989 um 13.30 Uhr fuhr der 8er ein letztes Mal die Strecke von Meidling/Eichenstraße entlang des Gürtels zum Lichtenwerder Platz.

Eine Volksbefragung, mehrere Unterschriftenaktionen und engagierte Proteste – all dies konnte seine Einstellung nicht aufhalten. So verschwand die mit Trauerschleifen verzierte Garnitur für immer in der Währinger Remise.

Ein Kapitel Wiener Tramwaygeschichte wurde nach über 100 Jahren geschlossen.

Nur vier Stunden vorher nahm die erste Garnitur der U6 die Fahrt auf der Strecke zwischen Heiligenstadt und Philadelphiabrücke auf. Die Verkehrsplanung beschied die Einstellung für den parallel dazu verlaufenden 8er.

Es begann im Jahr 1884

Die Erfolgsgeschichte begann im Jahre 1884 mitten im 15ten. Eine Pferdetramway fuhr vom Gürtel (ab der Sechshauserstraße) durch die Ullmannstraße, Pfeiffergasse, Diefenbachgasse und wieder die Ullmannstraße zur Lobkowitzbrücke und weiter über die Meidlinger Haupstraße zur Eichenstraße. Die Linie war noch namenlos und nur an ihren rot-weiß-roten Tafeln zu erkennen.

1903 erfolgte die Elektrifizierung auf der Strecke vom Bahnhof Meidling – Meidlinger Hauptstraße – Ullmannstraße – Stiegergasse – Sechshauser Straße hin zum Gürtel bis Sternwartestraße.

Die Geburtsstunde der Linie 8

Am 23. März 1907 war es dann vorbei mit der namenlosen Zeit und die Geburtsstunde der Linie 8 schlug. Schnell bürgerte sich unter der Wiener Bevölkerung die liebevolle Bezeichnung “der 8er” ein.

Erstmals befuhr die Linie 8 die Strecke Lichtenwerder Platz – Bahnhof Meidling. Die Streckenführung wurde nur 1970 geringfügig geändert, als die Linie 8 von der Sechshauserstraße in die Ullmannstraße verlegt wurde.

Literatur & weitere Infos

Damit genug für heute:
Gehaben Sie sich wohl!
Ihre Brigitte Neichl

Verstand, Herz und gute Laune

Der Untertitel unseres Blogs lautet „DER KulturBlog aus Wien Rudolfsheim-Fünfhaus für Verstand, Herz und gute Laune, bei dem es um Menschen & Themen aus dem 15. Wiener Gemeindebezirk in Vergangenheit und Gegenwart geht.“

Den Zusatz „für Verstand, Herz und gute Laune“ gibt es seit 27.6.2021. Er ist eine Hommage an die Zeitschrift „Oesterreichisches Bürgerblatt für Verstand, Herz und gute Laune“, die von 1819-1857 (vom 6.1.1819-1819-29.7.1835 unter diesem Titel, dann in Variationen) im Verlag Friedrich Eurich erschien.

Wir identifizieren uns nicht mit der Ausrichtung dieser Zeitschrift. Diese drei Worte haben uns aber angesprochen, weil sie sehr anschaulich das ausdrücken, wofür wir stehen und weil die Kombination einfach genial ist 😉

Wir sind ständig bestrebt, unser Wissen über die Geschichte des 15. Bezirks zu erweitern und möchten diese Erkenntnisse auch an Sie als Leserinnen und Leser dieses Blogs weitergeben (Verstand) und wir berichten hauptsächlich über jene Menschen, die sonst keine Stimme hatten, wir möchten sie und ihr Leben sichtbar machen (Herz). Aber selbstverständlich soll auch der Humor nicht kurz kommen, denn er erleichtert das Leben und auf diesem Wege lässt sich auch sehr viel an Wissen transportieren (gute Laune).

Liebe Leserin, lieber Leser!

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Dann schreiben Sie doch einfach einen Kommentar. Nützliche Inhalte mit Quellenangabe bauen wir – mit Verweis auf Ihren Kommentar – gerne noch in den Text ein. Alternativ können Sie uns auch ein Mail an office@bm15.at schicken!

Oder wie es Anton Ziegler 1828 (*) so schön ausgedrückt hat:

Jede Belehrung und Berichtigung, welche in Beziehung auf größere Vervollkommnung und Gemeinnutzmachung dieser Herausgabe beabsichtigt ist, wird mit dem ausgezeichnetsten Danke empfangen.

(*) Wiens nächste Umgebungen an den Linien, herausgegeben von Anton Ziegler und Carl Graf Vasquez, Wien 1827-1828

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2 Kommentare zu „Die legendäre Linie 8

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