“Lasst mich mit den Kindern sterben!”

Diesmal geht es in „History & Crime“ um die Verzweiflungstat der 27jährigen Katharina Werner am 19.6.1908, die sie und ihre beiden kleinen Söhne ins Spital brachte. Ort des Geschehens war die Stättermayergasse 2.

Barbara Büchner recherchiert unermüdlich in Archiven, durchforstet dutzende Zeitungsartikel und trägt für Sie die spektakulärsten Fälle zusammen, die sich auf dem Gebiet des heutigen 15. Bezirks zugetragen haben oder von Personen handeln, die im heutigen Rudolfsheim-Fünfhaus wohnhaft oder beruflich (oder sonst wie) tätig waren.

History & Crime

Es war am 19. Juni 1908, als sich zwei Hausfrauen beim Wasserholen an der Bassena (*) der Zinskaserne Stättermayergasse 2 trafen.

(*) Bassena: Wasserzufluss am Gang, der von mehreren Mietparteien gemeinsam genutzt wurde.

Als sie ihre Wasserkanne gefüllt hatte, sagte die 27jährige Hausfrau Katharina Werner zu ihrer Nachbarin: “Ich geh mich jetzt noch waschen, und dann erschieß ich mich”. Die Nachbarin lachte. Galgenhumor gehörte zu den Überlebenstechniken der armen Leute, die dort in der Nähe der Schmelz in elenden Quartieren hausten. Aber Katharina meinte es ernst. Wenig später standen Polizisten, Rettungssanitäter und entsetzte Nachbarn vor einem Bild des Grauens.

Stättermayergasse 2, Plan wien.gv.at

Stättermayergasse (15, Rudolfsheim), benannt (1875) nach dem Baumeister Ignaz Stättermayer (1829-1898), Ehrenbürger und langjähriger Gemeindevertreter von Rudolfsheim. (Wien Wiki)

Transkript

„Lasst mich mit meinen Kindern sterben!“

In dem Kabinett fand man eine entsetzliche Szene. Auf dem Fußboden neben dem Fenster lag die Matratze des Schlafdiwans, auf dem die Kinder zu ruhen pflegten. Nachmittags bettete die Mutter sie gewöhnlich auf dem Boden, damit sie dort schlafen konnten. Aber nicht in ruhigem Schlummer lagen die Kinder da; der kleine Felix stand leichenblass, die Hand an eine Wunde an der rechten Schläfe gedrückt, aus der das Blut floss. Die Mutter lehnte am Mitteltische und hielt den kleinen Karli im Arm, der dieselbe schreckliche Wunde in seinem Köpfchen hatte. Auch sie hatte eine große Wunde an der rechten Schläfe. Aus einem sechsläufigen (korrekt: sechsschüssigen, Anm.d.R.) Revolver hatte die Frau jedem ihrer Kinder einen Schuss und dann sich selbst zwei Schüsse in den Kopf gejagt.

Als man sich um sie bemühte, brach sie in die jammervollen Rufe aus: „Lasst mich mit meinen Kindern sterben!“ Sie war bei vollem Bewusstsein und erklärte, dass sie zuerst ihre Kinder und dann sich töten wollte, um ihren Leiden ein Ende zu bereiten.

Transkript Ende

Armut, Bitterkeit, Angst und Schuldgefühle: Die 27jährige Hausfrau und Mutter sah keinen Ausweg mehr aus einem Proletarierelend, das ihre Familie wie Hunderttausende andere Wiener*innen betraf. Sie wollte nur noch sterben. Aber was sollte dann aus ihren beiden Kindern werden, dem 4 1/2jährigen Felix und dem erst 3 1/2jährigen, ständig kränkelnden Karl? Ihr reizbarer und gewalttätiger Gatte konnte nicht für die Kinder sorgen, er würde sie genauso misshandeln, wie er die Mutter misshandelt hatte. Sonst war da niemand, der sich um die Kleinen kümmern konnte. Katharina wollte sie auf keinen Fall in einer Welt zurücklassen, in der sie dasselbe Elend erwartete wie ihre Eltern. Es gab nur einen Ausweg …

Wien hatte bis 1881 keine Rettungsgesellschaft; die Versorgung von Verletzten gehörte zu den Aufgaben der Polizisten, die an einen Tatort gerufen wurden. Notoperation vor Ort durch einen Wachmann mit einem Taschenmesser? Man mag sich kaum vorstellen, wie viele Verletzte diese Vorgangsweise das Leben kostete.

Erst am 9. Dezember 1881 wurde von den Privatleuten Jaromír Mundy, Hans Wilczek und Eduard Lamezan eine Rettungsgesellschaft als “freiwilliger Verein” gegründet – einen Tag, nachdem das Wiener Ringtheater abgebrannt war, wobei fast 400 Menschen getötet wurden.

Diese Erste Wiener Freiwillige Rettungsgesellschaft hatte keine offizielle Funktion und musste um Spenden betteln, um ihre Aufgabe erfüllen zu können. Erst 1905 wurde das erste Rettungsautomobil in den Dienst der Wiener Rettung gestellt und löste die alte Sanitätskutsche ab.

Historisches Rettungsauto, aus dem Jahr 1954, Bild: Rettungsmuseum

Katharina Werner und ihren Kindern wurde durch das rasche Eintreffen der Sanitäter fürs Erste das Leben gerettet. Die Frau war sogar noch bei Bewusstsein.

 Arbeiter-Zeitung 20. Juni 1908, Nr.169, Seite 7

Transkript

Eine Familientragödie.

Eine Mutter schießt zwei Söhne und sich an.

Ein entsetzliches Familiendrama hat sich gestern nachmittags im XIV. Bezirk zugetragen. In der Stättermayergasse, die hinter der Schmelzbrücke zum Schmelzer Exerzierplatz führt, hat gestern nachmittags eine Frau ihre zwei Söhne und sich selbst durch Revolverschüsse gefährlich verletzt. Die Unglückliche ist die 27jährige Eisendrehers-Gattin Katharina Werner, die im dritten Stock des Hauses Stättermayergasse Nr. 2 wohnt. Sie fühlte sich von ihrem Gatten schlecht behandelt und beschloss deshalb, ihrem Leben ein Ende zu machen. Ihre beiden Söhnchen, den 4 1/2jährigen Felix und den 3 1/2jährigen Karl, wollte sie jedoch nicht allein auf der Welt zurücklassen und deshalb beschloss sie, die beiden Knaben mit sich in den Tod zu nehmen. Gestern um ¼ 5 Uhr nachmittags ging sie an die Ausführung ihres Vorsatzes. Mit Schmeichelworten rief sie den kleinen Felix und den kleinen Karl zu sich, legte ihnen den Revolver an die Schläfe und schoss jedem eine Kugel in die rechte Kopfseite, dann feuerte sich die Frau zwei Kugeln in den Kopf, eine beim Ohr und eine durch die rechte Schläfe. Als infolge der vier Detonationen Nachbarn herbeieilten, fanden sie Mutter und Kinder blutüberströmt und gefährlich verletzt vor. Frau Werner war bei Bewusstsein, gestand die Tat ein und bezeichnete schlechte Behandlung durch ihren Gatten als das Motiv. Die Filiale Mariahilf der Rettungsgesellschaft wurde berufen.

Das Kaiserin-Elisabeth-Spital war ein zuletzt vom Wiener Krankenanstaltenverbund geführtes Spital in der Huglgasse 1–3 im 15. Gemeindebezirk Rudolfsheim-Fünfhaus. Es bestand von 1890 bis 2012.

Der Jnspektionsarzt verband die drei Personen und brachte sie ins Elisabethspital. Das Polizeikommissariat Schmelz entsendete eine polizeiliche Kommission zur Tatbestandsaufnahme ins Haus. Auch eine landesgerichtliche Kommission erschien auf dem Tatorte.

Transkript Ende

Katharina Werner war trotz ihrer schweren Kopfverletzungen noch in der Lage zu sprechen. Sie erzählte dem Polizeikonzipisten Kozdas, der sie im Krankenbett verhörte, was sie letzten Endes zu dem Mord- und Selbstmordversuch bewogen hatte: Ihr Gatte, mit dem sie seit acht Jahren verheiratet war, hatte sich oft wegen Kleinigkeiten aufgeregt; er war kränklich und wegen der ständigen Geldschwierigkeiten auch ziemlich reizbar. In diese Schwierigkeiten hatten sie die hohen Arztkosten für den chronisch kranken Sohn Karl gebracht. Die Frau konnte wegen des ständig betreuungsbedürftigen Kleinkindes nicht arbeiten gehen.

 Arbeiter-Zeitung 20. Juni 1908, Nr.169, Seite 7

Transkript

Der letzte Streit entspann sich wegen eines Paares reparierter Stiefel. Frau Werner hatte sie nicht nach Wunsch des Gatten richten lassen und er warf die Schuhe in Gegenwart seines Vaters, des Pfründners (*) Ludwig Werner, ihr vor die Füße. Sie brauste darüber auf und es entstand der Streit, der zu Tätlichkeiten führte. Das Ehepaar sprach seit der Zeit kein Wort miteinander. Im Spital hat Polizeikonzipist Kozdas Frau Werner einvernommen. Sie gab an, dass sie die Tat wegen schlechter Behandlung durch den Gatten ausgeführt habe. Er habe sie gewürgt und geschlagen.

Transkript Ende

(*) Pfründner: Rentner, Pensionist mit geringem Einkommen

Allerdings war die Stiefel-Affäre nur der letzte Funken in einem Pulverfass, das seit Jahren schwelte. Der Ehemann Werner, von der Polizei befragt, gab an, dass es seine Richtigkeit mit dem Streit um die Stiefel hatte, er gestand auch ein, dass er die Frau – und zwar nicht zum ersten Mal – misshandelt hätte. Als er die Schuhe ihr vor die Füße warf, habe sie ihn gestoßen und auf den Kopf geschlagen; da habe er ihr einen Stoß versetzt, dass sie auf den Diwan fiel, und sie dann noch geschlagen und ihr den Mund so fest zugehalten, dass sie aus dem Zahnfleisch blutete.

Aber, so setzte er gleich hinzu, daran sei sie selbst schuld gewesen. Warum? Weil sie ihn einmal betrogen hätte. Er habe ihr nicht mehr vertrauen können und sie mit ständig wachsender Erbitterung betrachtet. Was war geschehen? Katharina hatte in einem Flirt mit einem jungen Mann ihr tägliches Elend zu vergessen versucht und sich leichtsinnig in eine Situation begeben, in der der Verehrer sich gewaltsam holte, was sie ihm eigentlich nicht hatte geben wollen. Zwar brachte das Ehepaar Werner den Mann vor Gericht, aber der redete sich, wie zu erwarten war, auf einvernehmlichen Sex heraus – und nicht nur die Justiz, sondern auch Herr Werner glaubte ihm. Für den Gatten Grund genug, seine Frau bei jeder Gelegenheit psychisch fertigzumachen und körperlich zu misshandeln.

Außerdem sei sie schuld gewesen , dass er eine provisorische Anstellung als Telegrammbote, die demnächst fix werden sollte, verlor, was die ständige Not im Haus noch verschärfte. Als Polizeikonzipist Kozda wissen wollte, inwiefern Katharina ihm die Stelle vermasselt hätte, erklärte der Eisendreher: Nun ja, sie hätte ihn vor Gericht gebracht, und die Verurteilung hätte ihn die erhoffte Stelle gekostet. Und warum vor Gericht? Herr Werner gab etwas widerwillig zu, dass auch er seine Frau hintergangen hatte. Sie durfte ihm mit Recht einen „Seitensprung“ vorwerfen, der auch vor Gericht kam.

Im Strafgesetz von 1852, das im Wesentlichen eine Neuauflage des Strafgesetzes von 1803 bildete, war der Ehebruch in § 502 geregelt:

 „§. 502. Ehebruch. Strafe.

Eine verheiratete Person, die einen Ehebruch begeht, wie auch eine unverheiratete, mit welcher ein Ehebruch begangen wird, ist einer Übertretung schuldig, und mit Arrest von einem bis zu sechs Monaten, die Frau aber alsdann strenger zu bestrafen, wenn durch den begangenen Ehebruch über die Rechtmäßigkeit der nachfolgenden Geburt ein Zweifel entstehen kann.“

Außerdem, so rechtfertigte der Eisendreher sich, habe er sie ohnehin nur dann geschlagen, wenn sie ihm seine diätetischen Speisen (er war krank; woran er litt, ist nicht bekannt) nicht vorschriftsgemäß zubereitete. Alles in allem war für den Ehegatten klar ersichtlich, wer an der ehelichen und finanziellen Misere die Schuld trug. Deshalb weigerte er sich auch, die Frau und die beiden Kinder im Spital zu besuchen, ging nach Hause und am nächsten Tag in die Arbeit, als wäre nichts geschehen.

Interessanterweise widersprachen sich die Zeugen aufs entschiedenste, wenn ihnen die Frage gestellt wurde, wie es denn mit dem ehelichen Frieden bei den Werners bestellt gewesen sei. Während viele bezeugten, dass Katharina häufig geschlagen worden sei, gab es auch andere Stimmen.

So berichtet “Das Vaterland”:

Transkript

Von anderer Seite wird über das Ereignis folgendes berichtet: Die Tat habe bei den Hausleuten großes Befremden hervorgerufen, denn man hielt die Ehe für glücklich. Der Mann arbeitete in einer Werkstätte in der Kaiserstraße, war weder Trinker noch Spieler und wird als sehr solid geschildert. Er kam stets abends nach Hause, brachte den Wochenlohn der Frau, und seine Solidität sowie die Wirtschaftlichkeit der Frau brachten es mit sich, dass es den Leuten nicht schlecht ging, obwohl sie auch für die beiden Kinder zu sorgen hatten. Diese waren die Lieblinge beider. Auch das Ehepaar schien zu harmonieren. Man hörte nie Streit aus der Wohnung dringen. Erst gestern hörte man den Lärm eines heftigen Streits aus der Wohnung dringen. Der Mann wetterte, die Frau weinte und schrie, und dann hieß es, er habe die Frau blutig geschlagen. Man wunderte sich über diese anscheinend plötzliche Veränderung und sprach im ganzen Haus davon. Als heute der Mann in der Arbeit weilte, hat die Frau die Untat verübt. Der Mann hatte einen Revolver von sieben Millimetern Kaliber, der stets unverwahrt im Zimmer herumlag. Auch die Kinder hätten ihn im Spiel finden können. Werner wird sich deshalb auch wegen Gefährdung der körperlichen Sicherheit zu verantworten haben.

Transkript Ende

Wie auch immer: Das Unglück war geschehen. Auf Katharina wartete eine Anklage wegen zweifachen Mordversuchs und vielleicht die noch schwerere des Mordes, wenn der kleine Karli, dem es sehr schlecht ging, an seinen Verletzungen sterben sollte. Ihr Mann würde sich wegen Misshandlung der Gattin und seines leichtsinnigen Umgangs mit der Waffe verantworten müssen.

Transkript

Das Befinden der Verletzten.

Im Befinden der Eisendrehersgattin Katharina Werner, die Freitag ihre beiden Kinder und sich selbst wegen ehelicher Zerwürfnisse durch Revolverschüsse zu töten versuchte und die nun mit beiden Kindern im Elisabethspital liegt, ist keine wesentliche Veränderung eingetreten. Die Patientin verbrachte die Nacht ziemlich ruhig, der behandelnde Arzt fand die Frau am Morgen etwas besser. Sie ist vollständig bei Besinnung und gesteht die Tat ruhig ein.

Wenn die Heilung glatt verläuft, dürfte sie in vierzehn Tagen bereits so weit hergestellt sein, dass die Abgabe ins Inquisitenspital (Gefängniskrankenhaus, Anm. d. Red) erfolgen könnte.

Der 3 ½ jährige Karl dürfte verloren sein, die Kugel hat ihm das Gehirn verletzt. Der Knabe hat bisher das Bewusstsein noch nicht wiedererlangt. Besser geht es dem 4 ½ jährigen Felix. Er ist zwar auch schwer verletzt, doch hoffen die Ärzte, ihn zu retten.

Transkript Ende

MRT-Scan einer Kopfschussverletzung. (Wikipedia)

Kann man einen Kopfschuss in Selbstmordabsicht – sich selbst fügte Katharina Werner sogar zwei Schüsse zu – überhaupt überleben? Mediziner*innen sagen: Ja.

Absolut tödlich ist nur ein Genickschuss, den man sich aber nicht selber zufügen kann, oder ein Schuss in den Mund, bei dem durch die Druckwelle der gesamte Schädel zersprengt wird; es ist dann oft nur noch ein Halsstumpf vorhanden.

Schüsse in andere Kopfbereiche, selbst Schüsse aus naher Distanz, wenn die Pistole direkt an die Schläfe gesetzt wird (“absoluter Nahschuss”), können überlebt werden. Allerdings entwickeln sich zumeist Hirnödeme (Gehirnschwellung) und schwere Blutungen, die durch Kompression (Zusammendrücken) des Stammhirnes tödlich sein können, auch treten zudem häufig Infektionen, Thrombosen und Luftembolien auf.

Wie hoch die Überlebenschancen bei einem Kopfschuss sind, hängt vor allem davon ab, wo und in welchem Winkel die Kugel in den Kopf eintritt. Vor allem Treffer der tiefen Hirnstrukturen (Zwischenhirn, Hirnstamm, Medulla oblongata) führen sofort zu Atem- und Kreislaufstillstand.

Weiter peripher gelegene Hirnschäden können zunächst überlebt werden, manchmal bleibt das Opfer sogar bei Bewusstsein. Vielleicht gehörte der kleine Felix zu jenen wenigen Glücklichen, die einen Kopfschuss überleben und danach sogar ein ganz normales Leben führen können.

Viel wahrscheinlicher ist leider, dass er – wenn überhaupt – mit erheblichen Folgeschäden überlebte. Hirnverletzungen können eine ganze Reihe schwerer, dauerhafter Störungen nach sich ziehen, die das Gefühlsleben, die Selbstbeherrschung und die Wahrnehmung der Realität beeinträchtigen: Gesteigerte Aggressivität, mangelnde Belastbarkeit bei Stress oder extrem introvertiertes  (menschenscheues) Verhalten. Körperliche Folgeschäden sind das Erblinden sowie Sprach- und Bewegungsstörungen. (Quelle: Wikipedia u.a.)

Wie es Mutter und Kindern weiter erging, darüber berichten die Zeitungen nicht mehr – zu viele Meldungen über andere tragische Familienschicksale lenkten von den unglückseligen Werners ab …

Quellen

meine meinung

Keine einzelne Ursache löste die Tat aus, sondern ein seit Jahren schwelendes Giftgebräu explodierte. Seine Zutaten: Die zunehmende Verarmung durch die Krankheit des Kindes, die beiderseitigen Seitensprünge und Misshandlungen, die Kränklichkeit des Mannes, die Hoffnungslosigkeit der damaligen Situation, als es keine Familienberatungsstellen gab, keine Sozialhilfe, keine emotionale, finanzielle oder sonstige Unterstützung für eine Frau, die einfach nicht mehr weiter konnte. Und zuletzt sich selbst samt ihrer Familie in ein noch viel tieferes Unglück stürzte, als sie den vermeintlich “einzigen Ausweg” wählte.

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