­čÄž Der Zauber der Urkunde

Interview mit Museumsmitarbeiterin Stefanie Gilli

Episode #032

In der 32. Folge von „F├╝nfzehn Minuten ├╝ber den F├╝nfzehnten“ erz├Ąhlt Museumsmitarbeiterin Stefanie Gilli wie es sie ins Museum verschlagen hat, was ihre Aufgabengebiete sind, wie die Arbeit w├Ąhrend des Lockdown m├Âglich ist und was f├╝r sie den Zauber der Urkunde ausmacht.

Mit dabei sind auch die Gr├Ątzelkorrespondentinnen Karin Elise Sturm „Southy“ und Karin Martiny „Nordy“, die aus dem S├╝den und dem Norden von Rudolfsheim-F├╝nfhaus berichten.

Co-Moderator dieser Folge ist Maurizio Giorgi.


Weitere Inhalte:

  • Was tut sich im Bezirksmuseum?
  • N├Ąchste Veranstaltungen
  • Ausblick auf die n├Ąchste Folge

Mehr Infos auf www.museum15.at/podcast


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#032 Der Zauber der Urkunde

Transkript der Podcast-Episode:

Intro

Brigitte
Jetzt wird’s sch├Ân langsam fad …

Maurizio
Wie? Du willst mir dem Podcasten aufh├Âren?

Brigitte
Wo denkst Du hin! Niemals!

Maurizio
Meinst Du die Renovierungsarbeiten im Museum, die sich jetzt doch bis mindestens Ende April hinziehen werden?

Brigitte
Das allerdings auch. Aber ich mein die Gesamtsituation.

Maurizio
Corona, Lockdown und so weiter.

Brigitte
Ja genau das. Aber ich will nicht weiter jammern. Wir sind ja inzwischen bekannt daf├╝r, das Beste aus der Situation zu machen. Also gehen wir es an.

Hallo und herzlich willkommen zur 32. Folge von F├╝nfzehn Minuten ├╝ber den F├╝nfzehnten. Mein Name ist Brigitte Neichl.

Dieser Podcast wird Ihnen pr├Ąsentiert vom Bezirksmuseum Rudolfsheim-F├╝nfhaus, dem Veranstaltungs-Museum im Herzen des 15. Bezirks.

Das Museum bietet Ausstellungen, Veranstaltungen und Events f├╝r Erwachsene und Kinder und diesen Podcast. Mehr dazu finden Sie auf www.museum15.at

Mein Co-Moderator ist in bew├Ąhrter Weise Maurizio Giorgi.

Maurizio
Hallo Brigitte! Nach dem etwas melancholisch angehauchten Beginn der heutigen Folge geht’s aber ├Ąu├čerst positiv weiter.

Brigitte
Ja das stimmt. Im heutigen Interview kommt eine unserer Kolleg*innen zu Wort. Stefanie Gilli ist seit Anfang 2020, knapp vor Beginn der Covid-19 Pandemie, an Bord und sie k├╝mmert sich um die Transkription unserer zahlreichen Urkunden.

Maurizio
Das geht auch trotz Lockdown und Homeoffice?

Brigitte
Ja, das funktioniert sogar erstaunlich gut.

Maurizio
Na da bin ich aber schon gespannt. Legen wir los?

Brigitte
Unbedingt! Los geht’s! [00:02:22]

Interview mit Museumsmitarbeiterin Stefanie Gilli

Brigitte
Wir haben uns ja in der J├Ąnner-Episode von F├╝nfzehn Minuten ├╝ber den F├╝nfzehnten, in der Folge 29, bei unserem Ausblick auf das Jahr 2021 unter anderem vorgenommen, die Mitarbeiter*innen des Bezirksmuseum vorzustellen. Damit wollen wir heute beginnen.

Nur kurz zur Erkl├Ąrung: Wir f├╝hren dieses Interview via Zoom, da wir uns gerade wieder in einer Phase des Lockdown befinden.

Nichtsdestotrotz, herzlich willkommen liebe Stefanie!

Stefanie
Danke sch├Ân, liebe Brigitte, auch ein herzliches Willkommen von mir und ich bin sehr gespannt auf das Interview heute.

Brigitte
Ich auch!

Stefanie Gilli studiert Jus, interessiert sich f├╝r historische Dokumente und deren Transkription und verst├Ąrkt das Museumsteam seit 2020 im Wissenschaftlichen Service. Vorgestellt hast Du Dich aber glaub ich schon 2019, wenn ich das richtig gesehen hab.

Stefanie
Ja, im Dezember, ja.

Frage 1

Brigitte
Ja genau. Liebe Stefanie, m├Âchtest Du Dich unseren H├Ârerinnen und H├Ârern ein wenig vorstellen und erz├Ąhlen, wie Du auf das Bezirksmuseum aufmerksam geworden bist und was deine Motivation f├╝r die ehrenamtliche Mitarbeit ist und was genau Dein Aufgabenbereich ist.

Stefanie
Sehr gerne. Also, wie Du schon erw├Ąhnt hast, studiere ich eben Jus, interessiere mich aber daneben auch sehr f├╝r geschichtliche Themen und vor allem auch f├╝r Kurrentschrift und Ahnenforschung. Und bin auf der Ehrenamtsb├Ârse, auf der Website in Wien, auf die Anzeige des Bezirksmuseums gesto├čen, die eben ehrenamtliche Mitarbeiter suchen, f├╝r die Transkription von historischen Urkunden. Und weil mich dieser Themenbereich sehr interessiert, habe ich beschlossen, mich zu bewerben und bin ja Gott sei Dank dann noch aufgenommen worden.

Brigitte
Wir sind auch sehr froh, dass wir Dich haben.

Stefanie
Danke sch├Ân. Meine Motivation. Ja, ich muss sagen, ich war schon als Kind immer ehrenamtlich aktiv, ich hab ministriert und Jungschar und bei ihm irgendwelchen Festen im Ort und so geholfen, und mir war es einfach wichtig auch, etwas zur├╝ckzugeben und mich einfach zu engagieren.

Und ich finde ein Museum ist auch ein sehr wichtiger Ort, weil man aus der Vergangenheit eben viel lernen kann. Ich finde das sehr wichtig, dass diese ganzen Informationen auch erhalten bleiben. ‚

Und mein Aufgabenbereich: Ja prinzipiell transkribier ich eben die historische Urkunden. Die, die wir im Museum haben, aber eventuell auch, wenn jemand eben etwas f├╝r eine Recherche ben├Âtigt oder f├╝r einen Blogbeitrag.

Und wir haben dann auch dran gearbeitet, dass wir eben eine Liste erstellen, um die Urkunden auch zu verzeichnen, welche haben wir, damit es ein bisschen ├╝bersichtlicher wird und man auch f├╝r Recherchen viel schneller finden kann, ob Urkunden vorhanden sind, und zu welchen Themen. [00:05:06]

Brigitte
Das ist wirklich ein sehr wichtiger Aufgabenbereich, den wir bis jetzt noch nicht so detailliert ausgearbeitet hatten und da bist du wirklich Pionierin auf diesem Gebiet, auch.

Frage 2

Ja, dann kommen wir zur zweiten Frage. Ich habe es ja schon angesprochen, wir sind im Moment gerade wieder im Lockdown und k├Ânnen uns nicht pers├Ânlich treffen. Das hat ja auch Auswirkungen auf Deine Arbeit f├╝rs Museum. Wie sieht Deine T├Ątigkeit da aus, wie schaffst Du es, trotz dieser Widrigkeiten, Urkunde um Urkunde zu transkribieren? Und, bezugnehmend auf den Titel dieser Folge, was macht f├╝r Dich den „Zauber der Urkunde“ aus?

Stefanie
Also, ich muss sagen, ich arbeite ja schon fast ein Jahr eigentlich im Homeoffice. Weil kurz nachdem ich mich vorgestellt hab, ist ja dann Corona gekommen. Und es funktioniert relativ gut, weil Du mir ja, Gott sei Dank, immer wieder Urkunde einscannst und das am Computer total gut funktioniert, da kann man sehr gut heranzoomen und die Schriften da viel besser irgendwie lesen, vergleichen.

Ge├Ąndert hat sich nat├╝rlich, dass ich eben diese Urkunden, die Du mir einscannst, dann transkribiere.

Und meine T├Ątigkeit so generell: Also ich verschaffe meist zun├Ąchst einmal einen ├ťberblick, wir haben ja teilweise schon einen Text dazu f├╝r die Urkunden. Da steht zum Teil drauf, welche Personen sind involviert, um was geht es ungef├Ąhr im Groben. Dann schaue ich mir das mal an, dann transkribiere ich mal einfach das Dokument.

Falls ich irgendwelche W├Ârter nicht sofort transkribieren kann, lasse ich die mal aus, weil oft dann am Ende, hat man ├Ąhnliche W├Ârter im Text. Man hat vielleicht auch das selbe Wort im Text, einmal leserlicher geschrieben. Und wenn man’s gar nicht lesen kann, dann ist es oft auch einfach so, dass man einfach Buchstabe f├╝r Buchstabe das Wort durchgeht, sich die anderen Buchstaben anschaut, wie schreibt der Verfasser diese.

Und oft daher kann auch R├╝ckschl├╝sse ziehen oder wenn es irgendwelche Ortsangaben sind, wo mir nur ein Buchstabe oder zwei fehlt, google ich auch das oft und da kann man auch sehr viele R├╝ckschl├╝sse dann daraus ziehen.

Ich recherchiere dann auch  immer ein bisschen dazu. Also wenn es irgendwelche Personen gibt oder vielleicht doch irgendwelche Begriffe, die heute nicht mehr verwendet werden.

Und am Schluss trage ich das eben in unsere Tabelle ein, wo dann eben drin steht, welche Urkundennummer gibt es, was ist der Inhalt dieser Urkunde, welche Personen sind da enthalten, wo im Museum befindet sie sich auch, was ich auch sehr wichtig finde, was nat├╝rlich f├╝r Recherchen dann toll ist, dass man schneller den Standort dann findet. Das ist eigentlich so meine T├Ątigkeit.

Den Zauber der Urkunde macht f├╝r mich aus, dass man eben sieht, welche Schriften wurden fr├╝her verwendet, welche Begriffe wurden verwendet, die man heute vielleicht gar nicht mehr kennt. Und auch zum Beispiel, wenn man ein Konvolut an Urkunden hat von einer Person. Das man St├╝ck f├╝r St├╝ck so ein bisschen das Leben nachvollziehen kann, dieser Person. Das finde ich extrem spannend, das man da gut eintauchen kann. Das ist f├╝r mich so der Zauber.

Brigitte
So geht’s mir ein bisschen mit mit den ANNO-Artikeln, den Online-Artikel von ANNO, wenn ich die recherchiere. Das kann man Gott sei Dank ein bisschen besser lesen, aber auch da ergibt sich, wenn man da 3, 4, 5 Artikel hat, auf einmal erwachen dann diese Personen oder diese Orte zum Leben. Das finde ich auch sehr sehr, sehr spannend.

Also das kann man wirklich sch├Ân nachvollziehen, was diesen Zauber ausmacht, dass man einfach Buchstaben zum Leben erweckt, das ist einfach sehr sch├Ân und nicht nur f├╝r dich selbst, sondern f├╝r andere, damit gehen wir dann ├╝ber zum sozialen Charakter eines Museums. wir machen das ja nicht nur f├╝r uns, damit wir uns freuen, dass wir das jetzt entziffert haben, sondern wir geben das auch weiter. [00:08:33]

Frage 3

Ja, die dritte Frage an meine Interview-G├Ąste hat immer ganz konkret mit dem 15. Bezirk zu tun. Ich m├Âchte daher auch Dich fragen. Was sind deine Bez├╝ge zum 15 Bezirk? Was fasziniert Dich an Rudolfsheim-F├╝nfhaus und was sind deine Lieblingspl├Ątze (ausgenommen das Bezirksmuseum nat├╝rlich).

Stefanie
Also ich muss sagen, ich hatte da nicht so wirklich die gro├čen Bez├╝ge zu 15. Bezirk, bevor ich eben zum Bezirksmuseum.  Oder eben Mal in die Lugner City gehen oder eben beim Westbahnhof oder in irgendwelche Clubs gehen vielleicht im 15. Bezirk , aber sonst ist der Bezug nicht so wirklich da.

Ich finde es aber extrem spannend. Also ich habe vorhin nicht so viel davon gewusst, und ich finde es sehr spannend, wie viele Veranstaltungen und Angebote es dann doch im 15. gibt, die man dann auch immer bei unserem Podcast erf├Ąhrt. Mich fasziniert an Rudolfsheim-F├╝nfhaus auch ein bisschen die Vielfalt an Menschen und an verschiedenen Kulturen und auch an Angeboten, was es eben gibt.

Oder dieses Reindorfgassenfest, von dem Du mal erz├Ąhlt hast. Also das ist einfach extrem spannend, was es dann f├╝r Veranstaltungen auch gibt.

Und Lieblingspl├Ątze habe ich noch nicht so wirklich, muss ich sagen. Was mir sehr gefallen hat, war der Rustensteg,  und das werde ich dann n├Ąher erkunden, wenn ich wieder mal im Museum sein kann, dann nach Corona. Bin schon mal dr├╝ber spaziert, und habe ich’s voll cool gefunden, das hat mir richtig gut gefallen.

Brigitte
Ja, dann hoffen wir nicht nur deshalb, das der Lockdown bald vorbei ist und Du Dir den 15. Bezirk n├Ąher zu Gem├╝te f├╝hren kannst.

Und ich danke Dir wirklich sehr f├╝r deine Arbeit. Die ist wirklich sehr wichtig, also das ist nicht nur einfach Besch├Ąftigung, dass man halt irgendwas tut, sondern das kommt wirklich in die Mitte der Arbeit hinein. Das ist etwas, was wir wirklich f├╝r die Recherche und auch f├╝r neue Sonderausstellungen braucht. Wir haben ja n├Ąchstes Jahr, 2022, das Thema „Medizin“, da bist Du ja auch schon dran, dass Du Urkunden, die dazu passen, schon transkribierst. Und dann wissen wir schon, was k├Ânnen wir verwenden, was k├Ânnen wir vielleicht sogar ausstellen.

Und daher vielen, vielen Dank. Und ich hoffe, dass du uns noch sehr lange erhalten bleibst. [00:10:34]

Stefanie
Danke sch├Ân! Danke f├╝r die Wertsch├Ątzung f├╝r meine Arbeit. Das finde ich auch sehr sch├Ân immer, dieses Lob zu bekommen. Das motiviert einen auch weiterhin, gut zu arbeiten und weiter zu machen.

Brigitte
Danke! Tsch├╝ss!

Stefanie
Baba, tsch├╝ss!

Interview Ende

Maurizio
Obwohl ich Stefanie ja gut kenne, war doch sehr viel Neues dabei. Besonders spannend fand ich die Stelle, wo sie erz├Ąhlt, wie sie bei der Transkription der Urkunden vorgeht. F├╝r mich sind das ja teilweise hieroglyphenartige Gebilde, aber mit einem ge├╝bten und geschulten Auge kann man den Schriftst├╝cken ihre Geheimnisse doch entlocken.

Brigitte
Stimmt! Es ist faszinierend, den Buchstaben und Worten auf die Spur zu kommen und Menschen und Begebenheiten zum Leben zu erwecken.

Maurizio
Sch├Ân, dass wir so eine engagierte Mitarbeiterin im Team haben und von ihren Kenntnissen profitieren k├Ânnen. Wir als Museum, aber auch Sie liebe H├Ârerin, lieber H├Ârer, als Besucherinnen und Besucher unserer Ausstellungen und als Leser und Leserinnen unserer Blogartikel.

Brigitte
Du sagst es.

Gr├Ątzelkorrespondenzen

Brigitte
Und jetzt wird es wieder Zeit f├╝r unsere Gr├Ątzelberichte, die von Karin Elise Sturm aus dem S├╝den von Rudolfsheim-F├╝nfhaus, und von Karin Martiny aus dem Norden des 15. Bezirks kommen.

Beginnen wir mit Karin S├╝d „Southy“. Karin, wo bist Du heute unterwegs?

Karin Elise Sturm – Southy

Hallo liebe H├Ârerinnen und H├Ârer, heute befinde ich mich an einem interessanten Ort in der Ansch├╝tzgasse 6a.

Plan wien.gv.at
Ansch├╝tzgasse 6A, Foto: Karin Elise Sturm 2021

Ich bin zu Besuch bei Katharina Lichtenberg. Sie leitet hier eine Filmfirma „makingmovieshappen“ und macht zum Ausgleich von ihrem stressigen Job sehr sch├Ânen Schmuck, den sie hier im Gesch├Ąft und mit einem Webshop auch verkauft.

Katharina Lichtenberg, Foto: Karin Elise Sturm 2021

Karin
Hallo Katharina!

Katharina
Hallo Karin!

Karin
Du, vor eurem Lokal steht ein Sessel auf dem steht „Pause – Need a break“ glaube ich, steht drauf. Was ist das und der hat er sogar eigene Facebook-Seite, hab ich geh├Ârt.

Katharina
Ja genau.  Also das ist mein Pause-Sessel und dann habe ich gemerkt und und mitgekriegt, dass dann die Leute, also einfach andere Leute kurz die Einkaufstaschen abstellen und am Handy was nachschauen und dann, genau und dann habe ich mal die Beschriftung gemacht, und ich wollte dann einfach das irgendwie signalisieren, dass es voll okay ist, wenn sich da wer hinsetzt.

Karin
Euer Haus hat ja mehrere Funktionen: Es ist Dein Atelier f├╝r die Schmuckproduktion, es ist co-working space – ihr vermietet also Arbeitspl├Ątze – es ist ein B├╝ro der Filmfirma „makingmovieshappen“ und Du wohnst auch hier in dem Haus. Deine Themen sind also Filmproduktion und Schmuckdesign. [00:13:11]

Katharina
Ich bin schon seit 1999 beim Film und schon sehr lang in der Produktion. Ich hab Wirtschaft und Architektur studiert und der kreative Teil geht mir ein bisschen ab. Irgendwie bin ich auf das Material gekommen, also das Material ist Fimo. Und dann hab ich ein bisschen herum probiert und hab gemerkt, dass mir das taugt, und dann hab ich einfach geschaut, was ich da machen kann – die M├Âglichkeit mit dem Material ist einfach endlos. Und es ist einfach super, wenn ich mich da echt einen Tage oder zwei da hinsetzen kann. Ich habe mich da jetzt auf die Ohrringe momentan spezialisiert.

Die neueste Schmuck-Kollektion von Katharina Lichtenberg, Foto: Karin Elise Sturm 2021

Karin
Und das wollte ich Dich eh noch fragen: Wie kann man Deinen Schmuck erwerben? Man kann ihn bei Dir da im Gesch├Ąft kaufen, aber es gibt da jetzt auch, glaub ich, einen neuen Webshop.

Katharina
Genau! Wir haben seit letzten Dezember endlich einen Webshop. Und der Webshop ist www.katharinalichtenberg.at Momentan gibt’s da auch einen kleinen Sale von vergangenen Kollektionen.

Karin
Ja, da hab ich heut gleich zugeschlagen.

Super, dann kommen wir vielleicht noch mal zum Film zur├╝ck. Wir alle schauen ja Filme, st├Ąndig eigentlich, aber was macht denn eine Filmfirma?

Die Filmproduktionsfirma von Katharina Lichtenberg – makingmovieshappen, Foto: Karin Elise Sturm 2021


Katharina
Wir machen zu 95% Service f├╝r internationale Filmproduktionsfirmen. In verschiedenen Gr├Â├čenordnungen. Dass wir eben in ├ľsterreich internationale Filmproduktionen dabei unterst├╝tzen, das zu drehen und die Bilder einzufangen, die sie gern haben m├Âchten. Ich sage immer, was ich mache, ist,

Ich schau, dass zuf├Ąlligerweise alle gleichzeitig am selben Ort sind, und Equipment auftaucht.

Katharina Lichtenberg

Karin
Das bringt mich zu unserer letzten Frage: Was verbindet Dich mit dem 15. Bezirk? Warum bist Du hier gelandet?

Kathrina
Also ich mag #Rudolfscrime. Es war eigentlich so. Ich bin 2004 nach Wien gezogen und hab den fixen Vorsatz gehabt, ich kauf mir da eine Wohnung. Ja dann hab ich mir genau da eben in der Ansch├╝tzgasse eine Wohnung angeschaut. Ich bin dann ein bisschen herum gegangen, bin auch in der Nacht unterwegs gewesen und hab eigentlich bemerkt, dass es recht ruhig ist. Also entgegen der Vorurteile. Und dann habe ich mir gedacht, „Passt, das machen wir!“.

Karin
Super! Na das freut uns, dass Du da gelandet bist, bei uns im Gr├Ątzel. Okay, dann bedanke ich mich f├╝r das interessante Gespr├Ąch bei Dir Katharina.

Katharina
Gerne! Danke auch f├╝rs extra Vorbeikommen.

Karin
Damit habe ich wieder eine neue Playerin und K├╝nstlerin im sch├Ânen Rudolfsheim-F├╝nfhaus S├╝d kennengelernt. Das freut mich nat├╝rlich sehr.

Ich verabschiede mich damit aus der Ansch├╝tzgasse 6a und vom netten Pausen-Sessel und gebe zur├╝ck in das F├╝nfzehn Minuten ├╝ber den F├╝nfzehnten-Studio.

Brigitte
Vielen Dank, liebe Karin f├╝r Deinen Bericht und Baba!

Karin
Okay, ciao Brigitte. Pfiat Di!

Interview mit Katharina Lichtenberg in voller L├Ąnge

Interview mit Katharina Lichtenberg in voller L├Ąnge
Interview mit Katharina Lichtenberg

Brigitte
Und jetzt ist Karin Martiny „Nordy“ dran. Karin, was hast Du aus dem hohen Norden von Rudolfsheim-F├╝nfhaus zu berichten.

Karin Martiny – Nordy

Karin
Hallo Brigitte und Maurizio! Nachdem die letzten Tage doch recht winterlich waren, hat es mich heut, bei fr├╝hlingshaften Temperaturen hinaus auf die Schmelz gezogen. Ich lasse mir auf einer der B├Ąnke die Sonne ins Gesicht scheinen und genie├če die japanische Kirschbl├╝te auf der Schmelz, die man sich keinesfalls entgehen lassen sollte.

Die Schmelz, Plan wien.gv.at
Fr├╝hling genie├čen auf der Schmelz,
Foto: Karin Martiny 2021

Ja, es ist Fr├╝hling geworden, der jetzt bereits zum zweiten Mal einem sogenannten harten Lockdown trotzt. Keine Corona-Verordnung der Welt kann ihn an seine Entfaltung hindern.

Und auch die V├Âgel warten nicht auf das Ende des Lockdowns, bis sie sich in den B├╝schen neben mir zum lautstarken Singen versammeln.

Das hat etwas Tr├Âstliches. Und ich sehe, wie viele Menschen hierher kommen, um an diesem Fr├╝hlingserwachen Anteil zu nehmen.

Ich sehe Kinder, die mit ihrem Hund um die Wette laufen, viele Paare und Freundinnen, die mit dem Kinderwagen spazieren gehen. Menschen, die ihren selbst mitgebrachten Kaffee und auch Essen auf einer der B├Ąnke genie├čen, sich per Videochat mit Freunden unterhalten, viele, die ihre Runden laufen oder auf dem Fahrrad die Schmelz queren.

Und viele Kinder, die mit verschiedensten Gef├Ąhrten und Rollerblades die Schmelz erkunden, w├Ąhrend die Erwachsenen sich im geb├╝hrenden Abstand zueinander unterhalten oder als Zaung├Ąste einem Hockey-Training auf einem der vielen Sportpl├Ątze auf der Schmelz zusehen.

In der Hoffnung, doch einmal bald von Veranstaltungen berichten zu k├Ânnen, gebe ich zur├╝ck ins F├╝nfzehn Minuten ├╝ber den F├╝nfzehnten-Studio.

Brigitte
Danke Karin! Tsch├╝ss!

Karin
Baba und bis zum n├Ąchsten Mal!

Schmelz-Reportage von Karin Martiny in voller L├Ąnge

Schmelz-Reportage von Karin Martiny in voller L├Ąnge

Die Bilder stammen teils von Karin Martiny und teils aus der Sammlung des Bezirksmuseums.

Kindheitserinnerungen an die Schmelz von Maria W.

Baustelle – Lockdown – Online-Pr├Ąsenz – Was tut sich im Museum?

Maurizio
Die beiden sind wirklich toll. Auch wenn man selbst im Bezirk wohnt, erf├Ąhrt man dennoch immer wieder Neues und Interessantes.

Brigitte
Stimmt! Wir k├Ânnen uns sehr gl├╝cklich sch├Ątzen, die beiden Karins im Podcast-Team zu haben. Das sehen ├╝brigens auch Sie so, liebe H├Ârerin, lieber H├Ârer! Die letzten beiden Episoden von F├╝nfzehn Minuten ├╝ber den F├╝nfzehnten wurden jeweils fast 1000 Mal angeh├Ârt. Danke an dieser Stelle daf├╝r. Wir freuen uns sehr, dass unser Konzept so gut ankommt.

Maurizio, wie geht es im Museum weiter? Wie bereits erw├Ąhnt, befinden wir uns ja noch weiter im Baustellen- Modus. Was aber jetzt gar nicht so ins Gewicht f├Ąllt, weil ohnehin gerade wieder Lockdown ist. Nach derzeitigen Infos bis 18.4. [update: bis 2.5.2021] [00:18:38]

Maurizio
Du sagst es, liebe Brigitte. Man k├Ânnte die Situation in drei Worten zusammenfassen:

Baustelle – Lockdown – Museum ONLINE

Brigitte
Die ersten beiden Begriffe haben wir ja jetzt schon ausf├╝hrlich behandelt, wie sieht es mit unserer Onlinepr├Ąsenz aus, lieber Maurizio?

Maurizio
Sehr gut, w├╝rde ich sagen und auch sehr erfreulich, was die Zahlen betrifft. Auf unserem YouTube-Kanal, dem BM15- Channel, haben wir vor einigen Tagen unseren ersten ONLINE Kultur-Spaziergang in sechs Stationen hochgeladen. Gemeinsam mit dem Online-Vortrag „Im Windschatten des Weltgeists“ widmet sich unser Kollege Thomas Reithmayer der industriellen Revolution im heutigen Rudolfsheim-F├╝nfhaus und dem F├╝nfhauser Industriezentrum „Von der Meierei bis zum Gaswerk“. Fast 400 Menschen haben sich die Videos bisher angesehen.

Wenn wir Sie jetzt neugierig gemacht haben und Sie sich das auch ansehen m├Âchten, finden Sie die Links in den Shownotes bzw. im Blogartikel zu dieser Podcast-Folge.

Online-Angebote

Maurizio
Gibt’s im April auch Online-Angebote, liebe Brigitte?

Brigitte
Na, das will ich meinen! Wie immer am 15. des Monats laden wir Sie ab 19.00 zu unserer Podcast-Party ein.

ONLINE Podcast-Party

Am 16. April k├Ânnen Sie ab 15.30 online via Zoom einen Vortrag von Anton Tantner zum Thema „Die Schilder des Michael Winkler. Ein Hausnummern-Fabrikant im Wien des 19. Jahrhunderts“ mitverfolgen.

Danach steht der Vortrag auch auf unserem BM15-Channel zur Verf├╝gung.

Maurizio
Und wie sieht’s mit unserer open mic night aus, kann die stattfinden? Falls ja, sicher nicht wie gewohnt.

Brigitte
Da hast Du allerdings recht. Die open mic night im April 2020 haben wir via Zoom abgehalten, im Oktober durfte sie dann – wenn auch mit ganz wenigen G├Ąsten – im Museum stattfinden und diesmal, zum 10. Jubil├Ąum, werden wir es so machen, dass die jungen Talente einzeln ins Museum kommen, um ihren Auftritt aufzunehmen. Und die Gesamtveranstaltung, k├Ânnen Sie liebe H├Ârerin, lieber H├Ârer, dann ab 23.4., 19:30 Uhr auf unserem YouTube-Channel ansehen.

Maurizio
Das klingt sehr interessant. Das Publikum vor Ort wird nat├╝rlich fehlen, aber wir k├Ânnen auf diese Art unseren K├╝nstlerinnen und K├╝nstlern doch eine Auftrittsm├Âglichkeit bieten.

Was auch wegf├Ąllt, ist die M├Âglichkeit f├╝r die jungen Talente zu spenden, das sogenannte Hutgeld.

Hutgeld f├╝r unsere K├╝nstler*innen bei der open mic night, Foto pixabay.de

Wenn Sie m├Âchten, k├Ânnen Sie aber mit dem Betreff „open mic night 2021“ eine Spende auf das Museumskonto ├╝berweisen. Wir teilen die Summe dann unter den Teilnehmenden auf. Alle Infos dazu finden Sie im Blogartikel zu dieser Podcast-Folge.

Unsere Bankdaten:
Bank Austria
IBAN: AT24 1200 0504 1002 1794
BIC: BKAUATWW
Lt. auf Mag. Brigitte Neichl / BM Rudolfsheim-F├╝nfhaus
Verwendungszweck: open mic night 2021



Brigitte
Danke, Maurizio! Wir kommen nun schon zum Ende der heutigen Folge.

Wie geht es weiter?

Maurizio
Worum wird es denn in der n├Ąchsten Folge von F├╝nfzehn Minuten ├╝ber den F├╝nfzehnten gehen, Brigitte?

Brigitte
Im Mai haben wir einen Podcast-Kollegen zu Gast. Philipp Schneider gestaltet seit Februar 2021 einmal w├Âchentlich den Podcast „Guten Morgen, Rudolfsheim!“ f├╝r die Volkshochschule Rudolfsheim. Man erf├Ąhrt nicht nur, was sich an der Volkshochschule in der Schwendergasse tut, sondern auch, was sich in der jeweiligen Woche sonst so im Bezirk abspielt. Soviel kann ich schon verraten, wir sind da auch ein bisschen mit verbandelt. Und, der Kollege hat eine wahnsinnstolle Stimme. Sie k├Ânnen also gespannt sein.

Maurizio
Na, da hast Du uns ja jetzt den Mund ganz sch├Ân w├Ąssrig gemacht, liebe Brigitte. Sch├Ân, dass der 15. Bezirk so kreativ, vielf├Ąltig und ideenreich ist.

Brigitte
Das ist ein sch├Ânes Schlusswort, lieber Maurizio! Wie immer vielen Dank f├╝r Deine Unterst├╝tzung und bis zum n├Ąchsten Mal.

Maurizio
Bis zum n├Ąchsten Mal! Ciao, Brigitte.

Rudolfsheim-F├╝nfhaus hat viel zu bieten, machen wir was draus – gemeinsam!

Ja, liebe H├Ârerin, lieber H├Ârer, Rudolfsheim-F├╝nfhaus hat viel zu bieten, machen wir was draus – gemeinsam!

Wenn Sie ihr Wissen ├╝ber die Geschichte des 15. Bezirks erweitern m├Âchten.

Wenn Sie kulturelle und gesellschaftspolitische Themen sch├Ątzen.

Wenn Sie gespannt auf interessante Menschen und Themen aus Vergangenheit und Gegenwart im 15. Bezirk sind.

Dann sind Sie bei uns richtig!

Besuchen Sie unsere Ausstellungen und Veranstaltungen im Museum (wenn es halt wieder geht), verfolgen Sie unsere Aktivit├Ąten auf unserer Webseite, unserem Blog, unserem Youtube-Kanal und auf FacebookInstagram & Co. Infos und Links, finden Sie in den Shownotes.

Wir sind auch gespannt auf Ihre Kommentare und Anregungen.

Ich freue mich auf die n├Ąchsten spannenden 15 Minuten bei F├╝nfzehn Minuten ├╝ber den F├╝nfzehnten und verabschiede mich mit der anregende Musik von Nigora und der berauschenden Stimme von Michael Stark.

Auf Wiederh├Âren!

Ich w├╝nsche Ihnen einen wundersch├Ânen Tag!

Ihre Brigitte Neichl.

Outro



Hier unsere neuesten Blogbeitr├Ąge zum Reinschm├Âkern ­čśë

Jeden Montag finden Sie bei uns abwechselnd folgende Rubriken:

„Bild des Monats“
historische Schmankerln aus unserem Sammlungsbestand

„Bezirks(Museums)News & Oldies“
Neuigkeiten aus Gegenwart & Vergangenheit aus dem 15. Bezirk & dem Bezirksmuseum

„History & Crime“
Historische Kriminalf├Ąlle auf dem Gebiet des heutigen 15. Bezirks um 1900.

„Zitat des Monats“
Aussagen ber├╝hmter Pers├Ânlichkeiten (aus dem 15. Bezirk) u.a. zu den Themen „Zeit“, „Geschichte“, „Vergangenheit“, etc.

Jeden Donnerstag erwarten Sie abwechselnd folgende Beitr├Ąge:

ÔÇ×FAQ15ÔÇť 
„Renovierte“ (refurbde) Beitr├Ąge aus der Rubrik „Rubrik ÔÇ×FAQ15ÔÇť

ÔÇ×Es war einmalÔÇť
Spannende Rudolfsheim-F├╝nfhauser Vorort-Geschichte(n)

Kennen Sie schon unseren Podcast „F├╝nfzehn Minuten ├╝ber den F├╝nfzehnten“?

Seit Februar 2019 berichten wir ├╝ber interessante Menschen und Themen aus Rudolfsheim-F├╝nfhaus.

H├Âren Sie doch mal rein ­čśë

#040 imgraetzl.at – Unterst├╝tzung und Vernetzung F├╝nfzehn Minuten ├╝ber den F├╝nfzehnten

  1. #040 imgraetzl.at – Unterst├╝tzung und Vernetzung
  2. #039 Vergangenheit und Zukunft in Rudolfsheim-F├╝nfhaus
  3. #038 Darf's ein bisserl Crime sein?

Information – Unterst├╝tzung – Events

Das Team des Bezirksmuseums Rudolfsheim-F├╝nfhaus unterst├╝tzt Menschen dabei, ihr Wissen ├╝ber die Geschichte des 15. Bezirks zu erweitern und sich ├╝ber kulturelle und gesellschaftspolitische Themen zu informieren.

Das Museum nimmt auch seine Aufgabe als Kultur-Drehscheibe des Bezirks wahr und f├Ârdert die Begegnung und Vernetzung der BewohnerInnen durch Veranstaltungen und auch durch den Kultur-Podcast „F├╝nfzehn Minuten ├╝ber den F├╝nfzehnten“ .

Der Eintritt ist frei. Alle MitarbeiterInnen sind ehrenamtlich t├Ątig.

Sie m├Âchten regelm├Ą├čig ├╝ber die Aktivit├Ąten des Museums informiert werden? Dann abonnieren Sie unseren Newsletter!

Hier finden Sie unsere aktuellen Veranstaltungen.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Bezirksmuseum Rudolfsheim-F├╝nfhaus
Rosinagasse 4
1150 Wien
Mail: office@bm15.at
Web: www.museum15.at

├ľffnungszeiten
Mo: 17.00-19.00
Fr: 15.30-17.30
(an Feiertagen, schulfreien Tagen und im Juli & August geschlossen)

#viellosimmuseum
#WIENf├╝nfzehn
#dasVeranstaltungsmuseum
#mansiehtsichimmuseum

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