Das Rathaus, das kein Rathaus blieb

Zeitreise durch die Geschichte von Wien Rudolfsheim-Fünfhaus

Episode ZR #05

In der 5. Folge unserer Miniserie zur Bezirksgeschichte „Zeitreise durch Wien Rudolfsheim-Fünfhaus“ geht es um entscheidende Ereignisse zur Entstehung des heutigen 15. Bezirks ab der Mitte des 19. Jahrhunderts bis in die 1950er Jahre.

Bezirkshistorikerin Waltraud Zuleger berichtet im Gespräch mit Museumsleiterin Brigitte Neichl vom Zusammenschluss dreier Dörfer zum Vorort Rudolfsheim, von der Eingemeindung zu Wien und den Änderungen 1938 und 1957, die Auswirkungen auf das heutige Aussehen des Bezirks haben.

Wenn Sie Fragen, Anregungen und/oder Ideen für den Podcast haben, melden Sie sich unter podcast@bm15.at

https://www.museum15.at/podcast/zr-05/

Dieser Podcast ist ein spin off von Fünfzehn Minuten über den Fünfzehnten.

Hier erfahren Sie mehr über Ziele und Inhalte von „Fünfzehn Minuten über den Fünfzehnten“ https://kulturpodcast15.podigee.io/1-fuenf-gruende


Die Podcast-Episode zum Artikel

Podcast kostenlos abonnieren via iTunes (Apple), Google (Android), Spotify, YouTube, Soundcloud, Stitcher oder RSS Feed! Sie können auch in Ihrer bevorzugten Musik- bzw. Podcast-App einfach nach „Zeitreise durch Wien Rudolfsheim-Fünfhaus“ suchen.

Ebenso können Sie die Podcast-Folgen bequem (und ohne zusätzliche App) auf unserer Website anhören.

„Fünfzehn Minuten über den Fünfzehnten“ auf
Facebook
Twitter
Instagram

Newsletter


Links dieser Podcast-Folge

(für externe Links wird keine Haftung übernommen)

Aktuelle Folge anhören

Aktuelle Folge auf YouTube


Transkript der Podcast-Episode:

Intro

Fünf Dörfer bei Wien – unendliche Weiten. Wir schreiben das 21. Jahrhundert. Dies sind die abenteuerlichen Erkenntnisse des Bezirksmuseums Rudolfsheim-Fünfhaus, das mit seiner 20 Personen starken Besatzung seit 1972 unterwegs ist, um vergangene Ereignisse zu erforschen, das Leben unserer Vorfahren zu ergründen und einen Beitrag zu Gegenwart und Zukunft der Stadt zu leisten. Mitten im 15. bringt das Museumsteam Erkenntnisse ans Licht, die Sie so vielleicht noch nie zuvor gehört haben.

Hallo und herzlich willkommen Fünfzehn Minuten über den Fünfzehnten spezial. Mein Name ist Brigitte Neichl. Schön, dass Sie wieder eingeschaltet haben und bei dieser Episode dabei sind.

Dieser Podcast wird Ihnen präsentiert vom Bezirksmuseum Rudolfsheim-Fünfhaus, DEM Veranstaltungs-Museum im Herzen des 15. Bezirks.

Das Museum bietet Ausstellungen, Veranstaltungen und Events für Erwachsene und Kinder und diesen Podcast.

Mehr dazu finden Sie auf www.museum15.at

Das Rathaus, das kein Rathaus blieb

Sie hören die fünfte und letzte Folge unserer fünfteiligen Miniserie „Zeitreise durch Wien Rudolfsheim-Fünfhaus“. Wir bewegen uns bei dieser Reise zwischen Ende des 12. Jahrhunderts bis Mitte des 20. Jahrhunderts.

Die Intro- und Outro-Musik wurde speziell für uns komponiert. Und zwar von Nigora Makhmudova. Sound producer war Ivan Kit. Die abenteuerliche Stimme gehört Maurizio Giorgi.

Alle Fans der Fernsehserie Raumschiff Enterprise werden die durchaus beabsichtigen Parallelen erkennen.

Ein Transkript dieser und auch der vergangenen und der noch folgenden fünften und letzten Episode können Sie auf unserem Blog WIENfünfzehn nachlesen.

Den Link und weitere Infos finden Sie in den Shownotes.

Wieder bei mir ist Dr. Waltraud Zuleger, Bezirkshistorikerin und Mitarbeiterin des Bezirksmuseums. Sie gestaltet diese Miniserie gemeinsam mit mir. [00:03:04]

Brigitte
Hallo Waltraud! Wir beenden heute unsere Mini-Serie. Vielen Dank, dass Du mich bei diesem Projekt unterstützt.

Waltraud
Sehr gerne.

Brigitte
In der fünften und letzten Einheit geht es um den Übergang der Vororte zum heutigen 15. Bezirk. In welchem Zeitraum befinden wir uns in dieser Folge, Waltraud?

Waltraud
Wir beginnen am Ende des 19. Jahrhunderts und fliegen im Sauseschritt in den 1950er Jahre.

Brigitte
Kannst Du uns bitte wieder kurz die Inhalte der bisherigen Folgen zusammenfassen, bevor wir in das Thema der heutigen Episode einsteigen?

Waltraud
Sehr gerne. Im ersten Teil ging es um die Siedlung Meinhardidorf. Diese befand sich am Wienfluss und ist heute nicht erhalten. Aber sie ist die erste belegte Siedlung im 15. Bezirk. Oder im späteren 15. Bezirk damals gab es den ja noch nicht.

Im zweiten Teil ging es um die Gründung der noch immer existenten Reindorfkirche – erstes gemeinsames Zentrum jener fünf Dörfer, aus denen spätere der 15. Bezirk entstanden ist.

Im dritten Teil ging es um das Attentat auf Kaiser Napoleon. Der Attentäter Friedrich Staps wurde im 15 Bezirk hingerichtet.

Und im vierten Teil ging es um den Aufstieg der fünf Dörfer zu Ortsgemeinden und zum Zeitalter der Vororte. Und heute sind wir am Ende diese Zeitalters angelangt.

Brigitte
1863 war ja auch noch ein wichtiges Jahr für die Geschichte des 15. Bezirks. Was passierte da?

Waltraud
Richtig, das gehört auch noch erwähnt, 1863 war Ferdinand Kröll Bürgermeister von Rustendorf, Josef Selzer Bürgermeister von Reindorf, Benedikt Schellinger Bürgermeister von Braunhirschen. Ja, alle drei sind heute verewigt. 1888 wurden Straßen im Bezirk benannt.

Aber was ist das Besondere? Nun in diesem Jahr kam es zum Zusammenschluss der drei Ortsgemeinden Rustendorf, Reindorf und Braunhirschen. Man entschied sich, sich zur Großgemeinde zusammenzuschließen. Diese Großgemeinde erhielt den Namen Rudolfsheim. Allerdings der offizielle Zusammenschluss zur Großgemeinde, die Durchführung, erfolgte dann erst am 4. Jänner 1864 – fällt also ins nächste Jahr bereits. [00:05:15]

Die Folge war, dass die beiden Bürgermeister in Pension- sozusagen – geschickt wurden, und Benedikt Schellinger, der letzte Bürgermeister von Braunhirschen wurde der erste Bürgermeister dieser neuen Gemeinde Rudolfsheim und das Rathaus von Braunhirschen, das einst unter einem früheren Grundherrn als Amtssitz der Grundherrschaft Braunhirschen erbaut worden war, das 1848 dem Pöbel zum Opfer gefallen war – das hatten wir in der letzten Folge – das war dann das Rathaus vom Braunhirschen und das wurde nun das neue Rathaus von Rudolfsheim.

Brigitte
Und wo war das?

Waltraud
Es befand sich an der Mariahilferstraße, etwa dort, wo heute die Grimmgasse und die Dadlergasse sind, und zwar etwa auf dem Areal des heutigen Paul-Richter-Hofes, einer städtischen Wohnbauanlage.

Plan wien.gv.at


Brigitte
Der Titel der heutigen Folge lautet „Das Rathaus, das kein Rathaus blieb“. Von welchem Gebäude sprechen wir da jetzt?

Waltraud
Wir haben jetzt nicht mehr fünf, sondern drei Gemeinden und wir haben damit drei Rathäuser: Das Rathaus von Rudolfsheim. Das Rathaus von Sechshaus, oder besser gesagt, das neue Rathaus von Sechshaus, das eben in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts erbaut wurde und das Rathaus von Fünfhaus, das kurz bevor es eben zur Eingemeindung kam, ebenfalls erbaut wurde.

Das Rathaus von Fünfhaus

Waltraud
Der Titel bezieht sich auf das Rathaus von Fünfhaus. 1882-1884 wurde unter Bürgermeister Adolf Friedrich, dem vielleicht bedeutendsten Bürgermeister von Fünfhaus, für die Vorortgemeinde ein neues Rathaus erbaut.

Nun war das damals nicht unüblich, auch in anderen Gemeinden, die heute noch als Gemeinden existieren, finden wir Rathäuser aus dem 19. Jahrhundert. [00:06:54]

In der Gründerzeit waren neue Rathausbauten ein häufiges Phänomen. In diesem Fall war gerade das Fünfhauser Brauhaus für immer geschlossen worden, damit auch der Gastgarten obsolet und dieses Gebiet wurde dann als Grundstück benützt, um dort das neue Rathaus zu errichten.

Das Fünfhauser Brauhaus, daneben das Rathaus von Fünfhaus, das spätere Amtshaus des 15. Bezirks. BM 15

Für die Planung waren zwei Architekten zuständig: Gustav Matthies und Alois Schumacher, Matthies ist insofern interessant, als er vor allem für Schulbauten bekannt ist. Es mag uns also nicht überraschen, da er gleichzeitig auch die Schule am Friedrichsplatz erbaute, dass er gegenüber ein Rathaus erbaute, dass in mancher Hinsicht als Gegenstück zur Schule gesehen werden kann.

Es handelt sich um eine Anlage mit mehreren Innenhöfen. Vorbilder waren Barock und Renaissance. Die Fassade ist eine Mischung aus beiden Zeitstilen.

Das Amtshaus des 15. Bezirk, Quelle: bz Bezirkszeitung

Ein sogenanntes Highlight dieses Gebäudes, dass man aber nicht außen sieht, ist der Festsaal, der bis heute erhalten ist.

Stiegenaufgang zum Festsaal, Quelle: WikiMedia Commons

Wie gesagt in den 1880er Jahren wurde dieses Rathaus erbaut und Anfang der 1890er Jahre war ja dann die Eingemeindung.

Die Eingemeindung der Vororte

Brigitte
Genau. Das Jahr 1890 war ein weiterer Meilenstein auf dem Weg der fünf Vorortgemeinden zum heutigen Bezirk Rudolfsheim-Fünfhaus. Was geschah da genau? [00:08:04]

Waltraud
Nun, eines ist ein Problem. Aufgrund der Quellenlage – wann wurden Verträge geschlossen – kann man das jahresmäßig nicht ganz genau festlegen. Ich erwähne daher immer „um 1890/92“.

Etwa dieser Zeit hatte Wien endgültig eine Vergrößerung vorgenommen. Bereits in den 1870er Jahren war ja geplant gewesen oder Kaiser Franz Joseph I. soll sich sehr daran interessiert gezeigt haben, dass sämtliche Vororte Teil von Wien werden. Und Wien damit neues Areal bekommt, größer wird und so weiter. Damals scheiterte diese Aktion am Widerstand der Vororte.

Nun in den 1890er Jahren war es angeblich der Wunsch des Kaisers für ein bestimmtes Jubiläum, das doch noch durchzuführen. Fakt ist jedenfalls, es kam zur Eingemeindung von einer ganzen Reihe von Gemeinden.

Die Politiker haben das sehr unterschiedlich gesehen. Fünfhaus war eine jener Gemeinden, wo der Bürgermeister Friedrich – er war nicht der letzte Bürgermeister, aber der vorletzte Bürgermeister und Rathauserbauer. Er war interessanterweise im Vorstand, er war für die Eingemeindung Man versprach sich davon einiges.

Andere Vororte waren nicht so begeistert davon. Wir wissen z.B. im Nachbarort Hütteldorf, dass die Hütteldorfer noch heute auf ihrer Bezirksgeschichtstafel bei der Kirche vermerkt haben „Hütteldorf wurde gegen seinen Willen eingemeindet“.

Wie gesagt, die Gemeinde wurden also Teil von Wien und neue Bezirke wurden gegründet.

Die Bezirke Rudolfsheim (XIV.) und Fünfhaus (XV.) entstehen

Da entstand nun Folgendes: Sechshaus – das ursprüngliche Bezirksgericht befand sich ja dort – bildete mit Rudolfsheim zunächst einen gemeinsamen Bezirk, den 14. Bezirk, der interessanterweise nicht nach Sechshaus, sondern nach Rudolfsheim benannt wurde. Vermutlich, weil Rudolfsheim einfach die größere Gemeinde war, obwohl Sechshaus ja das Zentrum des Gerichtsbezirks gewesen war.

Fünfhaus dagegen wurde als eigener Bezirk Gemeinde.

Und nun war nun Folgendes. Ein Bezirk benötigt ja kein Rathaus mehr. Aber man fand eine Lösung: das neue Rathaus wurde einfach gleich zum Amtshaus des neugegründeten Bezirkes erklärt. Fünfhaus war eben der 15. Bezirk und ein Rathaus war somit unnötig. Also wurde das Rathaus vom Fünfhaus, das gerade erbaut worden war, gleich zum Amtshaus gemacht.

Brigitte
Auch in Sechshaus wurde ein Rathaus errichtet, Du hast es ja schon erwähnt. Was wurde aus dem nach der Eingemeindung der Vororte nach Wien?

Waltraud
Nun es war obsolet. Es war gerade erst erbaut worden, ebenfalls ein Neubau, und da schon immer die Sparkasse Teil der Gemeinde war, und damit hier untergebracht, hatte man gleich die geniale Idee, daraus wurde jetzt neue Bezirkssparkasse.

Aus dem Amtshaus von Fünfhaus wurde die Bezirkssparkasse, später Zentralsparkasse, dann Bank Austria, BM 15


Aus dieser Sparkasse wurde später die Zentralsparkasse und nachdem diese Geschichte war, das Sitz der Bank Austria, ihrer Nachfolgerin. Vor einigen Jahren wurde das Gebäude, das noch immer ein optisches Juwel ist, aufgegeben von der Sparkasse.

1938 – bezirkshistorische Auswirkungen

Brigitte
Kommen wir zu einem, in vielerlei Hinsicht prägenden Jahr für die Geschichte des heutigen 15. Bezirk, 1938. Welche entscheidende bezirkshistorische Änderung ergab sich da?

Waltraud
Nun Adolf Hitler wollte ja aus Wien eine Perle machen, der er eine tolle Fassung zu geben beabsichtigte. Und Wien sollte eben sein Glanzstück werden. Daher führte er weitere Eingemeindungen durch. Wien wurde zur sechstgrößten Stadt des Hitler-Reiches.

In diesem Zusammenhang kam es auch bei dem Bezirkszusammenlegung zu Veränderungen. Die meisten wurden ja nach dem Krieg wieder aufgelassen, allerdings die für unseren Bezirk nicht. Und zwar der 14. Bezirk, der ja damals Rudolfsheim hieß – die früheren Orte Sechshaus und Rudolfsheim – nun dieser Bezirk wurde von den Nazis aufgelöst und dem 15. Bezirk, also dem damaligen Bezirk Fünfhaus angegliedert.

Das bedeutet übrigens, dass nun keinen 14. Bezirk mehr gab. Also hat man dann ein anderes Problem gelöst: der 13. Bezirk Hietzing wurde geteilt und ein Teil wurde zum heutigen 14 Bezirk Penzing gemacht. Diese Änderung wurde im Gegensatz zu mancher andere Maßnahme aus dem, 1938 nicht mehr rückgängig gemacht.

Brigitte
Und wie hieß dann dieser neue 15. Bezirk?

Waltraud
Die beiden Teile wurden an Fünfhaus angegliedert. Der Bezirk behielt erstmal den Namen Fünfhaus und damit wurde natürlich das Amtshaus des 14. Bezirks obsolet und in der Folge, es verwahrloste und wurde dann nach dem Krieg abgerissen.

Brigitte
Wo befand sich das Rudolfsheimer Rathaus und was wurde daraus?

Waltraud
Das Rudolfsheimer Rathaus – wie gesagt – ich habe bereits erwähnt, dass es früher. erbaut wurde, 1848 zerstört wurde, damals war es das Amtshaus von Braunhirschen. Später war es dann das Rathaus von Braunhirschen, noch nach dem Zusammenschluss von Rudolfsheim, war es das Rudolfsheimer Rathaus.

Es befand sich im Bereich Grimmgasse / Dadlergasse und es wurde nach der endgültigen Aufgabe nach dem 2 Weltkrieg abgebrochen und heute befindet sich eine Städtische Wohnbau Anlage der Paul-Richter Hof.

Paul-Richter-Hof

Brigitte
De etwas kompliziert die Geschichte von Rudolfsheim und Fünfhaus haben wir in einer Ausgabe unserer Edition Bezirksmuseum 15, der Nummer 10, ausführlich beschrieben. Der Titel lautet: „Rudolfsheim und Fünfhaus – Zahlen – Daten – Fakten und ein Plan“.

Waltraud Zuleger hat darin über die Grenzen von Rudolfsheim und Fünfhaus geschrieben. Falls Sie lieber Hörerin, lieber hörerdaran interessiert sind können Sie diese zu einem Unkostenbeitrag von 5 € bei uns im Museum erwerben oder auch online bestellen.

Edition Bezirksmuseum 15 Nr. 10

Infos dazu finden Sie in den Shownotes. Wir kommen nun zur letzten wichtigen Etappe der Geschichte des 15. Bezirks. Wann war das und was ist geschehen?

1957: Fünfhaus wird Rudolfsheim-Fünfhaus

Waltraud
Am 15. Februar 1957 wird der 15. Bezirk Fünfhaus durch einen Gemeinderatsbeschluss umbenannt in Rudolfsheim-Fünfhaus. Interessant ist übrigens, dass zu dieser Zeit der Paul-Richter-Hof eröffnet wird, jene städtische Wiener Wohnhausanlage, die in den 1950er Jahren dort errichtet wurde, wo sich einst das Amtshaus der Herrschaft Braunhirschen, das spätere Rathaus von Rudolfsheim befand.

Man könnte sagen, dass das spätere Rathaus von Rudolfsheim, das ja auch das Amtshaus des ursprünglichen Bezirkes Rudolfsheim war, verschwand, taucht der Bezirk Rudolfsheim jetzt. Bezirksnamen Rudolfsheim-Fünfhaus wieder auf.

Und so betreten wir im Jahr 1957 nicht nur die Zeitgeschichte, sondern jetzt beginnt tatsächlich die Geschichte des heutigen 15. Bezirk Rudolfsheim-Fünfhaus.

Brigitte
Eine Kleinigkeit könnte vielleicht noch erwähnen, was ich noch geändert hat. Was wir noch dazu bekommen haben, eine Gebietserweiterung. [00:14:38]

Plan Auer Welsbach-Park

Waltraud
Ja, die Grenzziehung ist noch immer nicht abgeschlossen. Es gibt immer wieder Veränderungen und zwar ist es so, dass bis Ende des 20. Jahrhunderts das Technische Museum zum 15. Bezirk gehörte und Teile des Auer-Welsbach-Parks. Relativ kleine Teile wie eben die „Schweizer-Spende“ der Rest gehörte zum 14. Bezirk. Dann Ende des 20. Jahrhunderts kam es zu einer Änderung. Das Technische Museum kam zum 14. Bezirk und der 15. Bezirk erhielt dafür den ganzen Auer-Welsbach-Park.

Jedenfalls der Auer-Welsbach-Park ist erst seit gar nicht so langer Zeit, Teil des 15. Bezirks und ein gutes Beispiel dafür, dass die Bezirksgrenzen sich wahrscheinlich immer wieder ändern werden und noch immer nicht endgültig gezogen sind.

Brigitte
Wir sind nun am Ende unserer Miniserie angelangt. Vielen Dank, liebe Waltraud, für deine Mühe und dein Engagement!

Waltraud
Sehr gern geschehen. Ich hoffe, dass es auch für unser Publikum einiges gebracht hat.

Brigitte
Na, da bin ich überzeugt davon!

Wir haben damit ,wie ich glaube, ein wichtiges Audio-Dokument geschaffen, dass nahezu zeitlos ist, und bezirkshistorisch interessierten Menschen die Vergangenheit von Rudolfsheim-Fünfhaus näher bringen kann.

Selbstverständlich konnten wir nicht alle Details unterbringen. Wir haben einige Schlaglichter auf die ereignisreiche Geschichte des Bezirks geworfen. Es bleibe noch viele Geschichten für weitere Folgen unseres Podcasts und unsere Blogartikel übrig.

Waltraud
Das stimmt völlig! In 15 Minuten kann man eigentlich nur Schlagworte, Momentaufnahmen und Anregungen machen, aber daraus können sich ja weitere Ergebnisse bilden.

Brigitte
Genau.

Ja, liebe Hörerin, lieber Hörer! Rudolfsheim-Fünfhaus hat viel zu bieten, machen wir was draus – gemeinsam.

Wenn Sie ihr Wissen über die Geschichte des 15. Bezirks erweitern möchten.

Wenn Sie kulturelle und gesellschaftspolitische Themen schätzen.

Wenn Sie gespannt auf interessante Menschen und Themen aus Vergangenheit und Gegenwart im 15. Bezirk sind.

Dann sind Sie bei uns richtig!

Besuchen Sie unsere Ausstellungen und Veranstaltungen im Museum, verfolgen Sie unsere Aktivitäten auf unserer Webseite, unserem Blog, unserem Youtube-Kanal und auf FacebookInstagram & Co. Infos und Links, finden Sie in den Shownotes.

Wir sind auch gespannt auf Ihre Kommentare und Anregungen.

Ich verabschiede mich – vorerst zum letzten Mal – mit den sphärischen Klängen von Nigora Makhmudova.

Die gesamte Serie können Sie hier nachlesen und -hören.

Auf Wiederhören!

Ich wünsche Ihnen einen wunderschönen Tag!

Ihre Brigitte Neichl.

Outro

Schau mal! Ich was Interessantes auf WIENfünfzehn entdeckt!

Hier unsere neuesten Blogbeiträge zum Reinschmökern 😉

Jeden Montag finden Sie bei uns abwechselnd folgende Rubriken:

„Bild des Monats“
historische Schmankerln aus unserem Sammlungsbestand

„Bezirks(Museums)News & Oldies“
Neuigkeiten aus Gegenwart & Vergangenheit aus dem 15. Bezirk & dem Bezirksmuseum

„History & Crime“
Historische Kriminalfälle auf dem Gebiet des heutigen 15. Bezirks um 1900.

„Zitat des Monats“
Aussagen berühmter Persönlichkeiten (aus dem 15. Bezirk) u.a. zu den Themen „Zeit“, „Geschichte“, „Vergangenheit“, etc.

Jeden Donnerstag erfahren Sie in unserer Rubrik „FAQ15“ Wissenswertes aus Vergangenheit und Gegenwart von Rudolfsheim-Fünfhaus.

Kennen Sie schon unseren Podcast „Fünfzehn Minuten über den Fünfzehnten“?

Seit Februar 2019 berichten wir über interessante Menschen und Themen aus Rudolfsheim-Fünfhaus.

Hören Sie doch mal rein 😉

#032 Der Zauber der Urkunde Fünfzehn Minuten über den Fünfzehnten

  1. #032 Der Zauber der Urkunde
  2. #031 Wer war Ernst Papanek?
  3. #030 Grätzelkorrespondentin für den Norden von RH5H

Information – Unterstützung – Events

Das Team des Bezirksmuseums Rudolfsheim-Fünfhaus unterstützt Menschen dabei, ihr Wissen über die Geschichte des 15. Bezirks zu erweitern und sich über kulturelle und gesellschaftspolitische Themen zu informieren.

Das Museum nimmt auch seine Aufgabe als Kultur-Drehscheibe des Bezirks wahr und fördert die Begegnung und Vernetzung der BewohnerInnen durch Veranstaltungen und auch durch den Kultur-Podcast „Fünfzehn Minuten über den Fünfzehnten“ .

Der Eintritt ist frei. Alle MitarbeiterInnen sind ehrenamtlich tätig.

Sie möchten regelmäßig über die Aktivitäten des Museums informiert werden? Dann abonnieren Sie unseren Newsletter!

Hier finden Sie unsere aktuellen Veranstaltungen.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Bezirksmuseum Rudolfsheim-Fünfhaus
Rosinagasse 4
1150 Wien
Mail: office@bm15.at
Web: www.museum15.at

Öffnungszeiten
Mo: 17.00-19.00
Fr: 15.30-17.30
(an Feiertagen, schulfreien Tagen und im Juli & August geschlossen)

#viellosimmuseum
#WIENfünfzehn
#dasVeranstaltungsmuseum
#mansiehtsichimmuseum

2 Kommentare zu „Das Rathaus, das kein Rathaus blieb

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s