#FAQ15/079 Nach wem ist die Tellgasse benannt?

Was Sie schon immer über Rudolfsheim-Fünfhaus wissen wollten …

Spontan möchte man vielleicht sagen: Nach Wilhelm Tell, dem legendären Schweizer Freiheitskämpfer aus dem 14. Jahrhundert, unsterblich gemacht durch Friedrich Schillers (1759-1805) Bühnenwerk und seit Ende des 19. Jahrhunderts Nationalheld der Schweiz. Aber nein, der ist es nicht. Die Tellgasse, die sich in Rudolfsheim-Fünfhaus zwischen der Stutterheimstraße und der Markgraf-Rüdiger-Straße befindet, ist nach Peter Tell benannt. Wer das war, erfahren Sie im folgenden Artikel.

Sie interessieren sich für interessante Details aus Vergangenheit & Gegenwart von Rudolfsheim-Fünfhaus, dem 15. Wiener Gemeindebezirk? Dann sind Sie hier richtig beim Blog WIENfünfzehn!

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FAQ=Frequently Asked Questions (häufig gestellte Fragen)

Tellgasse Nummer 1 und Nummer 2

Die Tellgasse hat eine etwas komplizierte Geschichte. Es gab sie – wenn auch nicht gleichzeitig – zwei Mal.

Am Anfang war … die Ferdinandsgasse.

Ferdinandsgasse; Josephigasse=Talgasse; Blinde Gasse=Friesgasse; Mittelgasse=Robert-Hamerling-Gasse; Neue Gasse=Turnergasse; Schwangasse=Clementinengasse, Plan 1853

1867 wurde die Ferdinandsgasse in Tellgasse (Nr. 1) umbenannt.

Plan 1898

1911 wurde die Tellgasse in Gebrüder-Lang-Gasse umbenannt. Dies war mit der Auflage verbunden, einen neuen Straßenzug auf der Schmelz mit Tellgasse zu benennen.

Gebrüder-Lang-Gasse, Plan 1924

Diese Umbenennung fand nicht überall Anklang, wie in einem zeitgenössischen Bericht in „Der Montag“ unter dem Titel „Tells Delogierung“ zu lesen ist.

1911-04-10 Der Montag Wiener Montagblatt

Transkript

Tells Delogierung.

Recht sonderbar ist es, wie der Wiener Stadtrat mit den alten Gassennamen umgeht. In Fünfhaus existiert seit über fünfzig Jahren die Tellgasse, die ihren Namen übrigens nicht nach dem Schweizer Freiheitshelden, sondern nach dem Patrioten Peter Tell (oder Thell) aus dem Jahre 1809 führt. Peter Tell, der in Fünfhaus das Tischlerhandwerk betrieb, war auch Anführer der Bürgerwache und erhielt am 23. Juni des erwähnten Jahres von einem französischen Offizier den Auftrag, die Volksmenge auseinander zu treiben. Daß Teil dabei mit Ruhe und Besonnenheit vorging, verdroß den Franzosen so sehr, daß er unter den gröbsten Schmähungen den Säbel zog. Tell riss im die blanke Waffe aus der Hand und (er war so unbesonnen, wie sein berühmter Namensvetter) ließ sich’s beikommen, sie zu brechen und dem Vetter vor die Füße zu werfen. Tell wurde des anderen Morgens in aller Frühe verhaftet, zum Jesuiterhof auf der Laimgrube, wo jetzt die militärtechnische Akademie steht [jetzt das Institut für Technische Chemie der Technischen Universität Wien], geführt und dort ohne weiteres Verhör, ohne Beobachtung irgendeiner gesetzlichen Form an der Mauer erschossen. Zwei Tage später wurde an derselben Stelle der Sattlermeister Eschenbach, weil er zwei österreichische Kanonen im Hofraum seines Hauses vergraben hatte, ebenfalls erschossen. Eschenbach erhielt später seine Gasse nächst der militärtechnischen Akademie, Tell aber in Fünfhaus. Nun aber hat der Stadtrat dieser Tage beschlossen, dem wackeren Patrioten Tell seine Gasse einfach wegzunehmen und sie „Brüder Langgasse“ zu benennen bloß aus dem Grunde, weil die beiden Leute Lang zwei klerikal gesinnte Herren waren, die zur Zeit, da sie noch gelebt, in der Nähe der Tellgasse hausten. Damit aber Peter Teil nicht zu kurz komme, wurde ihm ein neues Gäßchen auf der Schmelz gewidmet. Abgesehen von dem Wirrwarr, der durch solch willkürliches Gassennamen Changement entsteht, ist wohl die Frage berechtigt: Wenn schon Peter Tell vom Stadtrat er für unwürdig befunden wurde, seine alte Gasse in Fünfhaus weiter zu behalten, warum nicht auch der selige Eschenbach [gemeint ist Jakob Eschenbacher], der doch gewiß auch ein braver österreichischer Patriot gewesen ist.

In dem Bericht wird erwähnt, dass Peter Tell seine Werkstatt in Fünfhaus hatte. Das wäre sehr spannend und interessant, muss aber noch verifiziert werden.

Die „klerikalen Herren“ Anton und Jakob Lang waren übrigens Fabrikanten, die sich in Fünfhaus durch ihre Wohltätigkeit auf humanitärem und kirchlichem Gebiet ausgezeichnet hatten. Doch dazu ein anderes Mal mehr.

Ein Jahr später, 1912, wurde schließlich die Straße zwischen Stutterheimstraße und Markgraf-Rüdiger-Straße in Tellgasse (Nr. 2) benannt.

1924_Tellgasse auf der Schmelz

Wer ist nun der Namensgeber der Tellgasse?

Wir haben im Bericht des „Montag“ weiter oben, ja schon einiges zum „österreichischen Patrioten“, einem Wiener Andreas Hofer, gehört.

Was ist da also vorgefallen 1809? Lesen wir, was das „Neuigkeits Welt Blatt“ vom 17.6.1909 darüber zu berichten hat.

1909-06-17 Neuigkeits Welt Blatt, ANNO

Transkript

Trauriges und Lustiges aus der Franzosenzeit 1809.

Baron Sala und sein Sohn. – Der Tischlermeister Tell. – Die Hinrichtung des Sattlermeisters Eschenbacher. – Zwei mutige Buchhändler. – Die Voltigeurs (*1*) im „Häuserl am Rain“. – Verewigt im Theater und im Roman.

Es war eine schwere Zeit für unsere Vaterstadt, als sie vor 100 Jahren mit den Schrecken der Beschießung und der darauffolgenden Einnahme durch die Franzosen heimgesucht wurde. Die Bürger Wiens waren damals keinem geringen Ungemach ausgesetzt. Aus zeitgenössischen Quellen sei einiges hierüber hier erzählt.
Schon wenige Tage nach der am 13. Mai durch die Division Oudinot erfolgten Besitzergreifungen wurde Baron Sala, ein 60jähriger Mann, als er mit seinem Sohn im Augarten einen Spaziergang machen wollte, von französischen Posten aufgegriffen, um zur Schanzarbeit gezwungen zu werden. Als er sich weigerte, schossen sie ihn nieder und zwangen dann den weinenden Sohn zu der harten und entehrenden Arbeit.
Der Verlust der Schlacht bei Aspern machte die Stimmung der fremden Unterdrücker noch gereizter, während andererseits der Ingrimm der Wiener durch den Uebermut der Fremden gesteigert wurde.
So kam es am 23. Juni bei den kaiserlichen Stallungen am Spittelberg infolge der harten Behandlung der dort in Haft befindlichen österreichischen Kriegsgefangenen zu einem großen Volksauflauf. Der Tischlermeister Peter Tell, ein Unterkommandant der Bürgerwache (*2*), welche die erregte Masse vertreiben sollte, schien einem französischen Offizier nicht energisch genug vorzugehen und höchst erzürnt darüber zog jener den Säbel und drang damit unter argen Beschimpfungen gegen die Bürgermiliz auf Tell ein. Dieser entriß ihm kaltblütig den Säbel, zerbrach ihn überm Knie und warf dem Gegner die Stücke der Waffe vor die Füße. Französische Gendarmen eilten herzu, wurden jedoch vom Volk zurückgetrieben. Endlich kam die Bürgerwache vom Alarmplatz und nahm Tell und den Offizier in Haft; beide wurden bald wieder entlassen.
Aber schon am nächsten Morgen wurde Tischlermeister Tell aus seiner Wohnung geholt, unter starker Bedeckung auf den Getreidemarkt geführt und an der nördlichen Mauer des damals dort bestehenden sogenannten Jesuiterhofes auf der Laimgrube (wo jetzt das Gebäude des technischen Militärkomitees steht) erschossen und seine Leiche an Ort und Stelle eingegraben. Als er, von den Kugeln durchbohrt, zusammensank, ging sein bester Freund der bürgerliche Vergolder und Hausbesitzer Johann Geiger, eben vorüber und erschrak so heftig, daß er vom Schlag getroffen wurde und eine Woche später starb.
Schon zwei Tage nach Tell fand auf derselben Stelle ein Märtyrer seiner patriotischen Gesinnung den Tod. Der sechzigjährige bürgerliche Sattlermeister Eschenbacher (auch Oeschenbacher, aber nicht Eschenbach, wie es häufig unrichtig heißt) hatte, als das kaiserliche Militär Wien verließ, drei Kanonen von einem Artillerie-Offizier übernommen und sie, damit sie nicht in die Hände der Franzosen fallen, im Garten seines Hauses auf der Wieden (Favoritenstraße Nr. 9, alt 315, damals Nummer 99) vergraben. Drei seiner Gesellen halfen im dabei: Johann Burkhard, Sattler, 29 Jahre alt, Johann Holzapfel, Schlosser, 28 Jahre alt und Lukas Kopp, Sattler, 22 Jahre alt. Aber in Gestalt eines vierten, dem Meister feindlichen Gesellen, fand sich ein Verräter. Als nun der französische General-Gouverneur am 14. Mai das Verbot erließ, irgendwelche Waffen und Kriegsmunition bei sich zu behalten und befahl, solche binnen 24 Stunden nach erfolgter Kundmachung seiner Verfügung in die Zeughäuser zu bringen, widrigenfalls Todesstrafe zu gewärtigen sei, da ging der „Judas von Anno neun“ hin und verriet seinen Herrn. Französische Soldaten umstellten das Haus des Sattlermeisters, gruben im Garten nach und fanden in der Tat dort die Kanonen. Eschenbacher wurde verhaftet, von der „auf Verordnung seiner kaiserl. königl. Majestät (Napoleon) versammelten Militärkommission“ der Tat überwiesen, mit seinen drei Gesellen schuldig befunden und Eschenbacher zum Tode verurteilt. Am 26. Juni, zwei Tage dem Tode Tells, fand auch dieser wackere Wiener Bürger den gewaltsamen Tod. Er bewahrte bei der Exekution eine heldenhafte Haltung. Seine drei Gesellen, die mit ihm auf den Richtplatz geführt wurden, um die Vollstreckung des Urteils an ihrem Meister mitanzusehen, wurden während der erschütternden Szenen ohnmächtig. Nach dem Tod ihres Meisters wurden sie von der Gendarmerie aus dem von der französischen Armee besetzten Bezirk weggebracht. Sowohl die Leiche Tells wie jene Eschenbachers (*3*), die auf der Exekutionsstelle verscharrt worden waren, wurden noch in der Nacht nach der Justifizierung von den Verwandten und Freunden der Hingerichteten ausgegraben und im Schmelzer Friedhof in aller Stille beerdigt. Die Witwe Eschenbachers, Theresia, starb am 30. August 1817 im 59. Lebensjahr; sie hinterließ zwei Kinder August und Marie.

Hier auch ein Audiotranskript dieses Artikels:

Den lustigen Teil mit den „delikaten Krebsen“, der damals ganz Wien amüsierte, können Sie hier nachlesen.

(*1*) Voltigeure waren eine Truppengattung, die von Napoleon Bonaparte im März 1804 als Elitetruppe aufgestellt wurde und in Frankreich bis 1868/70 existierte. Als Voltigeure rekrutiert wurden vor allem Männer, die wegen einer verhältnismäßig geringen Körpergröße bis dahin als ungeeignet für den Militärdienst galten. (Wikipedia)

(*2*) Wiener Bürgerwache / Bürgergarde / Bürgermiliz. Die militärische Tradition reicht bis in das Mittelalter und die Türkenbelagerung 1529 und 1683 zurück. Während der Franzosenkriege wurde der Einsatz in der Garnison Wien immer wieder erforderlich (insbesondere 1797, 1800, 1805/1806 und 1809). Ihre Aufgabe war es, Garnisonsdienst zu leisten und die Stadt innerhalb des Linienwalls zu verteidigen; Nebenzweck war die Repräsentation bei weltlichen und kirchlichen Feierlichkeiten. (WienGeschichteWiki)

1863-03-14 DerZwischen-Akt

Transkript
Nach einem im Jahre 1806 vom Kaiser Franz gegebenen Reglement wurde der Zweck der Bürgermiliz in Folgendem ausgesprochen: „Es ist Bürgerpflicht, bei androhendem Feinde die Stadt inner den Linien zu schützen, zur Aufrechterhaltung der innern Ruhe und Sicherheit mitzuwirken (Hervorhebung von mir) und öffentliche Feierlichkeiten zu verherrlichen.“

(*3*) Nach Jakob Eschenbacher (1749-1809) wurde 1863 die Eschenbachgasse im 1. Wiener Gemeindebezirk benannt. In der Favoritenstraße 47 befindet sich eine Gedenktafel.

Ein Theaterstück für Peter Tell


1904 erschien ein, von Karl Linder verfasstes, Theaterstück über Peter Tell.

1904-01-27 Deutsches Volksblatt, ANNO

Transkript
Preisstück. Der niederösterreichische Landesausschuß hat von dem Schriftsteller Dr. Karl Linder ein fünfaktiges Wiener Bürgerdrama „Peter Tell“ zur Preisbewerbung angenommen. Das Stück spielt zu Zeit der Okkupation Wiens durch Napoleon I., im Jahre 1809.

Zum Thema passt auch die 4. Folge unseres Podcasts „Zeitreise durch Wien Rudolfsheim-Fünfhaus“: Die Iden des März.

Und hier finden Sie den dazugehörigen Blogartikel.

Damit genug für heute:
Gehaben Sie sich wohl!
Ihre Brigitte Neichl


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3 Kommentare zu „#FAQ15/079 Nach wem ist die Tellgasse benannt?

  1. Im BLOG Jänner 2021 „Der erfolglose Attentäter Friedrich Staps“ wurde bereits kurz darauf verwiesen: „Ein Vorfall betrifft auch unseren Bezirk. Es geht um den Tischler Peter Tell. Wie gesagt, in unserem Bezirk gibt es hier eine Tellgasse, die nicht nach Wilhelm Tell benannt ist, sondern eben nach einem Peter Tell. Dieser war Tischler, Anführer der Bürgerwehr am Spittelberg. Und er wurde von der Franzosen erschossen, als er sich in den Streit zwischen der Besatzungsmacht und den Wiener Bürgern auf Seiten der Wiener Bürger einmischte. Er soll einem französischen Offizier den Säbel zerbrochen haben. (Wir werden bei Gelegenheit über diesen tapferen Wiener berichten).“ Was hiermit geschehen ist!

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