Der Märchenhof bei der Stadthalle (Bild des Monats)

Unser Bild des Monats zeigt diesmal den Vogelweidhof, einem 1926/27 entstandenen Gemeindebau – im Volksmund „Märchenhof“ genannt -, der zu den am prächtigsten ausgestalteten Gemeindebauten von Wien zählt und unter Denkmalschutz steht.

Bild des Monats
Vogelweidhof in den 1930er-Jahren, links der Märzpark

Zwischen 1926 und 1927 wurde wurde auf einem Teil des Schmelzer Friedhofs – dort, wo sich einst das Totengräberhäuschen befand – ein riesiger Wohnbau mit ursprünglich 130 Wohnungen erbaut.

1930 erhielt er den Namen Vogelweidhof (nach dem Minnesänger Walther von der Vogelweide).

Der Gemeindebau wurde nach Plänen des Architekten Leopold Bauer (1872-1938), einem Schüler Otto Wagners, im Bereich Wurzbachgasse 2 – 8 / Hütteldorfer Straße 2a / Sorbaitgasse 3 errichtet.

Der Vogelweidhof gilt als einer der am prächtigsten ausgestalteten Gemeindebauten in Wien. Der Bildhauer und Keramiker Robert Obsieger (1884-1958) schuf drei keramische Zierbrunnen, der Maler und Grafiker Franz Wacik (1883-1938) gestaltete die Deckengemälde in den Lauben, die Szenen aus Märchen und Wiener Sagen darstellen. Im Volksmund wird er Bau daher auch als „Märchenhof“ bezeichnet.

Rudolf Jettmar (1869-1939) schuf die Wandbilder in der Eingangshalle, auf welchen die Leistungen des Roten Wien – Krankenwesen, Sport, Wohnbau, Schulwesen – dargestellt sind.

Der Gemeindebau gegenüber der Wiener Stadthalle steht unter Denkmalschutz.

Damit genug für heute:
Gehaben Sie sich wohl!
Ihre Brigitte Neichl

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(*) Wiens nächste Umgebungen an den Linien, herausgegeben von Anton Ziegler und Carl Graf Vasquez, Wien 1827-1828

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