­čÄž Alfred Adler – Ein weltber├╝hmtes Kind aus Rudolfsheim

Ein historisch-fiktives Interview

Episode #025

In der 25. Folge von „F├╝nfzehn Minuten ├╝ber den F├╝nfzehnten“ erfahren Sie  in Form eines historisch-fiktiven Interviews mehr ├╝ber den Begr├╝nder der Individualpsychologie, den Arzt und Psychiater Alfred Adler – einem weltber├╝hmten Kind aus Rudolfsheim.

Co-Moderator dieser Folge ist Maurizio Giorgi.

Mit dabei ist wieder Gr├Ątzelkorrespondentin Karin Elise Sturm, die ├╝ber das Reindorfgassen-Fest berichtet.

Veranstaltungstipps und ein Ausblick auf die n├Ąchste Folge runden diese Episode ab.

Mehr Infos auf www.museum15.at/podcast


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#025 Alfred Adler – Ein weltber├╝hmtes Kind aus Rudolfsheim

Transkript der Podcast-Episode:

Intro

Hallo und herzlich willkommen zur 25. Folge von F├╝nfzehn Minuten ├╝ber den F├╝nfzehnten. Mein Name ist Brigitte Neichl. Sch├Ân, dass Sie wieder eingeschaltet haben.

Dieser Podcast wird Ihnen pr├Ąsentiert vom Bezirksmuseum Rudolfsheim-F├╝nfhaus, DEM Veranstaltungs-Museum im Herzen des 15. Bezirks.

Das Museum bietet Ausstellungen, Veranstaltungen und Events f├╝r Erwachsene und Kinder und diesen Podcast.

Mehr dazu finden Sie auf www.museum15.at

Brigitte
Ein herzliches Willkommen an meinen Co-Moderator Maurizio Giorgi. Hallo Maurizio!

Maurizio
Hallo Brigitte, sch├Ân wieder hier zu sein – live und in Farbe – hier vor Ort im Bezirksmuseum.

Brigitte
Auch unsere Gr├Ątzelkorrespondentin ist wieder mit dabei. Hallo Karin!

Karin
Hallo Brigitte! Hallo Maurizio! Ich freue mich schon auf die heutige Folge. Einerseits, weil ich schon sehr gespannt auf das fiktive Interview mit Alfred Adler bin, und anderseits, weil ich erstmals als rasende Reporterin unterwegs war, und zwar am Reindorfgassen-Fest. Die Ergebnisse h├Âren wir nach dem Interview.

Brigitte
Darauf bin ich wiederum schon sehr gespannt, was man Dir beim Fest so erz├Ąhlt hat.

Maurizio, Du warst ja auch mit dem Mikro unterwegs. Was war denn dein Spezialauftrag?

Maurizio
Ich habe Statements f├╝r unsere Weihnachtsfolge aufgenommen. Letztes Mal hatten wir ja gefragt, warum Rudolfsheim-F├╝nfhaus ein sch├Âner Ort zum Leben ist. Das war die Episode 15, falls Sie liebe H├Ârerin, lieber H├Ârer die Folge nachh├Âren m├Âchten.

Die diesj├Ąhrige Frage verraten wir nat├╝rlich noch nicht. H├Âren Sie doch einfach mal rein am 15.12.2020 ab 5 Uhr Fr├╝h.

Karin
Wollen wir jetzt das fiktive Interview mit Alfred Adler anh├Âren? Ich bin schon neugierig.

Brigitte
Gern, liebe Karin.
Maurizio, bist Du bereit?

Maurizio
Meine Ohren sind gespitzt.

Brigitte
Na dann, Band ab. [00:02:38]

Historisch-fiktives Interview

Bild links Alfred Adler, Bildquelle – Bild links Thomas Reithmayer als Alfred Adler

Brigitte Neichl
Guten Tag, Herr Doktor Adler. Danke, dass Sie zu diesem Gespr├Ąch bereit sind obwohl Sie ja bereits ÔÇŽ

Alfred Adler
ÔÇŽ tot sind. Meinten Sie das?

Brigitte Neichl
Ja, stimmt. Das f├Ąllt mir nicht leicht.

Alfred Adler
Haben Sie Probleme mit dem Sterben?

Brigitte Neichl
Wer nicht? Wir w├╝rden doch alle lieber leben, oder?

Alfred Adler
Das mag schon sein, aber soweit es mich betrifft, kann ich es nicht mehr ├Ąndern. Also wollen wir jetzt weitermachen, oder nicht?

Brigitte Neichl
Nat├╝rlich, verzeihen Sie. [00:03:13]

Alfred Adler
Und den „Doktor“ k├Ânnen’s weglassen. Auf sowas lege ich keinen Wert mehr.

Brigitte Neichl
Wie Sie w├╝nschen. Ich komme also zur ersten Frage.

Alfred Adler
Ich bitte darum.

Brigitte Neichl
Herr Adler, Sie waren 1902 gemeinsam mit Wilhelm Stekl, Rudolf Reitler und Max Kahane Gr├╝ndungsmitglied der von Sigmund Freud gegr├╝ndeten Psychologischen Mittwochs-Gesellschaft. F├╝nf Jahre sp├Ąter publizierten Sie eine bahnbrechende Studie, in der Sie auf den Zusammenhang zwischen einer Minderwertigkeit der Organe und einer daraus folgenden k├Ârperlichen und psychischen Kompensation und ├ťberkompensation hinwiesen.

Mit Ihren Erkenntnissen standen sie im Widerspruch zu Freud und dies f├╝hrte schlie├člich zum Bruch. 1912 haben Sie den Verein f├╝r Psychoanalytische Forschung gegr├╝ndet, 1913 umbenannt in Verein f├╝r Individualpsychologie.

Und so kennt und sch├Ątzt man Sie auch heute noch: Als Begr├╝nder der Individualpsychologie.

Was sind denn die Hauptpunkte Ihrer Theorie?

Alfred Adler
Sie haben da ja wirklich sehr gut recherchiert, Respekt! Es freut mich auch, dass man meine Arbeit doch heute noch kennt.

Welches Jahr schreiben Sie?

Brigitte Neichl
2020, Ihr 150. Geburtstag.

Alfred Adler
Tats├Ąchlich? Da machen Sie mir aber ein sch├Ânes Geschenk.

Aber zur├╝ck zu Ihrer Frage. Was sind die Hauptpunkte meiner Theorie, worum geht es? Ich kam zu der Erkenntnis, dass der Schl├╝ssel zur Erfassung des Wesens des Menschen und seiner Pers├Ânlichkeit als Ganzes in der Kindheit liegt. Ver├Ąnderungen sind nur m├Âglich, wenn man die Fehler versteht, die in diesen Wurzeln gemacht wurden. Die Wurzeln liegen in der Familie, in der jedes Individuum geformt wird. Das Kind erf├Ąhrt hier ein Minderwertigkeitsgef├╝hl. Ein Gef├╝hl der Unvollkommenheit als menschliches Wesen. Aber nur wenn das Minderwertigkeitsgef├╝hl zu stark ist, kann sich auf dem Weg der Kompensation ein neurotischer Lebensplan entwickeln. Eine wirklich vorhandene Minderwertigkeit, die ├╝bertrieben erlebt wird, kann mit einer mehr oder weniger eingebildeten ├ťberlegenheit kompensiert werden.

Mensch sein hei├čt. ein Minderwertigkeitsgef├╝hl zu besitzen, das st├Ąndig nach ├ťberwindung dr├Ąngt. (Alfred Adler)

Brigitte Neichl
Darf ich hier kurz einhaken?

Alfred Adler
Es ist Ihr Interview. Haken Sie ein, wenn Sie es f├╝r richtig halten.

Brigitte Neichl
Den Begriff Minderwertigkeitsgef├╝hl oder Minderwertigkeitskomplex, der zuerst nur in der Kunst- und Literaturtheorie verwendet wurde, haben Sie als Stilbegriff f├╝r Psychologie und Psychotherapie entdeckt und als zentralen Begriff der individualpsychologie eingef├╝hrt. Das wissen viele Menschen heutzutage nicht mehr.

Wie kann man dieses Minderwertigkeitsgef├╝hl ├╝berwinden?

Alfred Adler
Das Minderwertigkeitsgef├╝hl bedarf der Kompensation durch Hinwenden zur Gemeinschaft. Kein Individuum kann isoliert ├╝berleben. Gemeinschaft umfasst dabei sowohl eine famili├Ąre, als auch eine Struktur sozialer Bindungen. Dieses Gemeinschaftsgef├╝hl kann sich steigern, wenn die Zugeh├Ârigkeit st├Ąrker wird. Zugeh├Ârigkeit ist aber weit mehr als nur ein Gef├╝hl. Es ist eher die Lebensform, die Einstellung, die gesamte Identifikation mit der Gemeinschaft.

Das menschliche Seelenleben ist kein Sein, sondern ein Werden. (Alfred Adler)

Brigitte Neichl
Vielleicht kann ich abschlie├čend noch sagen, dass in der Zeit des Roten Wien (1919-1934) rund 30 Beratungsstellen nach den Erkenntnissen ihrer Individualpsychologie gearbeitet haben, um Kindern und ihren Erzieher*innen zu zeigen, wie sich das Gef├╝hl von Minderwertigkeit in eine positive Kraft umsetzen l├Ąsst. Viktor Frankl, Man├ęs Sperber oder Sophie Lazarsfeld z├Ąhlten zu ihrem Sch├╝ler*innen.

Viele Menschen wissen heutzutage gar nicht, was Sie alles in Bewegung gebracht haben.

Alfred Adler
Mir ist nicht wichtig, dass mein Name ├╝berlebt, sondern meine Gedanken. [00:07:50]

Brigitte Neichl
Wir haben jetzt sehr viel ├╝ber die Kindheit und die Bedeutung der Erlebnisse f├╝r das sp├Ątere Leben gesprochen. Kommen wir zu Ihrer eigenen Kindheit. Sie sind ja im heutigen 15. Bezirk, damals Rudolfsheim (1863-1890/91), geboren und haben ihre ersten Jahre hier verbracht. M├Âchten Sie uns davon erz├Ąhlen?

Alfred Adler
Aber sicher! Dar├╝ber habe ich schon lange nicht mehr gesprochen. Ich wurde am 7. Februar 1870 in einem Dorf bei Wien, dem Vorort Rudolfsheim geboren. Welche Adresse ist das heute?

Brigitte Neichl
Mariahilfer Stra├če 208. Auf dem jetzigen Haus ist auch eine Gedenktafel f├╝r Sie angebracht.

Mariahilferstra├če 208 – An dieser Stelle stand das Geburtshaus von Alfred Adler
In diesem Hause wurde der
Begr├╝nder der Individualpsychologie
Alfred Adler
am 7. Februar 1870 geboren
Verein f├╝r Individualpsychologie
├ľsterreichische Gesellschaft f├╝r Literatur
Bildquelle


Alfred Adler
Ah ja? Interessant. Zu meiner Zeit hie├č die Stra├če noch Sch├Ânbrunnerstra├če. Na jedenfalls bestand die Fassade des Mehrfamilienhauses aus 15 kleineren Wohnungen und erstreckte sich entlang eines freien Marktplatzes. Ich wurde in eine j├╝dische Familie hineingeboren. Mein Vater war Getreideh├Ąndler. Ich war das zweite Kind meiner Eltern Leopold und Pauline. Danach folgten noch f├╝nf weitere Geschwister. Mein ├Ąlterer Bruder Sigmund war stets eine Herausforderung f├╝r mich, obwohl oder eigentlich weil ich als Kind oft krank war. Ich litt an Rachitis, einem Stimmritzenkrampf beim Weinen und w├Ąre mit 4 Jahren fast an einer Lungenentz├╝ndung gestorben.

Ich wollte mich im Rennen, Springen und Toben hervortun. Dazu hatte ich reichlich Gelegenheit. Neben unserem Haus befand sich ein brachliegendes Grundst├╝ck und ein gro├čes Feld. Es gab kaum Fahrzeuge, und die wenigen, die es doch gab, bewegten sich so langsam, dass Gefahren nahezu ausgeschlossen waren. Dieses Feld war der Treffpunkt aller Kinder der Nachbarschaft.

Schon im fr├╝hen Alter wurde ich Teil eines breiten sozialen Milieus. Und in unseren Spielen lernten Jungen und M├Ądchen sich als Gleiche zu respektieren. Die meisten Leute unseres Bezirks waren ruhig, bescheiden und arm. Ich wurde oft zu ihnen eingeladen. ├ťberall war ich gern gesehen, weil ich freundlich und lebhaft war.

Die n├Ąchste Erinnerung bezieht sich auf Ereignisse kurz vor meinem vierten Lebensjahr. Mein j├╝ngerer Bruder war gerade geboren. Ich erinnere mich nur noch schwach an ihn, aber sein Tod bleibt mir unausl├Âschlich im Ged├Ąchtnis. [00:10:29]

Brigitte Neichl
Haben Ihre sp├Ąteren Erkenntnisse und Arbeiten ihre Wurzeln in den Erlebnissen Ihrer eigenen Kindheit?

Alfred Adler
Das kann ich eindeutig mit Ja beantworten. Diese Entwicklung begann fr├╝hzeitig und zog sich durch mein sp├Ąteres Leben. Es ist wahrscheinlich dieses Gef├╝hl von Solidarit├Ąt mit anderen, aus dem mein Verst├Ąndnis f├╝r die Notwendigkeit des Kooperierens herr├╝hrte. Ein Motiv, das zum Schl├╝ssel der Individualpsychologie geworden ist. Ebenso legte mein fr├╝hkindlicher organischer Mangel, den ich unbedingt ├╝berwinden wollte und fr├╝he Erlebnisse au├čerhalb des Familienkreises, den Grundstein meiner psychischen Struktur und meiner Lebenseinstellungen. Was mich zus├Ątzlich anspornte, war der Drang, niemals hinter meinem ├Ąlteren Bruder zur├╝ckzubleiben.

Wer mit meiner Lebensarbeit, der Individualpsychologie vertraut ist, sieht deutlich die ├ťbereinstimmung zwischen den Ereignissen meiner Kindheit und den Ansichten, die in meiner Studie ├╝ber Organminderwertigkeit 1907, und in meinem Hauptwerk ├ťber den nerv├Âsen Charakter 1912 beschrieben habe.

Die Wiege der Individualpsychologie liegt im heutigen 15. Bezirk.

Brigitte Neichl
Dann kann man also sagen, dass die Wiege der Individualpsychologie im heutigen 15. Bezirk liegt?

Alfred Adler
Ja, so hat das zwar noch nie jemand formuliert, jedenfalls nicht zu meinen Lebzeiten, aber Sie haben recht, so k├Ânnte man es sagen. Die Entstehung meines psychologischen Ansatzes, ist doch diese ersten Jahre zur├╝ckzuf├╝hren.

Auch mein Wunsch, Arzt zu werden, ist auf meine fr├╝he Erfahrung mit dem Tod zur├╝ckzuf├╝hren. Der damals herbei geholte Doktor sagte meinem Vater, man brauche sich nicht mehr um mich zu bem├╝hen, denn es g├Ąbe keine Hoffnung mehr. Pl├Âtzlich durchfuhr mich ein furchtbarer Schrecken, und wenige Tage sp├Ąter, nachdem es mir wieder gut ging, fasste ich den festen Entschluss, Arzt zu werden und mich besser gegen die Todesgefahr zu wehren, und mit besseren Waffen, als sie mein Doktor hatte, gegen den Tod zu k├Ąmpfen.

Es waren aber nicht so sehr meine Kindheitserfahrungen selbst, die wichtig waren, vielmehr die Art und Weise wie ich sie bewertete und mir zu eigen machte. (Alfred Adler)

Brigitte Neichl
Wir kommen nun schon zum Schluss. Gibt es noch ein besonderes Erlebnis, vielleicht ein heiteres, das Sie mit ihren ersten Jahren im damaligen Rudolfsheim verbinden? [00:13:12]

Alfred Adler
Lassen Sie mich kurz ├╝berlegen. Da war doch etwas mit einem Lied, das ich gesungen habe. Ja, jetzt f├Ąllt’s mir wieder ein. Ich war etwa 3 Jahre alt. Meine Eltern lie├čen meinen Bruder Sigmund und mich f├╝r einige Tage unter der Obhut eines Kinderm├Ądchen. Als sie zur├╝ckkamen, trat ich Ihnen, einen Schlager singend, entgegen, dessen Text und Melodie mir noch heute vertraut ist. Das Lied drehte sich um eine Frau, die erkl├Ąrte, sie k├Ânnen kein H├╝hnerfleisch essen, weil das Schlachten ihreres H├╝hnchens ihre Gef├╝hle verletze. Darauf fragte der S├Ąnger, wie so ein weiches Herz haben k├Ânne, wo sie sich doch nichts daraus mache, dem Ehemann einen Blumentopf an den Kopf zu werfen.

Mein Vater entschied postwendend, das Kinderm├Ądchen zu entlassen. Denn er hat ganz richtig gefolgert, dass sie mich zu Kabarett-Abenden mitgenommen hatte.

Brigitte Neichl
Lieber Herr Adler, vielen Dank, dass Sie sich die Zeit genommen haben!

Alfred Adler
Zeit habe ich im ├ťberfluss. Ich danke auch! W├Ąr ich noch am Leben, w├Ąren Sie ein interessantes Forschungsobjekt f├╝r mich, immerhin sprechen Sie mit Toten. Aber so werde ich mich wieder zur├╝ckziehen, schweigen und mein Werk sprechen lassen. Ich mach mich jetzt wieder auf dem Weg. Servus!

Brigitte Neichl
Danke, das ist sehr aufmerksam von Ihnen. Servus, Herr Adler! [00:14:41]

Interview Ende

Was tut sich im Museum?

Bezirksmuseum Rudolfsheim-F├╝nfhaus

Maurizio
Na, der Herr Doktor hat Dich ganz sch├Ân in die Mangel genommen, stimmts?

Brigitte
Ja, mach Dich nur lustig ├╝ber mich. Du hast auch noch nie mit einem der ber├╝hmtesten Psychoanalytiker der Welt gesprochen.

Maurizio
Noch dazu mit einem toten.

Brigitte
Ja, das kam noch erschwerend hinzu.

Maurizio
Aber jetzt wieder im Ernst: Thomas hat seine Sache wirklich sehr gut gemacht. Er hat sich sehr intensiv in Alfred Adler hinein versetzt.

Brigitte
Ja, das stimmt. Er hat wirklich Talent! Aber jetzt sollten wir uns sputen, damit wir nicht wieder gottschalkm├Ą├čig ├╝berziehen. Magst Du unseren H├Ârerinnen und H├Âren kurz erz├Ąhlen, was sie so im Museum tut?

Maurizio
Klar gern. Wir haben ja seit 4.September wieder ge├Âffnet und haben auch schon eine Veranstaltung durchgef├╝hrt. Und bis jetzt waren noch nicht sehr viele Besucher*innen da. Aber es ist ja verst├Ąndlich. Nach den langen Lockdown– Zeiten, sind Sie, liebe H├Ârerin, lieber H├Ârer noch vorsichtig. Dazu kommen die fast t├Ąglich wechselnden neuen Bestimmungen.

Bei uns im Museum ist es jedenfalls so, dass wir Sie bitten, nur mit Mund-Nasen-Schutz einzutreten und sich gleich beim Eingang die H├Ąnde zu desinfizieren und dann auf den Mindestabstand zu achten.

Wir schauen drauf, dass sich maximal 20 Personen im Museum aufhalten. Damit sch├╝tzen wir Sie und uns und Sie k├Ânnen sicher unsere Veranstaltung verfolgen.

Wir haben noch einiges anzubieten im September und Oktober. Heute am 15.9. gibt es wieder unsere beliebte Podcast- Party. Am 18.9. einen MuseumsTalk zum Thema Grundeinkommen unter dem etwas provokanten Titel „Money for nothing“. Am 25. September erfahren Sie mehr ├╝ber Ziele und Ideologien von Bezirks- und Stadtmuseen und am 2. Oktober k├Ânnen Sie an einem Kultur-Spaziergang zum Herzen von F├╝nfhaus teilnehmen. Und am 9. Oktober schlie├člich erfahren Sie interessante Details aus dem Leben und Wirken von einigen ehemaligen B├╝rgermeistern aus F├╝nfhaus, Sechshaus und Rudolfsheim.

Die Details finden Sie wie immer auf unserer Webseite auf www.museum15.at/veranstaltungen Den Link finden Sie in unserem Blogartikel zur Podcast-Folge. Bitte melden Sie sich bei Interesse auf jeden Fall an.

Und wir schneiden auch immer wieder Veranstaltungen mit und stellen diese dann auf unseren YouTube-Kanal, den Link finden Sie auf unserer Webseite www.museum15.at

Brigitte
Vielen Dank, lieber Maurizio, f├╝r diesen ├ťberblick. Bei uns ist also jede Menge los und wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Liebe Karin, jetzt ist es soweit, Deine Premiere als rasende Reporterin kann starten. Was hast Du erlebt, wen hast Du interviewt und wor├╝ber haben die Menschen mit Dir gesprochen?

Gr├Ątzel-Neuigkeiten von Gr├Ątzel-Korrespondentin Karin Elise Sturm

Gr├Ątzelkorrespondentin Karin Elise Sturm (rechts)

Karin
Ja, das war super-sch├Ân am Reindorfgassenfest! Das Fest fand ja heute das 6. Mal am vergangenen Wochenende 11. und 12. September statt. Dabei wurde in der ganzen Reindorfgasse von der Sechshauser Stra├če bis zur Mariahilferstra├če und in der Schwendergasse gefeiert. Auf drei B├╝hnen spielten ├╝ber 20 Bands, inklusive Willi Landl, Sigrid Horn, Fainschmitz und viele, viele andere mehr.

Die Musik wurde bewusst jazzig, chillig, ruhiger gew├Ąhlt, um die Besucherinnen und Besucher zu animieren, mehr ruhig und gem├╝tlich die Konzerte zu genie├čen, statt viel zu tanzen und sich zu verausgaben, was nicht so coronasicher gewesen w├Ąre.

Ich habe beide Tage dort einige Menschen interviewt und gefragt, was sie am Reindorfgassenfest so machen w├╝rden, was sehr interessant war. Drei Damen sind seit Anfang an dabei gewesen, weil es wichtig ist zu feiern. Der Obmann des Einkaufsgassen-Vereins, Clemens Sengwein, der das Fest organisiert hat, hat uns ein wenig vom Hintergrund erz├Ąhlt. Ein Tschopperl, eine Frau mit einem gro├čen Schild auf dem „Tschopperl“ stand, habe ich getroffen und eine Frau, die Blumenkr├Ąnze bindet mit Kindern.

├ťberhaupt gab es einige Sensationen f├╝r Kinder: H├╝pfburgen, die R├Ątsel-Rallye des Bezirksmuseums, Kinderschminken und viele bunte Luftballons erfreuten die Kinder. Aber h├Ârt selbst:

Wir f├╝hlen uns jetzt hier super, weil viele Leute von uns sind da, und es ist ein sch├Âner Tag und – ok – es ist eine tolle Veranstaltung.

Du bist am Reindorfgassenfest. Wie taugt’s Dir? Ja, sehr sch├Ân. Ich bin keine f├╝nf Minuten da und ich find’s super.

Wie gfallts Dir da? Super gef├Ąllts mir. Ok. Und was hast Du schon alles gesehen? Ich war schon oben bei der B├╝hne, dann habe ich einen Auftritt von einer Freundin von mir auf der B├╝hne bei der Kirche gesehen und gleich freue ich mich auf Fainschmitz.

Und warst Du schon ├Âfter am Reindorfgassenfest? Ja, vor allem fr├╝her, weil ich im 15. Bezirk gewohnt hab. Oh, wo hast du gewohnt? Gleich daneben, in der Arnsteingasse. Oh super. Genau. Das hei├čt, Du liebst den 15.? Ich liebe den 15.!

Ja, hallo, Du bist da am Reindorfgassenfest. Ich seh Dich gerade Blumen binden. Was machst Du da? wir machen einen Blumenhaarkranz, und Blumenarmband-Workshop mit Miraflores. Und Miraflores ist ein neues Blumengesch├Ąft auf der ├Ąu├čeren Mariahilferstra├če und das haben wir gemeinsam mit GOTA-Coffee gemacht.

Sind Sie schon ├Âfter gewesen am Fest? Ja, sehr lange, weil ich wohne mein ganzes Leben schon in der Gasse, seit ich geboren bin, ja.

Was machst Du da? Ich schau mir jetzt haupts├Ąchlich mal die Band an. Aber, ich komm sehr gern her, weil ich sehr viele Leute da in der Reindorfgasse und rund um die Reindorfgasse kenne und freu mich immer auf zuf├Ąllige Treffen.

Du bist der Obmann vom Reindorfgassen-Verein. Ihr habts das Fest organisiert. Magst uns ein bisserl erz├Ąhlen ├╝ber das Reindorfgassen-Fest? Ich freu mich, dass wir jetzt ├╝ber 60 St├Ąnde haben, verschiedene Verkaufsst├Ąnde verschiedene Gastro-St├Ąnde. Wir haben vier B├╝hnen, ├╝ber 100 verschiedene K├╝nstler, wir haben eine Workshop-Space-Area dieses Jahr. Da gab’s jetzt gerade gratis Massagen, Blumenkranz binden, Eco Print, Buchbinder-Workshop und morgen geht’s weiter, da gibt’s einen Clownerie-Workshop. Also, man kann sich auch interaktiv kulturell bei uns beteiligen. Und ich freue mich jetzt, dass wir ein Fest f├╝r die ganze Familie zusammen gebracht haben. [00:21:29]

Reindorfgassen-Fest 2020


Brigitte
Ja, spannend Karin! Jetzt haben wir ja nur einige O-T├Âne geh├Ârt und das ist ja eigentlich ein bisschen schade. Deshalb haben wir jetzt gerade spontan beschlossen, dass wir die gesamten Interviews auf YouTube hochstellen als Video. Den Link finden Sie in den Shownotes.

Liebe Karin, lieber Maurizio, vielen Dank f├╝r eure Unterst├╝tzung und die tollen inputs, bis zum n├Ąchsten Mal!

Karin
Tsch├╝ss!

Wie geht es weiter?

Maurizio
Liebe Brigitte, Du bist uns noch den Ausblick auf die n├Ąchste Folge schuldig.

Brigitte
Ja, stimmt. In der n├Ąchsten Folge wird es wieder eine Audiocollage geben und zwar zu unserem Projekt „Erinnerungen f├╝r die Zukunft“. Wir befragen dazu zurzeit Menschen aus Rudolfsheim-F├╝nfhaus ├╝ber ihre Erlebnisse und Erinnerungen zum Thema Freizeit und speziell zu Kinos. Mehr wird noch nicht verraten. [00:22:36]

Ja, liebe H├Ârerin, lieber H├Ârer! Rudolfsheim-F├╝nfhaus hat viel zu bieten, machen wir was draus – gemeinsam.

Wenn Sie ihr Wissen ├╝ber die Geschichte des 15. Bezirks erweitern m├Âchten.

Wenn Sie kulturelle und gesellschaftspolitische Themen sch├Ątzen.

Wenn Sie gespannt auf interessante Menschen und Themen aus Vergangenheit und Gegenwart im 15. Bezirk sind.

Dann sind Sie bei uns richtig!

Besuchen Sie unsere Ausstellungen und Veranstaltungen im Museum, verfolgen Sie unsere Aktivit├Ąten auf unserer Webseite, unserem Blog, unserem Youtube-Kanal und auf FacebookInstagram & Co. Infos und Links, finden Sie in den Shownotes.

Wir sind auch gespannt auf Ihre Kommentare und Anregungen.

Ich freue mich auf die n├Ąchsten spannenden 15 Minuten bei F├╝nfzehn Minuten ├╝ber den F├╝nfzehnten und verabschiede mich mit der anregende Musik von Nigora und der berauschenden Stimme von Michael Stark.

Auf Wiederh├Âren!

Ich w├╝nsche Ihnen einen wundersch├Ânen Tag!

Ihre Brigitte Neichl.

Outro



Schau mal! Ich was Interessantes auf WIENf├╝nfzehn entdeckt!

Hier unsere neuesten Blogbeitr├Ąge zum Reinschm├Âkern ­čśë

Jeden Montag finden Sie bei uns abwechselnd folgende Rubriken:

„Bild des Monats“
historische Schmankerln aus unserem Sammlungsbestand

„Bezirks(Museums)News & Oldies“
Neuigkeiten aus Gegenwart & Vergangenheit aus dem 15. Bezirk & dem Bezirksmuseum

„History & Crime“
Historische Kriminalf├Ąlle auf dem Gebiet des heutigen 15. Bezirks um 1900.

„Zitat des Monats“
Aussagen ber├╝hmter Pers├Ânlichkeiten (aus dem 15. Bezirk) u.a. zu den Themen „Zeit“, „Geschichte“, „Vergangenheit“, etc.

Jeden Donnerstag erwarten Sie abwechselnd folgende Beitr├Ąge:

ÔÇ×FAQ15ÔÇť 
„Renovierte“ (refurbde) Beitr├Ąge aus der Rubrik „Rubrik ÔÇ×FAQ15ÔÇť

ÔÇ×Es war einmalÔÇť
Spannende Rudolfsheim-F├╝nfhauser Vorort-Geschichte(n)

Kennen Sie schon unseren Podcast „F├╝nfzehn Minuten ├╝ber den F├╝nfzehnten“?

Seit Februar 2019 berichten wir ├╝ber interessante Menschen und Themen aus Rudolfsheim-F├╝nfhaus.

H├Âren Sie doch mal rein ­čśë

#040 imgraetzl.at – Unterst├╝tzung und Vernetzung F├╝nfzehn Minuten ├╝ber den F├╝nfzehnten

  1. #040 imgraetzl.at – Unterst├╝tzung und Vernetzung
  2. #039 Vergangenheit und Zukunft in Rudolfsheim-F├╝nfhaus
  3. #038 Darf's ein bisserl Crime sein?

Information – Unterst├╝tzung – Events

Das Team des Bezirksmuseums Rudolfsheim-F├╝nfhaus unterst├╝tzt Menschen dabei, ihr Wissen ├╝ber die Geschichte des 15. Bezirks zu erweitern und sich ├╝ber kulturelle und gesellschaftspolitische Themen zu informieren.

Das Museum nimmt auch seine Aufgabe als Kultur-Drehscheibe des Bezirks wahr und f├Ârdert die Begegnung und Vernetzung der BewohnerInnen durch Veranstaltungen und auch durch den Kultur-Podcast „F├╝nfzehn Minuten ├╝ber den F├╝nfzehnten“ .

Der Eintritt ist frei. Alle MitarbeiterInnen sind ehrenamtlich t├Ątig.

Sie m├Âchten regelm├Ą├čig ├╝ber die Aktivit├Ąten des Museums informiert werden? Dann abonnieren Sie unseren Newsletter!

Hier finden Sie unsere aktuellen Veranstaltungen.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Bezirksmuseum Rudolfsheim-F├╝nfhaus
Rosinagasse 4
1150 Wien
Mail: office@bm15.at
Web: www.museum15.at

├ľffnungszeiten
Mo: 17.00-19.00
Fr: 15.30-17.30
(an Feiertagen, schulfreien Tagen und im Juli & August geschlossen)

#viellosimmuseum
#WIENf├╝nfzehn
#dasVeranstaltungsmuseum
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7 Kommentare zu „­čÄž Alfred Adler – Ein weltber├╝hmtes Kind aus Rudolfsheim

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