Wussten Sie, dass … das Wiener Rathaus und die Kirche „Maria vom Siege“ etwas gemeinsam haben?

In unserer Rubrik „Wussten Sie, dass …“ berichten wir 1x pro Monat jeweils am dritten Montag des Monats über Interessantes & Ungewöhnliches aus der Geschichte des 15. Bezirks. Weitere Themen – ebenfalls an Montagen – sind das „Bild des Monats“ (historische Schmankerln aus unserem Sammlungsbestand), die „Bezirks(Museums)News“ (Neuigkeiten aus dem 15. Bezirk & dem Bezirksmuseum) und das „Zitat des Monats“ (Aussagen berühmter Persönlichkeiten zu den Themen „Zeit“, „Geschichte“, „Vergangenheit“, etc.).

Kennen Sie Friedrich von Schmidt?

Friedrich Schmidt (geb. 1825 in Frickenhofen in Württemberg; gest. 1891 in Wien) war ein bekannter Architekt der Ringstraßenzeit, der den neugotischen Stil etablierte. Er war Ehrenbürger der Stadt Wien und durfte sich ab 22. Jänner 1886 Friedrich Freiherr von Schmidt nennen.

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Architekt Friedrich von Schmidt

Einer seiner bekanntesten Bauten ist das Wiener Rathaus (erbaut 1872-1883).

Der Platz hinter dem Rathaus, wurde ihm zu Ehren 1927 Friedrich-Schmidt-Platz benannt; dort befindet sich auch sein Denkmal, das von Edmund Hofmann von Aspernburg und Julius Deininger geschaffen und am 28. Mai 1896 enthüllt wurde.

Spuren in Rudolfsheim-Fünfhaus

Friedrich von Schmidt hat aber auch im 15. Bezirk Spuren hinterlassen: 1868-1875 wurde nach seinen Plänen die Kirche Maria vom Siege am Mariahilfer Gürtel erbaut.

Schmidt hatte bereits im Jahr 1858 den Entwurf einer Kirche angefertigt, ohne allerdings den Bauplatz zu kennen. Um acht zentrale Pfeiler legt sich ein Kranz von Kapellen. Eine in der Grundstruktur architektonische Parallele hinsichtlich des Innenraumes der Wiener Kirche Maria vom Siege stellt das Dekagon der Kölner Kirche St. Gereon dar.

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Plan der Kirche Maria vom Siege

Am rechten Seitenaltar ist eine Kopie des Bildes Maria vom Siege, das der Kirche den Namen gab. Das Patrozinium geht auf die Legende des beschädigten Gnadenbildes zurück, das zum Sieg der Katholischen Liga bei der Schlacht am Weißen Berg am 8. November 1620 beitrug. Seit 1985 unterstand die Kirche dem Kalasantiner-Orden.

Mit dem kleinen Turm auf der Kuppel erreicht der neofrühgotische Bau eine Höhe von 68 Metern.

Die Orgel der Pfarrkirche Maria vom Siege wurde von G. F. Steinmeyer & Co. 1873 errichtet.

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Maria vom Siege am Mariahilfer Gürtel, Foto: Franz Svoboda

Die Kirche Maria vom Siege war eine römisch-katholische Pfarrkirche. 2015 wurde sie der koptisch-orthodoxen Kirche geschenkt. Die Pfarre Fünfhaus wurde mit 30. Juni 2016 aufgehoben und ihr Gebiet der Pfarre Reindorf zugeschlagen.

Quellen:
https://de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_von_Schmidt
https://de.wikipedia.org/wiki/Kirche_Maria_vom_Siege_(Wien)
https://de.wikipedia.org/wiki/St._Gereon_(K%C3%B6ln)
https://goo.gl/images/LAKiRq

http://www.architektenlexikon.at/de/555.htm

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