Was gilt als Hauptwerk des Architekten Clemens Holzmeister?

Das Thema des Tages der Bezirksmuseen 2018 lautete „Kirche, Tempel & Moschee. Sakralbauten in Rudolfsheim-Fünfhaus“. Dazu sehen Sie hier eine Postkarte aus den 1930er-Jahren, welche die Christkönigskirche (auch als Seipel-Dollfuß-Gedächtniskirche bezeichnet) zeigt – geplant vom berühmten Architekten Clemens Holzmeister (1886-1983).

Die röm.-kath. Pfarrkirche Neufünfhaus zum Christus König, Vogelweidplatz 7 / Burjanplatz, 1150 Wien (heute Teil der 2017 aus dem Zusammenschluss mit einigen anderen Pfarrkirchen entstandenen Großpfarre zur Seligen Hildegard Burjan) befindet sich hinter der Stadthalle.

Pfarrkirche Neufünfhaus zum Christ König

Die röm.-kath. Pfarrkirche Neufünfhaus zum Christus König, Vogelweidplatz 7 / Burjanplatz

Die Kirche gilt als ein künstlerisches Hauptwerk des Architekten Clemens Holzmeister.

Die Kirche gilt als ein künstlerisches Hauptwerk des Architekten Clemens Holzmeister, der auch für die Innengestaltung verantwortlich war.

Die Postkarte stammt aus den 1930er-Jahren, damals war die Kirche noch eine Gedenkstätte für Prälat Ignaz Seipel, der in ihrer Krypta beigesetzt war.

Das Vorhaben zur Errichtung der Christkönigskirche auf der Schmelz stammt aus dem Jahr 1933. Die Pfarre Neufünfhaus wurde am 1. Jänner 2017 mit den Pfarren Rudolfsheim und Schönbrunn-Vorpark zur Pfarre Hildegard Burjan zusammengelegt. Die Pfarrkirche Neufünfhaus ist seither eine Filialkirche der Pfarre Hildegard Burjan.

Die Christkönigskirche wurde als Gedächtniskirche für den im August 1932 verstorbenen Altbundeskanzler Prälat Doktor Ignaz Seipel von der Gründerin der Caritas Socialis und christlichsozialen Abgeordneten Hildegard Burjan initiiert. Die Schmelz hatte man deshalb gewählt, da Ignaz Seipel in der Nähe geboren worden war.

Am 29. September 1934 wurde die Kirche als Christkönigskirche geweiht.

Im Mai 1933 wurde Clemens Holzmeister mit der Verwirklichung seines Projekts, unter der Leitung von Baumeister Ernst Dirmoser beauftragt, am 30. Juli 1933 wurde durch Engelbert Dollfuß der Grundstein gelegt. Am 29. September 1934 wurde die Kirche als Christkönigskirche geweiht. Seit 1935 ist die Christkönigskirche eine Pfarrkirche.

Um einen Hof wurden die schlichte und turmlose Kirche sowie das ehemalige Fürsorgehaus (heute: Pfarrkindergarten und Hort) erbaut. Östlich davon befindet sich freistehend der Pfarrhof.

Das Innere der Kirche ist ein rechteckiger Saal mit dem Abgang zur Krypta. An der Einrichtung und Ausschmückung der Kirche waren viele KünstlerInnen der Errichtungsperiode beteiligt, zum Beispiel:

  • Stuckarbeiten von Gudrun Baudisch und Carl Jamök
  • Glasmalerei, entworfen von Karl Hauk, ausgeführt von der Tiroler Glasmalereianstalt
  • Christkönigsmosaik von Karl Sterrer aus dem Jahr 1936
  • Gedenktafel für Hildegard Burjan mit Portraitrelief von Albert Bechtold
  • Kreuzweg-Bronzereliefs von J. Dobner, Erzguß von J. Meindl in Wien und von Benito Mussolini gestiftet

In der Krypta waren ab der Weihe der Kirche 1934 bis zu ihrer Überführung und endgültigen Beisetzung 1939 durch die Nationalsozialistischen Machthaber Ignaz Seipel (Wiener Zentralfriedhof) und der am 25. Juli 1934 ermordete Engelbert Dollfuß (Hietzinger Friedhof) beigesetzt. 

Hildegard Burjan erlebte die Fertigstellung der Kirche ebenfalls nicht. Heute wird die Krypta für die Messen an Wochentagen genutzt. Außerhalb der Kirche befinden sich in einer kleinen Parkanlage einige Grabdenkmäler des ehemaligen Schmelzer Friedhofs.

Die pneumatische Orgel der Pfarrkirche Neufünfhaus stammt vom Wiener Orgelbauer Johann M. Kauffmann und verfügt über zwei Manuale und Pedal.

Quellen:
Sammlungen Bezirksmuseum Rudolfsheim-Fünfhaus
Wikipedia


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